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25.01.2011

Langer Weg nach Cottbus, kurzer Weg über Cottbus

627 km liegen zwischen Zuzenhausen und Cottbus. So weit muss 1899 Hoffenheim reisen, um den Traum vom Halbfinale im DFB-Pokal Wirklichkeit werden zu lassen. Gegner ist Energie Cottbus. Aktuell steht die Mannschaft auf Platz fünf in der 2. Bundesliga, im DFB-Pokal begeisterte sie ihre Fans mit Siegen gegen den SC Freiburg und den VfL Wolfsburg.

Geht es nach Hoffenheim, soll der Pokaleuphorie in der Lausitz sofort ein Ende gesetzt werden. Denn selbst stand Hoffenheim in der eigenen Pokalgeschichte noch nie im Halbfinale. Dort soll es hingehen, denn der Weg nach Cottbus ist zwar lang, der Weg über Cottbus Richtung internationales Geschäft aber kurz. „Die Spieler sind heiß. Wir wollen gewinnen und die nächste Runde erreichen", sagte Marco Pezzaiuoli. Ein interessantes Spiel und einen heißen Pokalfight erwartet die Mannschaft. Angst vor dem kämpferisch starken Cottbuser Team hat aber niemand. „Sonst müssten wir nicht nach Cottbus fahren. Wir haben nur den nötigen Respekt", erklärte der Trainer.

Die Stärken der Lausitzer kennt Pezzaiuoli genau: „Sie haben mit Jiayi Shao und Daniel Adlung schnelle Flügelspieler und treten zu Hause ungeheuer selbstbewusst auf." Dennoch glaubt der Coach der Kraichgauer, dass sein Team siegreich aus dem Stadion der Freundschaft heimkehren wird: „Wenn wir nicht gewinnen wollten, bräuchten wir gar nicht erst hinfahren."

Doch Cottbus wird sich nicht kampflos geschlagen geben. Der Zweitligist läuft mit einem Sieg im Rücken auf und hat vielleicht den Vorteil, das kämpferische Element besser zu beherrschen. „Sie sind gewohnt, aggressiv zu spielen, denn das ist der Fußball in der 2. Liga", so Pezzaiuoli. Deshalb gilt es für Hoffenheim, dagegenzuhalten und vor allen Dingen die Zweikämpfe anzunehmen. Dann können auch die spielerischen Elemente der Kraichgauer mehr zur Geltung kommen und „wir mit unserer Klasse zeigen, dass wir besser sind als Cottbus", sagte Außenverteidiger Andreas Ibertsberger.

Bis auf Vedad Ibisevic, der aufgrund seiner Roten Karte in der zweiten Runde gegen den FC Ingolstadt auch im Viertelfinale noch gesperrt ist, sind alle Mann an Bord. Ein kleines Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Tobias Weis. Der 25-Jährige hatte im Spiel gegen FC St. Pauli einen Schlag auf den Fuß bekommen.

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