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02.02.2011

Lauterns Suche nach dem Neustart

Es kann nur besser werden. Hinter dem 1. FC Kaiserslautern liegen bittere Tage. Erst kassierte der Aufsteiger beim FC Bayern München, gegen den Lautern in der Hinrunde noch dreifach gepunktet hatte, eine 1:5-Niederlage. Dann folgte das Pokalaus im Viertelfinale beim MSV Duisburg und zu guter Letzt ging auch noch das Derby gegen dem FSV Mainz 05 verloren.

Als wären die enttäuschenden Ergebnisse nicht genug, wurde dann auch noch der Wechsel von Torjäger Srdjan Lakic zum VfL Wolfsburg zur neuen Saison bekannt. Kaiserslautern befindet sich nun mittendrin im Abstiegskampf. Als Tabellen-13. mit 22 Punkten trennen die Pfälzer nur noch drei Punkte vom Relegationsplatz. Trotz der Negativserie konnte Trainer Marco Kurz der jüngsten Niederlage gegen Mainz etwas Positives abgewinnen: „In der ersten Halbzeit haben wir bis auf das Tor wenig Chancen zugelassen. Insgesamt ist der Auftritt positiv zu bewerten." Auf dem Betzenberg soll schleunigst ein Neustart angestrebt werden - ein Start wie ihn die Roten Teufel zu Beginn der Saison hatten. Mit zwei Siegen war die Mannschaft in die 1. Bundesliga gestartet: Dem Auftaktsieg beim 1. FC Köln folgte der Überraschungssieg gegen die Bayern (2:1). Nach sieben Spielen ohne Sieg erholte sich der FCK gegen Ende der Hinrunde noch einmal und sammelte wichtige Zähler, die den Abstieg verhindern sollen.

Das Team ist optimistisch

Noch immer ist Kaiserslautern bester Aufsteiger, St. Pauli liegt den Roten Teufeln punktgleich aber ganz dicht auf den Fersen. Lakic ist in Sachen Klassenerhalt dennoch zuversichtlich: „Gegen Mainz hat das Quäntchen Glück gefehlt, aber die zweite Halbzeit war in Ordnung. Ich werde für das große Ziel Klassenerhalt alles geben." Die kommenden Partien sind nicht die leichtesten. Nach dem Auswärtsspiel in Hoffenheim, das nach dem Erfolg auf Schalke mit viel Selbstbewusstsein auftreten wird, kommt am 22. Spieltag der Branchenprimus Borussia Dortmund ins Fritz-Walter-Stadion. „Wir wussten um die Schwere der Aufgabe, und das dies eine ganz harte Saison wird", sagte Kurz. Doch auch der Coach glaubt an die Realisierung des großen Ziels: „Ich bin überzeugt, dass wir unser Ziel erreichen werden."

Fans als zwölfter Mann

Ein großes Plus der Lauterer sind deren Fans, die ihren Teil zum gewünschten Erfolg alle zwei Wochen auf dem Betzenberg lautstark hören lassen. „Die Euphorie ist großartig und die unglaubliche Stimmung im Stadion ist für jeden Spieler etwas Besonderes und zusätzliche Motivation", sagt Kurz. Ein Blick auf die Mannschaft beweist, dass das Potenzial auf alle Fälle vorhanden ist. Torhüter Tobias Sippel ist ein sicherer Rückhalt, vor ihm halten Kapitän Martin Amedick und Rodnei die Defensive zusammen. Im Mittelfeld hat Kaiserslautern mit Christian Tiffert vor der Saison einen Routinier verpflichtet, der auch aufgrund seiner Allrounder-Qualitäten nicht mehr aus der Elf wegzudenken ist. Neben ihm gelten Oliver Kirch und Ivo Illicevic als wichtige Stützen. Letzterer fehlte dem FCK gegen Mainz allerdings verletzungsbedingt. Das Team war sich einig, dass dieser Ausfall schwer wiegte. In der Spitze stellt der schon erwähnte Lakic seine Gegenspieler Woche für Woche vor Probleme und steuerte bereits elf Treffer zu Lauterns Torekonto bei. Den richtigen Ansatz, um den Neustart in naher Zukunft zu finden, hat Tiffert: „Wir dürfen uns jetzt nicht verkriechen, es gibt auch andere Mannschaften, die im Moment nicht zufrieden sein können."

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