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13.10.2011

Nachgefragt bei Sebastian Rudy

Er zieht die Fäden im Hoffenheimer Mittelfeld, er ist Abräumer und Antreiber zugleich. Sebastian Rudy hat sich in den eineinhalb Jahren im Kraichgau zur festen Größe bei Holger Stanislawski und Rainer Adrion (U21) entwickelt. Sogar in den Notizblock von Joachim Löw hat er es bereits geschafft. achtzehn99.de hat mit dem 21-Jährigen vor dem Aufeinandertreffen mit seinen Ex-Klub gesprochen

Sebastian, die Länderspielreise mit der U21-Nationalmannschaft musstest Du aufgrund von Adduktorenproblemen vorzeitig abbrechen. Wie stehen denn die Prognosen für einen Einsatz gegen Stuttgart?

Das lässt sich noch nicht genau sagen. Bislang konnte ich noch nicht mit der Mannschaft trainieren. Aber wir versuchen alles, dass es bis Samstag reicht.

Wie bitter wäre es denn für Dich, gegen deinen Ex-Klub zuschauen zu müssen?

So weit wollen wir mal noch nicht gehen. Die nächsten Tage werden zeigen, ob es geht oder nicht. Davon abgesehen sind Spiele gegen den VfB natürlich immer etwas Besonderes. 2008 habe ich auch meine Bundesliga-Premiere mit dem VfB gegen Hoffenheim gefeiert. Wobei die Anspannung nicht mehr ganz so groß ist, wie beim ersten Aufeinandertreffen nach meinem Wechsel.

Erinnerst Du Dich noch an diese Partie?

Ja, klar. Es war im September 2008 in Mannheim. Wir hatten damals viel Glück und einen überragenden Jens Lehmann im Kasten. Wir waren mit dem 0:0 gut bedient.

Ein Jahr später hast Du Dich dann für einen Wechsel vom Stuttgart nach Hoffenheim entschieden.

Die Perspektive war in Hoffenheim einfach die bessere. Ich habe beim VfB nicht mehr das Vertrauen des Trainers gespürt. Das ist für einen jungen Spieler sehr wichtig. Es war daher der logische Schritt den VfB zu verlassen und auch der richtige.

Aber Du hast nicht ernsthaft damit gerechnet, in so kurzer Zeit zu einer festen Größe in Hoffenheim und bei der U21 zu werden und zudem noch eine Einladung von Joachim Löw zu erhalten?

Nein, definitiv nicht. Ich bin mit dem Ziel nach Hoffenheim gekommen, mehr Spielzeit zu bekommen und mich weiterzuentwickeln. Das habe ich geschafft. Der Rest kam von alleine. Aber ich bin noch lange nicht am Ende meiner Entwicklung angekommen. Da ist noch Luft nach oben.

Du hast Deine eigene Entwicklung angesprochen. Wie siehst Du die der Mannschaft in dieser Saison?

Auch da haben wir noch Luft nach oben. Wir sind noch nicht da, wo wir hin wollen. Phasenweise haben wir schon gezeigt, welch großes Potenzial in uns steckt. Aber wir müssen das über einen längeren Zeitraum im Spiel abrufen - und uns solche Auftritte wie gegen Köln besser nicht mehr erlauben.

Am Samstag bietet sich beim VfB Stuttgart die Chance, sich im oberen Tabellendrittel festzusetzen.

Das muss unser Ziel sein. Aber das wird sicherlich ein ganz enges Spiel. Doch wenn wir dem VfB unser Spiel aufzwingen, dann können wir auch in der Mercedes-Benz-Arena bestehen und erstmals drei Punkte gegen Stuttgart einfahren.

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