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29.01.2011

Die Erlösung: 1899 siegt auf Schalke

Der FC Schalke 04 bleibt für 1899 Hoffenheim ein gutes Pflaster. In der Veltins-Arena feierte das Team von Chefcoach Marco Pezzaiuoli den ersten Sieg im neuen Jahr. Das dritte Saisontor von Isaac Vorsah reichte zum hochverdienten 1:0-Erfolg. Schalke war über die gesamte Spielzeit chancenlos. Nur die mangelnde Chancenverwertung verhinderte ein deutlicheres Ergebnis.

Wie schon im DFB-Pokal durfte Neuzugang Ryan Babel auch gegen Schalke 04 von Anfang ran und feierte sein Startelfdebüt in der Bundesliga. Der zweite Neuling im Team der Hoffenheimer, Edson Braafheid, nahm auf der Bank Platz. In der Defensive gab es im Vergleich zu den vergangenen Spielen keine Umstellungen. Tom Starke hütete das Tor, die Viererkette bildeten von rechts nach links: Kapitän Andreas Beck, Isaac Vorsah, Marvin Compper und Andreas Ibertsberger. Sebastian Rudy und David Alaba arbeiteten im Mittelfeld. Dort durfte auch Sejad Salihovic wieder von Anfang an ran, der im Pokalspiel nur eingewechselt wurde. Im Sturm verdrängte Vedad Ibisevic Gylfi Sigurdsson. Neben Babel stürmte außerdem Boris Vukcevic über die rechte Seite.

Beim FC Schalke 04 entpuppte sich die Meldung des Wechsels von Jefferson Farfan zum VfL Wolfsburg bei einem Blick auf die Startelf als zumindest bis dato falsch. Der Peruaner lief von Beginn an auf, ebenso wie der unter der Woche angeschlagene Klaas Jan Huntelaar. Felix Magath entschied sich also für ein 4-4-2, dem die Hoffenheimer mit dem bekannten 4-3-3 begegneten.

1899 überzeugt von Beginn an

Schiedsrichter Deniz Aytekin pfiff die Partie pünktlich an, 1899 Hoffenheim eröffnete mit dem ersten Anstoß in der Veltins Arena am heutigen Nachmittag. Beide Mannschaften schienen bemüht, sich an die schlechten Platzverhältnisse zu gewöhnen. 1899 Hoffenheim begann selbstsicher, zeigte keinerlei Nervosität und kontrollierte Ball und Gegner in den ersten 15 Minuten. Innerhalb von vier Minuten erarbeiteten sich die Kraichgauer so gleich zwei Eckbälle, von denen der zweite, getreten von Salihovic, einen Mitspieler fand. Dieser hört auf den Namen Isaac Vorsah, absolvierte gegen Schalke sein 60. Bundesligaspiel, stieg höher als der Gegner und traf - 1:0 für Hoffenheim nach nur vier Minuten!

Die Knappen waren jetzt erst im Spiel angekommen und versuchten, durch lange Bälle Gefahr vor dem Tor von Tom Starke aufzubauen. Die 60.569 Zuschauer sahen im ersten Durchgang eine muntere Bundesligapartie mit Tormöglichkeiten auf beiden Seiten. Die größte davon hatte Babel in der 30. Minute. Nach einem öffnenden Pass von Salihovic ist der Holländer durch, begleitet von Vedad Ibisevic in der Mitte. Anstatt den völlig freien Mitspieler zu bedienen, versuchte er es alleine und scheiterte an 04-Keeper Manuel Neuer. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff stand wieder der Holländer im Blickpunkt - diesmal mit dem Auge für den Mitspieler, aber Salihovic verfehlte den Kasten. So blieb es nach hervorragender Partie der Hoffenheimer beim zu diesem Zeitpunkt hochverdienten 1:0 bis zur Pause.

S04 blass, 1899 erfrischend

Während Felix Magath zur zweiten Halbzeit mit einem Doppelwechsel reagierte, schickte Marco Pezzaiuoli die gleiche Elf aufs Feld. 1899 begann dort, wo es in der ersten Halbzeit aufgehört hatte: mit Zug zum Tor. In der 46. Minute hatte Salihovic nach feinem Zuspiel von Ibisevic die nächste dicke Chance, die Führung auszubauen. Freistehend schob er das Leder aber am Tor vorbei. Vukcevic leitete nur drei Minuten später eine weitere große Möglichkeit ein. Sein Zuckerpass erreichte Babel. Der Niederländer überlegte zu lange und blieb schlussendlich an seinem Gegenspieler hängen. Spielerisch lief bei den Hausherren weiterhin wenig zusammen, Gedränge vor dem Hoffenheimer Kasten gab es nur nach Eckbällen. In den Reihen der Hoffenheimer lief der Ball - teilweise so schnell, dass die Schalker kaum hinterherkamen. Oder Babel lief auf der linken Seite allen auf und davon. Dieses Mal entschied sich der 24-Jährige für den Querpass in die Mitte. Selbst abzuschließen wäre hier wohl die bessere Variante gewesen. Die Königsblauen rannten weiterhin nur einem 0:1 hinterher, der mit der Einwechslung von Edu, einem zusätzlichen Offensivmann, wett gemacht werden sollte. 20 Minuten vor Schluss begann Schalke mehr zu drücken, aber Hoffenheim hielt dagegen und wartete auf die Chance, einen schnellen Konter zu fahren. Der Druck der Knappen war eher sanft, Torschüsse auf Seiten der Blauen waren in die Kategorie Mangelware einzuordnen. Von denen hatte Hoffenheim genug, allein Babel drei hervorragende, doch auch seine dritte gute Möglichkeit vergab der Neuzugang. Der Holländer zog in die Mitte und schloss mit links ab. Für Nationaltorwart Manuel Neuer war der Schuss aber kein Problem. Von den Gastgebern war nichts mehr zu sehen. Hoffenheim jubelte über die ersten drei Punkte in der Rückrunde.

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