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30.03.2011

HSV: Wellenfahrt nach Europa?

Die Saison des Hamburger SV ist ein einziges Auf und Ab und für die Fans ein Wechselbad der Gefühle. Vor allen Dingen in der Rückrunde durchlebt der Verein aufregende Wochen. Als Anhänger des Bundesliga-Dinos muss man von Woche zu Woche rätseln, was die Form der Mannschaft betrifft: An Konstanz fehlt es dem Spiel des HSV jedenfalls.

Um das zu beweisen, reicht ein Blick auf die Ergebnisse der Rückrunde. Diese begann mit zwei Siegen gegen den FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt, denen zwei Niederlagen beim 1. FC Nürnberg und im Stadtderby gegen den FC St. Pauli folgten. Doch erst dann kam die Berg- und Talfahrt richtig in Schwung: 4:0 gegen Werder Bremen, 2:4 gegen Mainz 05, 0:6 beim FC Bayern München, 6:2 gegen den 1. FC Köln und zwischendurch ein 1:1 in Kaiserslautern. Doch nicht nur auf dem Platz war die Bewegung in den letzten Wochen deutlich spürbar. Neben dem Feld vollzog sich der Trainerwechsel beim HSV früher als geplant. Armin Veh sollte den Verein zum Saisonende verlassen, nach dem 0:6 bei den Bayern entschied sich die Klubführung Veh vorzeitig zu verabschieden.

Umstellung auf Offensive

Nachfolger Vehs ist der bisherige Co-Trainer Michael Oenning. „Er kennt die Mannschaft gut, konnte beim 1. FC Nürnberg bereits Erfahrung als Cheftrainer sammeln und besitzt das Format, Trainer des HSV zu sein", erklärte Sportdirektor Bastian Reinhardt. Der Einstieg des 45-Jährigen verlief optimal. Gegen den 1. FC Köln drehten die Hamburger den Spieß um und erzielten selbst sechs Tore. Am Ende jubelte die Mannschaft über einen 6:2-Erfolg. Mehr Tore in einem Spiel haben die Hanseaten in dieser Saison noch nicht erzielt. Der Grund dafür scheint schnell gefunden: Im Gegensatz zu Veh setzte Oenning gegen Köln deutlich mehr Offensivkräfte ein. Mit Ruud van Nistelrooy, Mladen Petric, Eljero Elia und Änis Ben-Hatira standen gleich vier nominelle Angreifer in der Startelf. Petric traf in diesem Spiel übrigens drei Mal, Ben-Hatira ein Mal. Über seinen Erfolg zum Auftakt freute sich Oenning, sah den Sieg jedoch auch nur als ersten Schritt.

Das Ziel bleibt Europa

Als ersten Schritt Richtung Europa, dem weitere Schritte in den verbleibenden sieben Ligaspielen folgen sollen, um das Saisonziel noch zu erreichen. Dieses lautet immer noch europäischer Wettbewerb. Wenn der HSV es schafft, seine Berg- und Talfahrt zu beenden und Konstanz in seine Leistungen zu bringen, scheint dies durchaus möglich. Vom fünften Platz trennen die Hamburger vor dem 28. Spieltag und der Partie bei 1899 Hoffenheim vier Punkte. Die Mannschaft glaubt an sich. Allen voran „Oldie" Zé Roberto: „Wir träumen weiter von Europa. Wir haben noch sieben Spiele, vier davon zu Hause in unserem eigenen Stadion."

Eines der drei Auswärtsspiele führt die Hamburger in die Rhein-Neckar-Arena. Bei 1899 Hoffenheim mussten die „Rothosen" bislang zwei Mal antreten. Beide Male gingen sie als Verlierer vom Platz. Dennoch ist die Bilanz zwischen dem Tabellensiebten und - neunten der Liga ausgeglichen. Neben den beiden Siegen für Hoffenheim, trennten sich die Teams ein Mal unentschieden und zwei Mal entschied der HSV eine Partie für sich.

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