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04.08.2011

Gegen Hannover: „Attraktiv und effizient spielen“

Die 49. Bundesliga-Saison steht in den Startlöchern. Der Deutsche Meister Borussia Dortmund eröffnet am Freitagabend gegen den Bundesliga-Dino Hamburger SV. Für 1899 Hoffenheim beginnt am Samstag bei Hannover 96 (15.30 Uhr in der AWD-Arena) die vierte Bundesliga-Spielzeit der Vereinsgeschichte.

„Gefestigt, eingespielt und konterstark“ erwartet Cheftrainer Holger Stanislawski die Niedersachsen, wenn es für den gebürtigen Hamburger erstmals als Verantwortlicher der Kraichgauer um Bundesliga-Punkte geht. Dennoch spürte man bei der Pressekonferenz keinerlei Anspannung - gelöst und voller Vorfreude auf den Start erlebte man „Stani“ am Donnerstagnachmittag. „Die Freude ist riesen groß“, gab er zu. „Es wird Zeit, wieder in den geregelten Spielbetrieb einzusteigen und sich mit den anderen Teams zu messen.“

Noch nicht bei 100 Prozent

Wobei der Trainer sogleich betont, dass man „weder Deutscher Meister ist, wenn man die ersten drei Spiele gewinnt, noch absteigt wenn man diese verliert“. Die Saison gehe über 34 Spieltage, für die ein langer Atem gefragt ist. Ein Ergebnisdenken zu Saisonbeginn ist unerwünscht. Effizienz steht für ihn im Vordergrund, wohl wissend, dass seine Mannschaft noch nicht bei 100 Prozent ist. Das sei jedoch auch bei anderen Vereinen noch nicht der Fall, so „Stani“.

96 in der Favoritenrolle

Sowohl Trainer Stanislawski als auch der alte und neue Kapitän Andreas Beck sehen den Gastgeber und Tabellen-Vierten der Vorsaison in der Favoritenrolle. Man selbst müsse „das Spiel nicht machen“ und könne zwar „als Außenseiter, aber mit breiter Brust“ nach Hannover fahren. Ein deutlicher Wandel zu vergangenen Tagen, in denen stets Spielgestaltung und Pressing gefordert wurden. Jetzt habe man „mehr Variabilität im eigenen Spiel“, so Beck. Denn bei allem Respekt vor den Hannoveranern, möchte man es den Gastgebern auch nicht zu einfach machen und ihnen kein Fußballfest ermöglichen.

Wenig Fluktuation

Beide Mannschaften haben den Kader über die Sommerpause nur unwesentlich verändert. Während sich Hoffenheim mit Sven Schipplock, Fabian Johnson, Knowledge Musona und Nachwuchstorhüter Koen Casteels verstärkte, heißt die namhafteste Neuverpflichtung der Niedersachsen Artur Sobiech vom polnischen Traditionsklub Polonia Warschau. Der Pole soll dem Angriff für die anstehende Dreifachbelastung die nötige Breite verleihen. Zudem wechselten Christian Pander ablösefrei vom FC Schalke 04 sowie der Norweger Henning Hauger von Stabaek IF. Abgänge wichtiger Leistungsträger musste Slomka nicht verkraften.

Auch noch Weis außer Gefecht

Als wäre die Liste der Verletzten nicht ohnehin schon lange genug, gesellte sich am Donnerstag auch noch Tobias Weis hinzu. Dem Mittelfeldspieler droht eine mehrwöchige Pause aufgrund einer Verletzung am Außenmeniskus. Mit Vedad Ibisevic (Muskelbündelriss), Andreas Ibertsberger (Knie), Matthias Jaissle (Achillessehne), Gylfi Sigurdsson (Knie), Boris Vukcevic (Aufbautraining nach Schienbein-OP) und Manuel Gulde (Schambein) fehlen Stanislawski zudem wichtige Spieler. „Wir werden mit 18 Mann nach Hannover fahren“, schmunzelt Stanislawski. Was die Aufstellung betrifft, lässt sich der Trainer allerdings nicht in die Karten schauen. Während der endgültige Kader am Freitag bekannt gegeben wird, erfahren die Spieler die Aufstellung erst kurz vor Spielbeginn. Sicher ist jedoch, dass Neuzugang Knowledge Musona, der am Freitag zum ersten Mal mit der Mannschaft trainieren wird, nicht im Kader stehen wird. Ihm will man die nötige Zeit geben, um die Reisestrapazen hinter sich zu lassen und in die Mannschaft hineinzufinden.

Daten und Fakten

„Mit einem guten Gefühl“ fährt man nach Hannover gegen die man auf eine positive Bilanz zurückblicken kann. Erst einmal verlor man gegen die Niedersachsen, dem gegenüber stehen vier Siege und ein Remis. Weitere Punkte sollen am Samstag hinzu kommen, wenn der Ball endlich wieder rollt in der Fußball-Bundesliga.

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