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14.12.2011

Ein Aufsteiger mit Ambitionen

Markus Babbel und Hertha BSC – eine gelungene Konstellation. Seit der Saison 2010/11 steht Babbel an der Seitenlinie des Hauptstadtklubs. Damals tummelte sich die Hertha in der zweiten Liga, schaffte mit dem 51-maligen deutschen Nationalspieler als Zweitligameister aber den sofortigen Wiederaufstieg.

Doch obwohl es auch in der ersten Saison in der Bundesliga nach dem Aufstieg für die Berliner ordentlich läuft, hat Babbel auf das seit Wochen vorliegende Angebot, seine Amtszeit in Berlin zu verlängern, noch nicht reagiert. Sein Vertrag läuft Ende Juni 2012 aus, die Hertha möchte den Coach halten. Jetzt muss sich der 39-Jährige bis zum Rückrundenstart entscheiden, ob er die gut funktionierende Mannschaft auch in der kommenden Saison trainieren möchte.

„Können noch nicht ganz zufrieden sein“

Egal, wie er sich entscheidet – die Hertha hat sich als bester Aufsteiger in der Liga etabliert und überzeugt vor allen Dingen durch geschlossene Mannschaftsleistungen. Mit Thomas Kraft, Christian Lell und Andreas Ottl haben drei Ex-Münchener den langen Weg von Bayern in die Hauptstadt hinter sich gebracht. Beide sind dort zu Stammspielern und Leistungsträgern geworden.

Einen schwerwiegenden Ausfall mussten die Berliner im Spiel beim 1. FC Kaiserslautern verkraften. Innenverteidiger Maik Franz, der von Eintracht Frankfurt zur Hertha wechselte, zog sich einen Kreuzbandriss zu und wird mehrere Monate ausfallen. Links in der Viererkette spielt der langjährige Bundesligaprofi Levan Kobiashvili. Der 34-Jährige erwartet von dem Team mehr als bisher erreicht: „Insgesamt kann man nicht so ganz zufrieden sein. Wir wollen immer das Maximale erreichen. Bisher haben wir noch nichts Besonderes geschafft.“ Bei zuletzt zwei 2:0-Führungen, die jeweils mit einem Remis endeten, hat er damit vielleicht Recht.

Harmonie zwischen Sturm und Mittelfeld

In der Spitze des Berliner Kaders wirbelt der junge Pierre-Michel Lasogga. Mit sechs der 22 Treffer ist der 20-Jährige der erfolgreichste Torschütze der „Alten Dame“. Seine Qualitäten beweist Lasogga auch in der U21-Nationalmannschaft, wo er zusammen mit den Hoffenheimern Peniel Mlapa, Sebastian Rudy und Boris Vukcevic spielt. In sieben Einsätzen hat der gebürtige Gladbecker vier Tore erzielt. „Ich bin einfach nur froh, dass es so gut läuft. Aber daran hat die Mannschaft einen Riesen-Anteil. Ich bin von guten Zuspielen abhängig“, sagt Lasogga. Die Vorlagen für Lasogga und seine Sturmkollegen kommen meist von Adrian Ramos und Raffael, dem wohl wichtigsten Mann für die Berliner. Im Mittelfeld zieht der 26-Jährige die Fäden und zeichnet sich dank fünf Torvorlagen und ebenso vielen Treffern als Entscheider bei der Hertha aus. Seit 2007 steht Raffael im Kader und hatte im vergangenen Jahr maßgeblichen Anteil am Aufstieg. Mit den etwas defensiver eingestellten Peter Niemeyer und Patrick Ebert verfügt Berlin über ein kompaktes Mittelfeld.

Letzte Partie

Das letzte Gastspiel der Hertha ist schon eine Weile her. Im September 2009 verloren die Hauptstädter in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena mit 1:5. Dreifacher Torschütze war Vedad Ibisevic. Vielleicht folgt ja dem Doppelpack in Nürnberg ein neuerlicher Dreierpack gegen die Hertha.

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