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05.05.2011

Per Nilsson im Interview

Am Samstag kommt es im Duell mit dem 1. FC Nürnberg zu einem Wiedersehen mit Per Nilsson. achtzehn99.de hat sich im Vorfeld mit dem ehemaligen Hoffenheimer Kapitän über die Partie unterhalten.

Pelle, am Samstag gibt es ein Wiedersehen mit den alten Kollegen. Wie groß ist denn die Vorfreude?

Sehr groß. Nicht so sehr auf das Spiel, vielmehr auf die ehemaligen Kollegen, mit denen ich eine erfolgreiche Zeit verbracht habe (lacht).


Hast du noch Kontakt zu deinen Ex-Kollegen?

Ja, obwohl es schwierig ist, während der Saison Kontakt zu halten. In der Vorbereitung war ich schon des Öfteren in Heidelberg und habe mich mit den Jungs getroffen. Doch mittlerweile halten wir über Facebook Kontakt oder telefonieren. Nach dem letzten Spieltag wollen wir uns aber nochmal auf halber Strecke zwischen Nürnberg und Heidelberg treffen.


Im Hinspiel musstest Du ja verletzungsbedingt passen.

Da musste ich aufgrund einer Knieverletzung leider zuschauen. Das war extrem bitter für mich. Auch weil sich die Verletzung im Nachhinein als schwerwiegender herausgestellt hatte und ich längere Zeit pausieren musste.


Du hast die Verletzung angesprochen, die dich nach gutem Start weit zurückgeworfen hat. Bist du dennoch zufrieden mit deiner ersten Saison in Nürnberg?

Die Verletzung war natürlich bitter und kam zu einem sehr unglücklichen Zeitpunkt. Ich war bis dahin Stammspieler, habe alle Spiele von Anfang bis Ende absolviert. Während ich mich zurückkämpfen musste, spielte die Mannschaft überaus erfolgreich und es war schwer wieder ins Team zu kommen. Aber es ist für mich absolut nachvollziehbar, dass der Trainer nicht mehr umstellen wollte. In der neuen Saison werden die Karten wieder neu gemischt. Dennoch bin ich zufrieden mit meiner ersten Saison beim Club.


In Hoffenheim warst du Führungsspieler und ein wichtiger Ansprechpartner für die jungen Spieler im Kader. Wie würdest du deine derzeitige Rolle innerhalb der Mannschaft beschreiben?

Ich bin auch hier Teil des Mannschaftsrates und versuche voranzugehen, den jungen Spielern ein Vorbild zu sein und ihnen Tipps zu geben. Es ist mir außerdem sehr wichtig, ihnen klar zu machen, dass man mit einem guten Teamgeist als Mannschaft über sich hinaus wachsen kann. Das ist aber an sich nichts Besonderes.


Trägt denn auch deine Leidenschaft fürs Gitarrespielen einen Teil zur Förderung des Teamgeistes bei?

(lacht) Auf jeden Fall. Ich habe in der kurzen Zeit schon einige Teamkollegen mit dem Virus angesteckt.


Eine erfolgreiche Saison geht für euch zu Ende. Ihr habt nach wie vor die Chance euch für die Europa League zu qualifizieren. Der Abstand beträgt allerdings fünf Punkte auf Mainz 05. Wie schätzt du eure Chancen ein?

Wir müssen die Situation realistisch sehen. Die Chancen auf einen europäischen Wettbewerb sind minimal. Fünf Punkte aufzuholen ist nicht unmöglich, aber wir haben es nicht mehr in der eigenen Hand, müssen auf zwei Ausrutscher von Mainz 05 hoffen. Man muss aber auch klar sagen: Mainz spielt genau wie wir eine hervorragende Saison und hätte es verdient in der Europa League dabei zu sein.


In der Bundesliga gab es zwischen Hoffenheim und Nürnberg bislang zwei Unentschieden sowie einen Sieg für 1899. In der 2. Runde des DFB-Pokals hast du 2009 das entscheidende 1:0 für Hoffenheim geköpft. Auf was für ein Spiel können sich die Zuschauer am Samstag freuen?

Es wird eine ganz enge Kiste. Hoffenheim kann man in dieser Saison nur sehr schwer einzuschätzen. An einem guten Tag können sie sogar Borussia Dortmund schlagen. Ich denke, dass sich beide Teams unabhängig von der Tabellensituation auf Augenhöhe begegnen und versuchen werden, die Saison bestmöglich abzuschließen. Ich hoffe nur, dass ich am Samstag nicht wieder für Hoffenheim treffe.

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