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PROFIS
14.09.2011

Nächster Gegner: Magath setzt auf Erfahrung

Der VfL Wolfsburg kehrt zurück. Zurück an den Ort, an dem sie in der vergangenen Saison knapp dem Gang in die zweite Bundesliga entgangen sind. Am letzten Spieltag schafften die „Wölfe“ den direkten Klassenerhalt in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena, obwohl sie zwischendurch schon in Liga zwei waren.

Frankfurt und Möchengladbach führten, während Wolfsburg in Hoffenheim mit 0:1 zurücklag – Würde der VfL, 2009 noch Deutscher Meister, in der zweiten Liga verschwinden? Bekanntlich war es nicht so, denn die Wölfe bewiesen Biss und hielten sich, auch dank Felix Magath in der Liga. Dieser gelobte für die neue Saison Besserung, bisher ähnelt der Saisonverlauf aber eher dem der vergangenen. Mit zwei Siegen und drei Niederlagen liegen die Wolfsburger erneut hinter ihren Erwartungen, Magath verteidigte die Leistungen seiner Mannschaft damit, dass sich „das Team erst noch finden müsse“. Außerdem fordert der 58-jährige Trainer Zeit: „Wir haben einen Riesenumbruch gewollt und vollzogen, jetzt müssen wir auch die Konsequenz tragen, dass wir noch Zeit brauchen.“ Nach dem Sieg gegen Schalke 04 am vergangenen Spieltag unterstützte Srdjan Lakic die Aussage seines Trainers: „Dass man etwas Zeit braucht, um sich zu finden, ist ganz normal. Aber es ist deutlich zu sehen, dass die Mannschaft von Woche zu Woche immer besser wird.“

Namhafte Neuzugänge

Vor der Saison und noch bis zum Ende der Transferperiode ging Wolfsburgs Meistertrainer auf Shoppingtour. 18 neue Spieler tragen seit dem Sommer das grasgrüne Trikot des VfL's. Elf Akteure verließen die VW-Stadt, unter anderen Stars wie Diego, Grafite und auch der langjährige VfL-Spieler Sascha Riether. Auch Fabian Johnson verließ den Verein in Richtung 1899 Hoffenheim. Der 23-Jährige dürfte seinen Wechsel nicht bereut haben. In Hoffenheim hat sich Johnson etabliert und stand in allen fünf Ligaspielen in der Startelf. Zu den Zugängen in Wolfsburg zählen einige namhafte Spieler: Thomas Hitzlsperger, Aleskasandr Hleb, Christian Träsch, der nach seiner Ankunft sofort zum Kapitän ernannt wurde, Srdjan Lakic, Hasan Salihamidzic oder die Ex-Frankfurter Profis Patrick Ochs, Marco Russ und Chris. Die Neuverpflichtungen zeigen: Magath setzt auf Erfahrung. Mit einem Altersdurchschnitt von knapp 27 Jahren stellen die Niedersachsen den ältesten Kader der Liga.

Bilanz spricht für VfL

Die Puzzleteile sind vorhanden, die Zusammensetzung scheint aber noch nicht vollendet. „Uns fehlt die mannschaftliche Geschlossenheit und Stabilität“, so Magath. „Schalke war ein sehr wichtiger Schritt, genauso wollen wir weitermachen“, betont Mario Mandžukić. „Am besten mit drei Punkten in Hoffenheim – genauso wie beim letzten Mal.“ Ohne Diego Benaglio, Hitzlsperger und Salihamidzic müssen die „Wölfe“ in den Kraichgau reisen. Alle drei kurieren noch ihre Verletzungen aus. Die Bilanz spricht für Wolfsburg. In der Bundesliga gab es bisher sechs Aufeinandertreffen. Bei einem Remis und einer Niederlage, feierten die „Wölfe“ vier Siege.

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