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16.02.2011

Nächster Gegner: Köln im Aufwind

Beim 1. FC Köln sah es in dieser Saison lange Zeit nach Wochen voller Abstiegssorgen aus. Seit dem Hinspiel gegen 1899 Hoffenheim (1:1) am sechsten Spieltag stand der Klub aus der Domstadt fast ausnahmslos auf einem der letzten drei Plätze. Nach Siegen gegen Bayern München und Mainz 05 verspüren die Kölner wieder Aufwind und haben es pünktlich zur Karnevalszeit geschafft, das Abstiegsgespenst zu vertreiben.

Aktuell steht der FC mit 25 Punkten auf dem 13. Tabellenplatz. Zehn Zähler davon haben die Geißböcke in der Rückrunde gesammelt und belegen damit hinter Bayern München und dem 1. FC Nürnberg den dritten Rang in der Rückrundentabelle. Die Entwicklung der Kölner beeindruckt. Die vergangenen vier Heimspiele gewann Köln allesamt, der Abstand auf die direkten Abstiegsplätze wurde auf sechs Zähler ausgebaut.

Das Sturmduo trifft wieder

Anders als in der Hinrunde haben die Kölner, allen voran Lukas Podolski, die Freude und Begeisterung am Fußball wiederentdeckt. „Was wir in diesem Heimspiel gesehen haben, war einfach Wahnsinn. Da sieht man, wozu wir in der Lage sind. So macht Fußball Spaß", schwärmte der Kapitän. Das beweist vor allem die Partie gegen die Bayern. Nach einem 0:2-Rückstand gewannen die Kölner noch mit 3:2 - noch vor ein paar Wochen hätten wohl nur die Wenigsten daran geglaubt, dass die Geißböcke ein solches Spiel noch drehen würden. Mittlerweile findet Köln nach Rückschlägen wieder in eine Partie zurück und lässt sich nicht aus dem Konzept bringen.

Einen kleinen Wandel haben allen voran Kölns Offensivkräfte hinter sich: Podolski und Milivoje Novakovic. Gegen Mainz gelang beiden ein Doppelpack, mit jeweils neun Treffern haben sowohl „Poldi" als auch Novakovic bereits mehr Treffer erzielt als in der vergangenen Saison (zwei und sechs). Der Erfolg soll aber nicht nur an den Stürmern festgemacht werden. Trainer Frank Schaefer ist mit 1,54 Punkten im Schnitt bester FC-Coach seit 20 Jahren und die Mannschaft wird nicht mehr nur an Podolski gemessen. Das belegen auch die Aussagen des Nationalspielers: „Es ist egal, wer hier die Tore macht. Wir haben uns als Mannschaft weiterentwickelt. Wenn wir den Ball haben, wollen wir auch Fußball spielen."

Wiedersehen mit Eichner

In der Winterpause wurde der Kader umgebaut. Neben Torwart Michael Rensing, der die Nachfolge des in Ungnade gefallenen Faryd Mondragon angetreten hat, kamen auch Slawomir Peszko und ein alter Bekannter in Hoffenheim in die Domstadt. Christian Eichner besetzt seit dem 18. Spieltag die Position des linken Außenverteidigers. In Hoffenheim war für den 28-Jährigen nur noch auf der Bank Platz, seit er das Trikot des FC trägt, hat Eichner wieder einen Stammplatz inne. Sein Ziel, so sagt der gebürtige Sinsheimer, sei es, seine neuen Kameraden auf dem Weg zum Klassenerhalt zu unterstützen.

In der aktuellen Form befinden sich die Kölner auf einem guten Weg, dieses Ziel Wirklichkeit werden zu lassen. Noch ist der FC aber nicht am Ende und in der Rhein-Neckar-Arena wartet kein leichtes Spiel auf Köln. Zumal die Auswärtsbilanz zu Wünschen übrig lässt. Vier Spiele in Folge konnten die Geißböcke in der Ferne nicht mehr gewinnen (drei Niederlagen, ein Remis).

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