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15.10.2011

Erneut kein Sieg im Derby

1899 Hoffenheim bleibt gegen den VfB Stuttgart weiterhin sieglos. Im Baden-Württemberg-Derby am neunten Spieltag unterlagen die Nordbadener mit 0:2 (0:0). Hoffenheim fand nach vorne nie die richtigen Mittel und vergab in der ersten Hälfte zwei gute Möglichkeiten. Stuttgart hingegen überzeugte durch Cleverness und setzt sich mit dem Sieg in der oberen Tabellenhälfte fest.

Sieben Spieler der Kraichgauer trugen schon einmal das Trikot mit dem Brustring. Für 90 Minuten ruhte am Samstagnachmittag in der Mercedes-Benz-Arena die Freundschaft mit den Ex-Kollegen. Sebastian Rudy und Tobias Weis und Matthias Jaissle, drei von sieben ehemaligen Stuttgarter, mussten passen. Dominik Kaiser rückte für den verletzten U21-Nationalspieler in die Startelf. Ebenso wie Fabian Johnson und Sejad Salihovic. Boris Vukcevic traf zeitgleich mit der U23 auf den Karlsruher SC.

Spiel auf Augenhöhe

Hoffenheim hatte in den Anfangsminuten mehr Spielanteile, der VfB jedoch die erste Chance. Cacau war im Nachschuss erfolgreich, doch der Assistent hatte die Fahne oben und entschied zu Recht auf Abseits (4.). Stuttgart erhöhte den Druck, Hoffenheim mit zahlreichen leichtfertigen Ballverlusten im Aufbauspiel. In der 18. Minute prüfte Hajnal Tom Starke mit einem Distanzschuss, brachte den Schlussmann aber nicht in Bedrängnis. Die TSG brauchte bis zur 20. Minute, ehe Ryan Babel erstmals gefährlich in Schussposition kam. Ullreich lenkte den Schuss des Niederländers zur Ecke. Drei Minuten später hatte der VfB in Person des Russen Pavel Pogrebnyak Glück, dass Rafati das rüde Einsteigen nur mit Gelb ahndete. Nach rund einer halben Stunde stockte dem VfB-Anhang der Atem. Ryan Babel eroberte das Leder gegen Tasci am Strafraum, dribbelte entlang des 16ers, legte auf den völlig freistehenden Sigurdsson ab. Der Isländer hatte viel Zeit und Raum, vergab aber mit fehlender Präzision im Abschluss (30.). Bis zur Pause tat sich vor den Toren wenig, beide Teams rieben sich in teils verbissenen Zweikämpfen auf.

Start verschlafen

Die zweite Hälfte begann denkbar unglücklich für Hoffenheim. Okazaki erzielte nur drei Minuten nach der Pause das 1:0 für die Schwaben. Die Hoffe-Defensive befand sich gedanklich noch in der Kabine und ließ den Japaner ohne Gegenwehr gewähren. Keine Chance für Starke (48.). Die Antwort auf den Rückstand folgte prompt. Babel spazierte durchs Stuttgarter Mittelfeld, setzte Firmino in Szene, doch nicht der Brasilianer prüfte Ullreich. Tasci lenkte den Ball unglücklich in Richtung eigenes Gehäuse, Ullreich ließ sich jedoch nicht überraschen (49.). Nach einer Stunde wurde Hoffenheim offensiver. Vedad Ibisevic kam für Williams (62.), wenig später Knowledge Musona für den im zweiten Durchgang abgetauchten Obasi (69.). Musona hatte nur eine Minute nach seiner Einwechslung die Chance zum Ausgleich, doch sein Kopfball wurde zu einer Vorlage für Ibisevic, der im Abseits stand (70.). Besser machte es der VfB. Pogrebnyak mit einer schönen Einzelleistung und der Unterstützung von Isaac Vorsah, der das Bein gegen den Russen stehen ließ und Rafati keine andere Wahl hatte, als auf den Punkt zu zeigen. Der Gefoulte trat selbst an und verwandelte sicher. Der VfB hätte kurz darauf sogar auf 3:0 erhöhen können, doch Cacau scheiterte an Starke. Hoffenheim konnte sich nach dem zweiten Gegentreffer nicht mehr aufrappeln. Der eingewechselte Sven Schipplock und Marvin Compper hatten noch zwei gute Möglichkeiten, vergaben aber wie zuvor ihre Teamkollegen. Unter dem Strich hat die Leistung der Nordbadener gegen clevere Schwaben nicht ausgereicht, um zum ersten Mal gegen den VfB zu bestehen.

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