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FRAUEN
29.08.2011

Frauen starten mit Remis

Die Frauen von 1899 Hoffenheim starten mit einem torlosen Unentschieden in die neue Saison. Trotz Überlegenheit über weite Strecken in einem kampfbetonten Spiel war beim 1. FFC 08 Niederkirchen nicht mehr als ein Punkt drin. Niederkirchen überzeugte durch seine kämpferische Leistung, Hoffenheim verpasste es, eine seiner guten Möglichkeiten zum Sieg zu nutzen.

„Gegen Niederkirchen haben wir uns schon immer schwer getan“, hatte Leonie Pankratz noch vor der Partie gesagt. Sie sollte damit Recht behalten. Bereits nach den ersten Minuten wurde deutlich, dass das Spiel über den Kampf entschieden werden sollte. Viele kleine Zweikämpfe im Mittelfeld unterbrachen den Spielfluss und ließen Torchancen zur Mangelware werden. Christine Schneider hatte mit zwei ordentlichen Distanzschüssen die ersten Möglichkeiten für Hoffenheim. Während die Gäste versuchten, den Gegner spielerisch zu überwinden, agierte Niederkirchen fast ausschließlich mit langen Bällen über die Abwehr. Als Donata Schilliro von der linken Seite in der Mitte flach bedient wurde und direkt abschloss, wurde auf der Bank kurz der Atem angehalten. Für Kristina Kober war der Schuss aber sichere Beute. Danach gab es für die Zuschauer erst mal keine Torchancen mehr zu beklatschen und an der Seitenlinie wurde das Hoffenheimer Trainerduo um Jürgen Ehrmann und Hartmut Kaufmann lauter. „Wir schaffen es nicht, freie Bälle zum Mitspieler zu bringen“ und „Wir sind vorne viel zu statisch“, kommentierte Ehrmann das Spiel seiner Mannschaft. Weil es spielerisch nicht optimal klappte, mussten die Chancen nach Standards und langen Bällen in die Spitze erzwungen werden. Drei davon hatte Hoffenheim nach Freistößen von Pankratz und Stephanie Breitner. Eine vergab Claire Savin, als ihr Lupfer am rechten Pfosten vorbeiging. Die beste Möglichkeit zur Führung hatte Schneider. Nach Kopfballverlängerung von Annika Eberhardt rutschte sie am langen Pfosten in den Ball, traf allerdings nur die Gegenspielerin und soll dabei auch im Abseits gestanden haben.

Debut für Arend

„Wir müssen wieder in unser Spiel kommen“, hatte Ehrmann schon vor der Halbzeitpause gefordert. Diese Forderung setzte 1899 in den zweiten 45 Minuten immer besser um. Konditionell ließ Niederkirchen etwas nach, konzentrierte sich fast ausschließlich auf die Defensivarbeit und setzte nur noch vereinzelte Akzente durch Konter. Die Gäste aus dem Kraichgau waren ab sofort spielbestimmend. Frischen Schwung brachte bei Hoffenheim auch die Einwechslung von Christina Arend, die zu ihrem ersten Pflichtspieleinsatz kam. Aufgrund einer Knieverletzung fehlte der Neuzugang aus Saarbrücken dem Team in Großteilen der Vorbereitung und im Pokalspiel. Dass die 25-Jährige eine sehr gute Fußballerin ist, bewies sie in ihrem halbstündigen Einsatz in Niederkirchen. Mit ihrer ersten Aktion hätte Arend Hoffenheim in Führung bringen können, ihr versuchter Lupfer war aber zu lässig, so dass Niederkirchens Torhüterin Laura-Marie Krieger das Leder locker abfing (60. Minute). Kurz darauf folgten zwei Großchancen auf beiden Seiten. Nach einem Konter wären die Gastgeberinnen fast in Führung gegangen. Völlig freistehend vergab Janine Hans aber die größte Möglichkeit für den FFC. Im direkten Gegenzug fand sich die eingewechselte Janina Meißner nach Vorarbeit von Theresa Betz allein vor dem Tor wieder, ihr Schuss ging aber über das Tor. Auch danach hatten Arend und Chantal Fuchs noch weitere Möglichkeiten, ein Tor wollte aber nicht fallen. Es war so ein Spiel, in dem Hoffenheim noch eine ganze Weile hätte spielen können, auf einen Treffer aber wahrscheinlich vergeblich gewartet hätte. Deshalb konnte sich Ehrmann mit dem Remis abfinden: „Der Punkt tut uns gut. Trotz unserer guten Chancen können wir damit leben“, sagte der Trainer, musste aber auch feststellen: „Leider haben wir oft die falsche Entscheidung getroffen oder der Gegner hat gut verteidigt. Niederkirchen hat kämpferisch gut dagegengehalten.“

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