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02.12.2011

Keine Punkte für 1899 in der BayArena - 0:2-Niederlage in Leverkusen

Es war die 5. Auswärtsniederlage in Folge für die Mannschaft von Holger Stanislawski. Auch das Gastspiel in Leverkusen ging mit 0:2 verloren. Derdiyok erzielte bereits nach zehn Minuten die Führung, die Sam in der Schlussphase ausbaute.

Aufgrund der Suspendierungen von Chinedu Obasi und Roberto Firmino wurde auf Hoffenheimer Seite erneut rotiert. Gylfi Sigurdsson und Andreas Beck, der das vergangene Spiel wegen einer Gelbsperre verpasste, kehrten zurück in die Startelf. Beck nahm die gewohnte Position als Rechtsverteidiger ein, Fabian Johnson rückte ins Mittelfeld. Hoffenheim begann das Spiel in einer 4-1-4-1 Aufstellung mit Daniel Williams auf der Position im defensiven Mittelfeld und Ryan Babel als einzige Spitze.

Den ersten Anstoß hatten die Gastgeber, bei denen neben Eren Derdiyok Stefan Kießling als zweite Spitze agierte. Hoffenheim, heute in den weißen Auswärtstrikots, begann das Spiel verhalten und auch Leverkusen schien in erster Linie um Spielkontrolle bemüht. So entwickelte sich zunächst nicht das Feuerwerk unter Flutlicht, das sich die Zuschauer erhofft hatten. Eine erste Gelegenheit ergab sich nach sechs Minuten. Derdiyok schoss den Ball mit dem Außenrist aus guter Position, doch Tom Starke konnte den Ball ohne größere Probleme abwehren. Die Werkself steigerte sich und nur zwei Minuten später musste Jannik Vestergaard vor Lars Bender klären. In der zehnten Minute dann die Führung für die Hausherren. André Schürrle brachte einen Freistoß aus ca. 25 Metern auf den Kasten, Starke wehrte nach vorne ab, Derdiyok schaltete am schnellsten und köpfte den Abpraller ins Tor – ein denkbar ungünstiger Start für die Kraichgauelf, die bis in die 14. Minute auf den ersten Torschuss warten mussten. Sigurdsson zog aus der Distanz ab, verfehlte den Kasten von Leno jedoch um knapp einen Meter.

Schiedsrichter Wolfgang Stark musste das Spiel in der Anfangsphase häufig unterbrechen, kam bei den vielen Fouls auf beiden Seiten jedoch zunächst ohne Karten aus. Das dauerte bis in die 24. Minute, als Ryan Babel nach einem Foul an Daniel Schwaab verwarnt wurde. Bayer blieb dominant und spielte sich zumeist über Andre Schürrle auf der rechten Außenbahn in gute Gelegenheiten, kamen jedoch zum Glück für Hoffe selten zum Abschluss. Denen fehlte auf der anderen Seite die Präzision beim letzten Pass. Als der in der 33. Minute endlich mal beim Mitspieler landete, verfehlte der angespielte Babel aus knapp fünf Metern und säbelte den Ball im Fallen übers Tor. Für Hoffe dennoch das Signal, das man hier nicht chancenlos war. Das bewies auch Mlapa, der von Compper auf der linken Außenbahn bedient wurde und Schwaab mit schönem Dribbling stehen ließ. Seinen flachen Pass in die Mitte begrub Bernd Leno unter sich. Die beiden Gelegenheiten und eine weitere über Sigurdsson und Mlapa markierten die Leistungssteigerung der Hoffenheimer bis zum Pausenpfiff und machten den mitgereisten Fans Hoffnung auf Besserung im zweiten Durchgang.

Mit demselben Personal ging es nach der Pause weiter. Hoffe bemühte sich, mehr Tempo in den Spielaufbau zu bringen. Gleichzeitig schickte Trainer Holger Stanislawski die komplette Ersatzbank zum Warmmachen an die Torauslinie. Sieben Minuten nach Wiederanpfiff sah Gonzalo Castro nach Foul an Salihovic die gelbe Karte. Hoffe blieb druckvoll und Bayer konnte sich bei Manuel Friedrich bedanken, der nach Pass von Salihovic Babel den Ball in letzter Sekunde vom Fuß grätschte (54.). Auf der anderen Seite setzte sich Schürrle mit viel Willen und noch mehr Glück gegen die Innenverteidigung durch, zog ab und scheiterte an der Fußabwehr von Starke.

Eine knappe halbe Stunde war noch zu spielen, als Stani den ersten Wechsel vollzog. Johnson, heute bemüht aber glücklos, ging aus dem Spiel. Für ihn kam Knowledge Musona. In der 66. Minute schaltete sich Marvin Compper zum wiederholten Male in die Offensive ein und wurde vom Torschützen Derdiyok unsanft gestoppt. Die Konsequenz: Gelb für Derdiyok, der sich im direkten Anschluss verabschiedete und von Simon Rolfes ersetzt wurde. Es brachen die letzten 20 Minuten an. Leverkusen zog sich in die eigene Hälfte zurück und lauerte auf Konter. Für die Schlussphase wechselten beide Teams. Ibisevic kam für Mlapa, der sich laufstark und arbeitswillig präsentiert hatte. Auf der anderen Seite beendete Dutt den Arbeitstag von Ballack und brachte Stefan Reinartz.

Hoffenheim versuchte auch in der Schlussviertelstunde an dem Ergebnis etwas zu ändern. Leverkusen lauerte aus einer kompakten Defensive heraus auf den finalen Konter. Dieser kam in der 79. Minute. Ein langer Abschlag von Leno wurde zur Vorlage für Kießling, der legte per Kopf ab auf Sam. Starke versuchte noch zu retten, was nicht mehr zu retten war und wurde vom Leverkusener überlupft - die endgültige Entscheidung.

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