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24.01.2011

Nächster Gegner: Cottbus will ins Halbfinale

Das Stadion der Freundschaft gehört in Cottbus zu den Hauptattraktionen der Stadt. Genau dorthin führt die Reise von 1899 Hoffenheim im Viertelfinale des DFB-Pokals. Energie Cottbus steht in der zweiten Liga auf dem fünften Tabellenplatz, durch einen Sieg gegen Schlusslicht Arminia Bielefeld haben die Lausitzer wieder zum Relegationsplatz aufgeschlossen.

In der Liga läuft es. Im Pokal soll es so weitergehen und der Einzug ins Halbfinale perfekt gemacht werden. Das letzte Mal gelang dies in der Pokalsaison 1996/97 und endete beinahe mit dem Pokalsieg. Die Mannschaft stand damals im Finale in Berlin, unterlag dort aber dem VfB Stuttgart mit 0:2. Danach sucht man Cottbus vergeblich unter den letzten Acht des DFB-Pokals. Bis heute. „Wir sind in diesem Wettbewerb unter den besten acht Mannschaften Deutschlands. Das muss uns beflügeln und so viele Zuschauer wie möglich hinter dem Ofen vorlocken. Sehr viel bedeutenderes als ein Pokal-Halbfinale oder gar Endspiel gibt es im Fußball nicht. Eine WM natürlich, die Champions League oder die Deutsche Meisterschaft. Aber das ist nicht unsere Kragenweite. Aber im Pokal können wir in einem Spiel über uns hinaus wachsen", sagte Trainer Pele Wollitz.

In der ersten Runde meisterte Energie mit der TuS Heeslingen noch eine kleine Hürde, in der zweiten Runde und im Achtelfinale überzeugte die Wollitz-Elf gegen zwei Erstligisten. Zunächst wies der Zweitligist den SC Freiburg in die Schranken, im Achtelfinale setzte Cottbus den Pokalträumen des VfL Wolfsburg ein Ende. Alle Spiele wurden in der regulären Spielzeit gewonnen, den Nervenkitzel vom Elfmeterpunkt musste Energie noch nicht erleben. Unfreiwillig geübt hat die Mannschaft trotzdem. Am vergangenen Wochenende gegen Bielefeld. Beim 2:1-Erfolg bekamen die Cottbuser gleich drei Elfmeter zugesprochen. Die Bilanz: zwei Treffer und ein Fehlversuch.

Für einen Mann wird die Partie eine ganz besondere: Thorsten Kirschbaum. Nicht nur, weil er das FCE-Gehäuse hütet und bei einem möglichen Elfmeterschießen zum Helden avancieren könnte, sondern auch, weil Hoffenheim sein Ex-Verein ist. Viereinhalb Jahre verbrachte der 23-Jährige im Kraichgau. In Regionalligazeiten war Kirschbaum die Nummer eins in Hoffenheim. Eine Verletzung warf den Keeper aber zurück und er schaffte es nicht mehr als Stammtorwart zwischen die Pfosten. 2009 beendete Kirschbaum deshalb seine Zeit bei 1899. In dieser Saison hat der Torhüter alle 22 Pflichtspiele absolviert, ein klassischer „Torhüterbock" ist ihm noch nicht unterlaufen. Mit Nils Petersen und Emil Jula haben die Cottbuser ein nahezu perfektes Sturmduo in ihren Reihen. Zusammen erzielten die beiden Angreifer 19 der 38 Energietore diese Saison. Petersen führt mit 13 Treffern die Torschützenliste der zweiten Liga an. Die Schaltzentrale im Mittelfeld bilden Marc-André Kruska und Daniel Adlung. Beide überzeugen mit einer hervorragenden Passquote. Der drittbeste Torschütze der Cottbuser spielt in der Innenverteidigung. Uwe Hünemeier war bereits fünf Mal erfolgreich.

Was in der Liga für Cottbus in dieser Saison noch möglich ist, ist offen. Aber im Pokal können die Lausitzer in nur einem Spiel Großes schaffen. Und das sollte laut Trainer Wollitz beflügeln.

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