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05.02.2011

Hoffenheim erkämpft sich den Sieg - 3:2 trotz Unterzahl

Im ersten Aufeinandertreffen von 1899 Hoffenheim und dem 1. FC Kaiserslautern in der Rhein-Neckar-Arena erkämpften sich die Kraichgauer trotz Unterzahl in den letzten zwölf Minuten einen 3:2-Sieg. Damit ist der erste Heimsieg seit Oktober 2010 gelungen. Eine zwar nicht hochwertige, aber kämpferisch intensive und für die Zuschauer attraktive Partie endete mit 3:2.

Marco Pezzaiuoli nahm im Vergleich zum Auswärtsspiel beim FC Schalke 04 eine Veränderung in der Startelf vor. Für den grippegeschwächten Boris Vukcevic lief von Beginn an Gylfi Sigurdsson auf. Gäste-Coach Marco Kurz musste auf seinen Abwehrchef Martin Amedick verzichten. Ersetzt wurde dieser von Mathias Abel. Das Spiel unter der Leitung von Schiedsrichter Peter Sippel begann mit einem Anstoß für den FCK.
Bereits nach einer Minute musste dieser das erste Mal die Pfeife nutzen. Vedad Ibisevic wurde parallel zum Strafraum und ca. einen Meter davor zu Fall gebracht. Den fälligen Freistoß schoss Sigurdsson jedoch in die Mauer und den resultierenden Nachschuss in die Wolken. Nach zehn Minuten kam es zur ersten guten Gelegenheit der Gäste. Infolge eines Freistoßes köpfte der aufgerückte Innenverteidiger Rodnei den Ball in die kurze Ecke. Tom Starke aber zeigte sich auf dem Posten und klärte den Ball zur Ecke. Hoffenheim bemühte sich, durch Kombinationen vor den gegnerischen Kasten zu gelangen. Der FCK wiederum bewies die eigene Gefährlichkeit durch blitzschnelles Umschalten, das in der 14. Minute zur nächsten, erneut ungenutzten Chance führte. Zwei Minuten später wieder 1899. Salihovic schoss einen ruhenden Ball direkt in die Tormitte, doch Tobias Sippel faustete den Ball über die Latte.

Die Partie nahm in der folgenden Phase an Härte zu und Florian Dick sah nach Foulspiel an Salihovic in der 23. Minute die gelbe Karte. Vier Minuten später rückte Kaiserslautern auf. Die Folge: Ein Konter von 1899 im eigenen Stadion. Sebastian Rudy eröffnete diesen mit genialem Querpass auf den durchstartenden Salihovic. Der zog ab, Sippel konnte den Ball ablenken, doch Sigurdsson stand bereit und schob ein. 1:0 für Hoffe!
Sowohl Hektik als auch Tempo des Spiels nahmen zu. Beide Sturmreihen setzten die die gegnerische Viererkette unter Druck, wodurch etliche Ballverluste auf beiden Seiten bereits im Spielaufbau entstanden. In der 40. Minute musste Sippel erneut pfeifen. Salihovic tippte den Ball an, Rudy nahm ihn mit und spielte eine Flanke auf den langen Pfosten. Dort lauerte Ibisevic, der den Ball aber nicht mehr erreichte. Musste er auch nicht. Rudys Ball senkte sich und fiel ins Tor - 2:0! Mit dem aus Kraichgauer Sicht erfreulichen Zwischenstand gingen die Mannschaften in die Pause.

Pezzaiuoli schickte sein Team unverändert in den zweiten Durchgang. Hoffenheim entwickelte vom Anstoß aus Druck und bereits in der 46. Minute kam erneut Sigurdsson zu einer guten Schusschance, die Sippel jedoch mit höchster Anstrengung zum Eckball klärte. Hoffenheim dominierte die Partie in zunehmenden Maße und der zur Halbzeit noch schmeichelhafte zwei Tore Vorsprung war mittlerweile verdient.
Kaiserslautern brauchte zehn Minuten, um wieder in die Partie zu finden. Ein Fehlpass von Salihovic leitete einen Angriff der Gäste ein. Am Ende dessen stand der mittlerweile eingewechselte Erwin Hoffer. Dieser hatte bereits im Hinspiel beide Treffer für den FCK erzielt. Den Abstauber nach Parade von Starke verwandelte er zum Anschlusstreffer. Das war die 58. Minute. Keine Minute später führte ein Freistoß zum Ausgleich. Rodnei war mit aufgerückt und traf per Kopf. Ausgleich für den FCK.

Während die Ränge noch geschockt wirkten, machten die Elf auf dem Platz schon weiter. Wieder zwei Minuten später sieht Salihovic Ibisevic starten, bedient ihn mustergültig. Der Bosnier lässt sich die Chance nicht nehmen und bringt 1899 erneut in Führung. Jetzt gestaltete sich die Partie als offener Schlagabtausch. In der 73. Minute war Schluss für den Torschützen Ibisevic und Edson Braafheid kam zu seinem Debüt für 1899 Hoffenheim. Der Holländer ordnete sich auf dem linken Flügel ein. Das Spiel blieb hektisch und der gerade eingewechselte Braafheid stand auch gleich im Mittelpunkt des Geschehens. Nach einem rüden Zweikampf in der 79. Minute mit Christian Tiffert scheint Braafheid nachzutreten. Die Folge: Rot für ihn und Gelb für Tiffert. Hoffenheim also die verbleibenden zehn Minuten in Unterzahl. In der 83. Minute brachte Pezzaiuoli Vukcevic für Sigurdsson, Kurz brachte Adam Nemec für Thanos Petsos. Der FCK warf alles nach vorne, Hoffenheim beschränkte sich aufs Kontern. Die letzten fünf Minuten brachen an, doch Hoffe hielt dagegen und brachte die Führung über die Zeit. Endlich wieder ein Heimsieg!

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