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31.07.2011

Hoffenheim steht in Runde zwei des DFB-Pokals

1899 Hoffenheim steht in der 2. Runde des DFB-Pokals. Am Sonntagnachmittag besiegte die Mannschaft von Holger Stanislawski den TSV Germania Windeck im Sportpark am Höhenberg in Köln nach einem 0:1-Pausenrückstand knapp mit 3:1 nach Verlängerung. Fabian Johnson und Ryan Babel sorgten für die späten Treffer in der der Verlängerung.

Der Pokal hat seine eigenen Gesetze - Wolfsburg, Bremen, Leverkusen und auch Freiburg sind in diesem Jahr bereits von unterklassigen Gegnern aus dem Wettbewerb befördert worden. Warnung genug für 1899 Hoffenheim den Sechstligisten nicht auf die leichte Schulter zu nehmen.

Buchholz schießt Underdog in Führung

Gut 500 mitgereiste Hoffenheim Fans sorgten für Heimspielatmosphäre und sahen ihre Elf von Beginn druckvoll auftreten. 1899 Hoffenheim, die ohne Ibisevic, Sigurdsson, Ibertsberger, Jaissle, Vukcevic und Gulde nach Köln angereist waren, kontrollierten Ball und Gegner und kamen durch Roberto Firmino und Ryan Babel zu ersten Gelegenheiten - der Brasilianer per Distanzschuss und der Holländer per Flanke, die ein Windecker Abwehrspieler an den eigenen Außenpfosten köpfte. Die Germania ihrerseits bemühte sich durch lange Bälle in die Nähe von Tom Starkes Sechzehner zu kommen. Torchancen blieben in der ersten Viertelstunde Mangelware. Hoffenheim spielte sich in der gegnerischen Hälfte fest während Windeck sich zunehmend vorm eigenen Sechzehner einigelte. Firmino blieb auffällig, hatte aus 18 Meter einen ordentlichen Versuch und setzte wenige Minuten später einen Kopfball nur Zentimeter über die Latte. In der Folge schlichen sich jedoch zunehmend Unkonzentriertheiten ins Hoffenheimer Spiel ein. Windeck legte den Respekt ab, suchte gelegentlich den Weg nach vorne und kam in der 36. Minute zu einer dankbaren Ecke, die im ersten Anlauf geklärt werden konnte. Die zweite Ecke kam auf den kurzen Pfosten, wo Florian Buchholz völlig frei stand und verwandelte: 1:0 für den Außenseiter. Hoffe hatte im direkten Gegenzug gleich zwei Chancen zum Ausgleich, Schiedsrichter Bastian Dankert verwehrte jedoch einen klaren Hand- und einen weniger deutlichen Foulelfmeter. Ryan Babel beschwerte sich über die ausbleibenden Pfiffe und erhielt dafür die gelbe Karte. Das Bild blieb auch in der Folge dasselbe. Hoffe machte das Spiel und Windeck konterte. Der Ivorer Kamara hatte kurz vor dem Pausenpfiff noch die Chance auf 2:0 zu erhöhen, doch sein Schuss strich knapp am langen Pfosten vorbei. Mit dem 1:0 ging es in die Kabinen.

Salihovic gleicht aus


Stanislawski reagierte und brachte Chinedu Obasi für Mlapa. Hoffenheim machte weiter Druck und beim vierten Foul, diesmal an Schipplock, hatte Schiri Dankert ein Einsehen und gab den fälligen Strafstoß. Dieser wurde von Salhivoic sicher ins rechte Eck verwandelt. Ausgleich! Auf dem konnten und wollten sich die Kraichgauer aber nicht ausruhen. Wieder Salhovic verfehlte per Freistoß um einen halben Meter das Gehäuse (52.), Firminos Schuss fünf Minuten später konnte der Windecker Keeper gerade so über die Latte lenken. Wieder zwei Minuten später scheiterte Schipplock beim Nachschuss am Bein eines Windecker Abwehrspielers. Die nächste gute Chance ergab sich für Obasi, dessen Schuss ebenfalls pariert wurde (68.). Ein erneuter Wechsel sollte frischen Wind in die Offensive bringen. Prince Tagoe kam für Schipplock. Viele Fouls auf beiden Seiten sorgten für eine schleppende Schlussphase. Nach einer Grätsche erhielt der Kapitän der Windecker, Markus Voicke, die gelbe Karte (72.). Wenig später kam Bogdanow gegen Beck zu spät und sah ebenfalls Gelb (77.). Hoffenheim fiel in den letzten Minuten wenig ein. Nahezu 80 Prozent Ballbesitz erspielte man sich ohne dabei zwingend in den Strafraum der Gastgeber zu gelangen. Den besten Angriff des Spiels hattne sich die Kraichgauer für die Nachspielzeit aufgehoben. Firmino im Doppelpass mit Babel und dem Querpass auf Tagoe, der den Ball nur noch einzuschieben brauchte, doch Defensivmann Reed klärte mit dem langen Abwehrbein in letzter Sekunde.

Johnson sorgt für Vorentscheidung

Auch in der Verlängerung änderte sich das Bild auf dem Rasen nicht. 1899 rannte unentwegt an, auf der Suche nach dem vorentscheidenden Treffer. Dieser kam dann auch in der 98. Minute. Der eingewechselte Fabian Johnson spazierte ohne Geleitschutz durchs Mittelfeld und passte auf Obasi, der Johnson im Strafraum bediente und dieser sicher einschob (98.). Die Moral der tapfer kämpfenden Windecker war gebrochen. Hoffenheim verwaltete sicher das Ergebnis und hielt den Ball in den eigenen Reihen. Babel erhöhte sogar noch in der 116. Minute mit einem schönen Freistoßtreffer aus 25 Metern auf 3:1. Ein am Ende verdienter aber hart erkämpfter Erfolg für die Mannschaft von Holger Stanislawski.

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