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ALLGEMEIN
24.05.2011

„Mädels vor, noch ein Tor!“: Lila Fußball-Party zum Finale

Mit Standing Ovations bedankten sich tausend junge Fußballerinnen aus der Metropolregion Rhein-Neckar am Sonntag bei Dietmar Hopp.

Mit Jubel, langem Applaus und vor allem einem großen Strahlen in ihren Gesichtern zeigten sie dem Stifter, dass ihr Dank von Herzen kommt. „Die Spielweise der Frauen gefällt mir fast besser als die der Männer", lobte Dietmar Hopp die Spieltaktik im Frauenfußball. Auf Einladung der Dietmar Hopp Stiftung feierten rund 1.800 kickende Mädels, Betreuer und ehrenamtliche Helfer gemeinsam den Abschluss der Aktion „Mädels vor, noch ein Tor!" Das „vierrädrige Sahnehäubchen" loste Schirmherrin Renate Lingor bei der großen Fußball-Party dem TSV Reichartshausen zu: Der Verein gewann das „Mädels vor"-Mobil. Ein Jahr lang waren Mitarbeiter der Stiftung mit diesem Auto durch die Metropolregion Rhein-Neckar gefahren, um nagelneue Trainings- und Spielausrüstung zu Mädchenfußball-Mannschaften aus 54 Vereinen zu bringen.

Das hatte etwas von einem riesigen Kindergeburtstag im Stadion: Mit lustigen Clownereien, vielen Süßigkeiten - und richtig großen Geschenken. Die meisten Vereine hatten ihre Mädchenfußball-„Schatzkisten" im Verlauf der letzten Monate bereits erhalten. Zehn Vereine aus dem Fußballkreis Mannheim waren beim Abschluss-Event am Sonntag an der Reihe. Und diese „Geschenke" wurden im Rahmen einer Fußball-Party übergeben, wie sie auch das Dietmar-Hopp-Stadion noch nicht oft erlebt hat.

Und dann war da natürlich noch der Star, den alle Fußball-Mädchen anhimmelten und von der alle ein Autogramm haben wollten: Renate Lingor, Ex-Nationalspielerin, zweifache Weltmeisterin, Botschafterin der Frauenfußball-Weltmeisterschaft 2011 - und Schirmherrin von „Mädels vor, noch ein Tor!" „Diese Schirmherrschaft habe ich sehr gerne übernommen", versicherte Renate Lingor: „Ich komme ja aus dieser Region und weiß, wie stark der Frauen- und Mädchenfußball hier ist. Und das ist zu einem ganz großen Teil Dietmar Hopp zu verdanken". Wohl wahr, dachten sich die Fußball-Fans auf den Rängen und sie zeigten es mit frenetischem Jubel und Applaus. Gespannt waren die jungen Fußball-Mädels natürlich darauf, wie das so ist, als Nationalspielerin: „Eine Olympische Medaille zu bekommen, das ist schon toll", erzählte Renate Lingor: „Aber die Weltmeisterschaft zu gewinnen, das lässt sich für Fußballer nicht toppen.

Lang anhaltender Applaus begleitete den Stifter der „Mädels vor, noch ein Tor!"-Schatzkisten Dietmar Hopp auf den grünen Rasen, bevor er zu den jungen Fußballerinnen, Ehrenamtlichen und Betreuern sprach: „Rechtzeitig vor der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen haben wir einen Beitrag dazu geleistet, dass Mädchenfußball einen weiteren Schritt aus dem Schatten des Männerfußballs treten kann." Zehn Jahre ist es her, dass Dietmar Hopp erstmals mit Frauenfußball in Berührung kam: „Damals habe ich hier in Hoffenheim mein erstes Länderspiel im Frauenfußball gesehen", erzählt der Stifter. „Was seitdem im Frauen- und Mädchenfußball passiert ist, das ist einfach phänomenal." Und der Fußball-Kenner Hopp fügt an: „Die Spieltaktik der Frauen erinnert mich ein wenig an den Männerfußball in den 60er-Jahren. Diese Spielweise gefällt mir fast besser, als das zum Teil sehr schnelle Pressing der Männer."

Hopp erläuterte den Grund für sein Engagement und schlug den Bogen von der Aktion „Mädels vor, noch ein Tor!" hin zum Verein „Anpfiff ins Leben", der von ihm wesentlich mit getragen wird. „Beim Fußball geht es nicht nur um den sportlichen Aspekt. Der Mannschaftssport - vor allem im Verein - fördert auch die soziale Kompetenz und hilft den jungen Menschen, sich in unserer Gesellschaft eine gute Zukunft aufzubauen. Genau so wichtig ist die Bildung, die wir durch meine Stiftung wie durch das Engagement von »Anpfiff ins Leben« fördern. Ich weiß, dass die Mädels das auch wissen und klug genug sind, mit viel Fleiß in der Schule sich alle Möglichkeiten offen halten." Der Nachwuchs im Frauenfußball habe sich insgesamt sehr positiv entwickelt. „Mich persönlich freut das sehr!"

„Mädchenfußball ist zwar stark im Kommen, vor allem jetzt vor der Frauenfußball-Weltmeisterschaft", erläuterte Katrin Tönshoff, Leiterin der Geschäftssstelle der Dietmar Hopp Stiftung im Gespräch mit Radio-Regenbogen-Moderator und Hoffenheim-Stadionsprecher Mike Diehl. „Aber bei der Ausstattung gibt es gegenüber dem Jungs-Fußball häufig noch ein Defizit. Das wollten wir ausgleichen und den Mädchenfußball gleichzeitig stärker ins Licht der Öffentlichkeit rücken." Das ist gelungen! Immer häufiger sieht man die Trikots in den fröhlichen „Mädels vor, noch ein Tor!"-Farben auf den Fußballplätzen der Metropolregion. Diese war beim Abschluss-Event selbstverständlich ebenfalls vertreten - unter anderem mit Dr. Eckart Würzner, dem Vorsitzenden der Sportregion Rhein-Neckar und Albrecht Hornbach, dem Vorsitzenden des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar. Weitere Gäste waren der Präsident des Badischen Sportbundes Heinz Janalik, Anton Nagl, „Motor" und Vorsitzender des Vereins „Anpfiff ins Leben" sowie Hoffenheim-Präsident Peter Hofmann.

Ronny Zimmermann, Präsident des Badischen Fußballverbandes, bedankte sich auch im Namen seiner Kollegen aus Hessen und Rheinland-Pfalz bei Dietmar Hopp für die Aktion „Mädels vor, noch ein Tor!": „Sie haben ein unglaublich großes Herz für den Sport und besonders für den Fußball. Ohne Sie und Ihr Engagement würde in Sinsheim keine Frauenfußball-Weltmeisterschaft stattfinden!"

Mehr Informationen über „Mädels vor, noch ein Tor!" erhalten Sie im Internet unter www.maedels-vor-noch-ein-tor.de.

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