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31.03.2011

Ibisevics Lieblingsgegner HSV zu Gast in Sinsheim

99 Bundesligaspiele, 43 Tore; zuletzt hat er seinen Torinstinkt mit zwei Treffern innerhalb kürzester Zeit wieder entdeckt. Die Rede ist von Vedad Ibisevic. Im "Topspiel am Samstag" des 28. Spieltags gegen den Hamburger SV feiert der Goalgetter von 1899 Hoffenheim mit seinem 100. Bundesligaeinsatz ein kleines Jubiläum.

Gegen den HSV war Ibisevic bereits in der vergangenen Saison erfolgreich. Beim 5:1-Erfolg in der Rhein-Neckar-Arena traf der 26-Jährige zwei Mal ins Schwarze und auch beim 3:0-Sieg in der Saison 2008/09 jubelte „Vedo" über einen Treffer. „Er hat jetzt mit Bosnien und gegen Dortmund zwei Tore in kürzester Zeit gemacht. Sein Torriecher ist zurück", bestätigt sein Coach Marco Pezzaiuoli. Nicht nur Ibisevic‘ Bilanz ist gegen die Hamburger und in der eigenen Arena ohne Fehl und Tadel. Zwei Siege in zwei Spielen und ein Torverhältnis von 8:1 Toren sprechen für sich. Dennoch merkt Pezzaiuoli an: „Wir haben noch etwas gutzumachen. Das Hinspiel haben wir mit 1:2 verloren." Damals war Pezzaiuoli noch Co-Trainer, genauso wie sein Gegenüber Michael Oenning. Der neue Chefcoach des HSV erlebte einen perfekten Einstand. Der 1. FC Köln wurde mit 6:2 aus der Hamburger Imtech-Arena gefegt - Balsam auf die HSV-Seelen, die eine Woche zuvor eine bittere 0:6-Niederlage in München kassiert hatten.

Pezzaiuoli erwartet motivierten Gegner

Oenning hat seiner Mannschaft scheinbar neues Leben eingehaucht. Die Umstellung auf vier Offensivkräfte funktionierte bestens. „Der HSV hat nach dem Trainerwechsel ein sehr gutes Spiel gemacht. Sie haben sechs Tore geschossen und werden mit ihrer neuen Grundordnung sehr motiviert bei uns auftreten", vermutet Pezzaiuoli. Angreifer Ibisevic fügt hinzu: „Die Hamburger werden mit großem Selbstbewusstsein zu uns reisen."
Auch Oenning findet lobende Worte für 1899: „Hoffenheim verkauft sich zur Zeit unter Wert. Sie haben eine sehr gute Mannschaft." - und sehr junge Mannschaft. Im Vergleich zu den „Rothosen" war der Altersdurchschnitt der Startaufstellung der Hoffenheimer am vergangenen Spieltag um vier Jahre jünger. Hoffenheim baut auf die Jugend, der HSV auf Routine. „Hamburg ist routiniert und hat individuell eine hohe Klasse, wenn man ihnen genug Raum gibt. Das wollen wir natürlich verhindern und müssen kompakt stehen", erklärt Pezzaiuoli. Da die Mannschaft in den letzten Tagen aber sehr konzentriert gearbeitet hat und auch die Nationalspieler unverletzt von ihren Länderspielen zurückgekehrt sind, ist der Trainer optimistisch für das anstehende Spiel.

Großer Kader, nur Jaissle fehlt

„Unsere U21-Nationalspieler sowie Isaac Vorsah, Vedad Ibisevic, Gylfi Sigurdsson und David Alaba haben in ihren jeweiligen Nationalmannschaften gute Leistungen gezeigt. Natürlich müssen wir abwarten wie sie die Länderspiele verkraftet haben", sagt der Trainer. Bis auf Matthias Jaissle hat Pezzaiuoli keine Verletzten zu beklagen. Tobias Weis trainiert wieder mit der Mannschaft und könnte eine Option für den 18-köpfigen Kader gegen Hamburg sein. Erfreulich ist auch, dass Chinedu Obasi und Manuel Gulde wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvieren kann. Beide müssen sich die Partie aber weiterhin von der Tribüne aus anschauen.

Daten und Fakten

Der Bundesliga-Dino ist in Sinsheim ein gern gesehener Gegner: Neben Fortuna Düsseldorf ist Hoffenheim das einzige Team, bei dem die „Rothosen" noch keinen Punkt holten. Hamburg tut sich auf fremden Plätzen schwer. Die Elbstädter konnten nur eines der vergangenen vier Auswärtsspiele gewinnen. Bester Torschütze bei den Hamburgern ist Mladen Petric. Der Kroate erzielte sieben der letzten 15 HSV-Treffer.

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