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23.04.2011

Hoffenheim bleibt gegen Leverkusen sieglos

1899 Hoffenheim verliert bei Bayer 04 Leverkusen mit 1:2 und Borussia Dortmund muss noch ein Weilchen auf die Meisterschaft warten. Am 31. Spieltag gab Hoffenheim das Spiel gegen gewohnt spielsichere Rheinländer nach einer 1:0-Führung noch aus der Hand. Für Bayer drehten Michal Kadlec und Arturo Vidal das Spiel.

Auswärtsspiele bei Bayer Leverkusen vermochte man in der Vergangenheit schnell wieder aus dem Gedächtnis zu streichen. 2:5 und 0:1 hieß es am Ende. Die Bilanz in der Rhein-Neckar-Arena liest sich nur unweit positiver. Zwei Niederlagen und ein Remis stehen für 1899 zu Buche. Gylfi Sigurdsson sorgte mit seinem Elfmetertor in der Nachspielzeit des Hinspiels für den ersten Punktgewinn gegen die Werkself in der noch jungen Bundesliga-Geschichte der Kraichgauer.

Der Isländer bekam am Samstag wieder seine Chance von Beginn an, nachdem er zuletzt nur als Edeljoker zum Einsatz gekommen war. Für ihn verbannte Cheftrainer Marco Pezzaiuoli Vedad Ibisevic auf die Bank. Roberto Firmino, Torschütze des Goldenen Treffers gegen Frankfurt, stand ebenfalls in der Startelf. Andreas Beck kehrte nach abgesessener Gelbsperre zurück auf seine angestammte Position rechts in der Viererkette. Insgesamt trat ein 16-köpfiger Rumpfkader den Weg ins Rheinland an. Andreas Ibertsberger, Chinedu Obasi, Tobias Weis, Sejad Salihovic, Boris Vukcevic, Josip Simunic und Manuel Gulde standen Pezzaiuoli nicht zur Verfügung.

Sigurdsson trifft Tor und Pfosten

Kompakt stehen und schnell umschalten - so lautete die Devise von Cheftrainer Marco Pezziauoli, die er seinen Schützlingen vor der Partie mit an die Hand gab. Denn die Leverkusener offenbarten zuletzt beim Umschalten in die Defensive Schwächen. Bayer 04 kontrollierte von Beginn an das Geschehen, Hoffenheim stand tief und konterte. In der dritten Minute prüfte Mlapa nach schönem Zuspiel Babels Bayer-Schlussmann Rene Adler, Alaba zielte nach 18 Minuten mit einem Freistoß etwas zu hoch. Die Heynckes-Elf wirkte nicht so selbstbewusst wie in den Wochen zuvor. Die 1:5-Schlappe bei Bayern München am vergangenen Wochenende wirkte nach. Erst nach 20 Minuten schaffte es die Werkself mit einem langen Ball von Schwaab auf Ballack, die erste gute Möglichkeit herauszuspielen. Damit war es mit der Bayer-Herrlichkeit auch schon wieder vorbei, die Zuschauer wurden langsam ungeduldig. In der 28. Minute hallten sogar die ersten Pfiffe durch die Bay-Arena nachdem Gylfi Sigurdsson sich gekonnt gegen zwei Gegenspieler durchsetzte und den Ball an Adler vorbei im langen Eck versenkte - das achte Saisontor des Isländers.

Auf der Gegenseite hatte Kießling die Chance zum Ausgleich. Schön in Szene gesetzt von Sam scheiterte der Nationalspieler an Starke. Hoffenheim ruhte sich keineswegs auf der Führung aus und hielt an der Kontertaktik fest. Ein feiner Pass von Rudy brachte Sigurdsson in Schussposition, der fackelte auch nicht lange und setzte das Leder an den Pfosten (37.). Wenn nach vorne nichts läuft, dann müssen Standardsituation her. Eine Ecke von Vidal auf den Kopf des völlig alleingelassenen Kadlec brachte dem Tabellenzweiten den zu diesem Zeitpunkt überraschenden Ausgleich (40.).

Bayers schnelle Antwort

Heynckes verstärkte zur zweiten Halbzeit die Offensive und brachte Eren Derdiyok für Kapitän Simon Rolfes. Und Leverkusen machte genau dort weiter, wo es nach den ersten 45 Minuten aufgehört hatte: mit viel Zug zum Tor. Kießling verpasste in der 50. Minute nur knapp eine Hereingabe von der rechten Seite. Doch nur eine Minute später wurde die Offensive belohnt. Vorsah konnte nicht entscheidend genug klären, Arturo Vidal nutzte die Situation eiskalt aus und knallte den Ball zum 2:1 in die Maschen. Gegen den Wirbel der Hausherren konnte sich Hoffenheim nur bedingt wehren. Vor das Tor kamen sie meistens mit Standards. Edson Braafheid setzte einen Freistoß in der 56. Minute weit übers Tor.

Nach dem frühen Treffer und den ersten Offensivwellen ruhten sich die Leverkusener aus, Hoffenheim gestaltete die Partie wieder etwas ausgeglichener, geizte aber mit Torchancen, auch weil Bayers Viererkette sicher stand. Auf der anderen Seite hatten die Gastgeber immer wieder Chancen, zumeist kamen sie über die Flügel und forderten Hoffenheims Defensivabteilung. Die Vorentscheidung verhinderte in der 68. Minute Starke. Augusto und Kießling machten alles richtig, als Bayers Zehner Kießling in der Mitte anspielte, aber Starke lenkte den Torschuss gerade noch um den Pfosten. Hoffenheim näherte sich dem Tor von René Adler weiter nur mit Standardsituationen an. Großartige Torgefahr strahlten diese aber nicht aus. Auf der anderen Seite hatte Kießling per Kopfball noch eine Möglichkeit, für seine Mannschaft zu erhöhen. Am Ende blieb es beim verdienten Sieg für Bayer, die damit den zweiten Platz festigen.
Hoffenheim schaffte es auch im sechsen Anlauf nicht, in der Bundesliga gegen Leverkusen als Sieger vom Platz zu gehen, zeigte über weite Strecken des Spiels aber eine ordentliche Leistung gegen spielstarke Rheinländer.

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