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09.03.2011

Nächster Gegner: Schwarzgelber Erfolgsfußball

Borussia Dortmund kommt in die Rhein-Neckar-Arena. Der Deutsche Meister in spe, der in dieser Saison kaum Feinde, eher Neider hat und mit lockerleichtem Fußball begeistert.

Den FC Bayern München haben die Westfalen im Kampf um die Meisterschaft bereits abgeschüttelt. Bayer Leverkusen liegt mit zwölf Punkten Rückstand auf Rang zwei und Hannover 96 hat bis heute noch niemand mit der Meisterschaft in Verbindung gebracht. Die Stimmen, die den BVB zum Deutschen Meister 2011 wählen, werden lauter. Das alles passiert natürlich nur, wenn die Borussia nicht plötzlich in ein tiefes Loch fällt und von einer Woche auf die andere ihre Spielfreude vergisst bzw. noch weniger von ihren Torchancen nutzt als bisher. Tatsache ist, dass Dortmund mit 61 Punkten seit 16 Spieltagen an der Tabellenspitze thront und nicht einmal den Anschein macht, zu wackeln. Selbst dann nicht, wenn, wie beim 1:0 gegen Köln, das Ergebnis am Ende knapp ist. Der Sieg gegen die Geißböcke war nicht der erste enge und nur der Tatsache geschuldet, dass die Offensivabteilung hervorragende Möglichkeiten auslässt oder der Ball ans Aluminium knallt.

Das magische Wort

Bis zum furiosen 3:1-Sieg in der Münchner Allianz Arena weigerte man sich in Dortmund das Wort Meisterschaft in den Mund zu nehmen. Sportdirektor Michael Zorc wagte dann den ersten Vorstoß: „Wir wollen Meister werden. Bei dem Vorsprung wäre es ja albern, wenn wir nicht Erster werden wollten." Nur eine Woche später, nach dem Erfolg gegen Köln erwähnte auch Roman Weidenfeller das magische Wort: „Wir stehen jetzt so lange da oben, jetzt wollen wir es auch schaffen." Mit „es" meinte der Keeper die Meisterschaft.

Das Erfolgssystem

Das Spiel der Dortmunder ist von hoher Laufbereitschaft und Tempo geprägt. Blitzschnell schaltet die Defensive auf Offensive um, über wenige Stationen geht es in Richtung gegnerisches Tor. Schaltzentrale ist dabei Nuri Sahin, der die Bälle nach außen verteilt. Die Flügelflitzer Kevin Großkreutz, Mario Götze oder Jakub „Kuba" Blaszczykowski machen Meter, um den Ball dann in die Mitte zu spielen. Dort warten Lukas Barrios, Robert Lewandowski oder Mohamed Zidan, die das Leder im optimalen Fall ins Tor schieben. Auch die Defensive funktioniert bestens. Erst 14 Gegentreffer musste die Borussia in dieser Saison hinnehmen - das deutlich beste Torverhältnis der Liga. Immer dabei sind Weidenfeller, die eingespielte Innenverteidigung Neven Subotic und Mats Hummels. Zusammen mit Sahin bilden diese drei die Mittelachse im System des BVB. Auf den anderen Positionen wechselt Trainer Jürgen Klopp gerne mal durch. Hummels ist jedoch nach anhaltenden Problemen im Bereich der Bauchmuskulatur in Folge eines eingeklemmten Nervs im Rücken fraglich.


Statistik lässt hoffen

Was ist für 1899 Hoffenheim gegen das überragende Team der Liga möglich? Im Hinspiel reichte es für ein 1:1-Unentschieden. Damit ist Hoffenheim eine von fünf Mannschaften, die Dortmund in dieser Spielzeit Punkte abnehmen konnten. Auch die ausgeglichene Bilanz macht Hoffnung. In fünf Partien gab es drei Unentschieden, ein Mal gewann Hoffenheim, ein Mal ging Dortmund als Sieger vom Platz.

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