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07.12.2011

Der „Club“ verkauft sich unter Wert

Gut zu spielen reicht nicht immer. Wenn in der Offensive die Tore fehlen, rutscht man schnell in die abstiegsbedrohten Regionen ab. So ergeht es dem 1. FC Nürnberg momentan. Doch damit ist der „Club“ nicht alleine. Auch 1899 Hoffenheim belohnt sich nur selten für gute Partien.

Zwei Teams mit einem Problem, über das sich beide Mannschaften bewusst sind. „Der FCN hat auf fremden Plätzen das gleiche Problem wie wir: Sie investieren unglaublich viel, belohnen sich aber nicht dafür“, sagt 1899-Coach Holger Stanislawski. Von Seiten der Nürnberger hat Mittelfeldspieler Daniel Didavi die Problematik erkannt: „Dass wir die vielen, vielen Tormöglichkeiten leichtfertig vergeben, ist momentan wirklich der Hauptgrund für unsere Misere. Das hat nichts mehr mit Pech zu tun, sondern liegt ganz alleine an uns.“

Wichtige Leistungsträger verloren

Fünf Mal in Folge haben die Nürnberger auswärts verloren, doch auch zu Hause durften die „Club“-Anhänger nur zwei Siege bejubeln. Mit 14 Toren haben sie die drittwenigsten der Liga erzielt und stehen mit 15 Punkten momentan auf dem 15. Tabellenplatz. Einer der Spieler, der in der erfolgreichen vergangenen Saison (Platz 6) die zweitmeisten Tore für Nürnberg erzielte, ist Julian Schieber. Der 21-Jährige war aber nur für eine Saison vom VfB Stuttgart ausgeliehen. Sein Weg führte nach der Spielzeit 2010/11 wieder zurück zu den Schwaben. Mit Ilkay Gündogan und Mehmet Ekici hat der „Club“ zwei weitere wichtige Spieler verloren. Im Mittelfeld zogen die beiden die Fäden, verabschiedeten sich aber ebenfalls aus dem Frankenland. Gündogan zog es zum Deutschen Meister Borussia Dortmund, Ekici läuft seit dieser Saison für den SV Werder Bremen auf. Ein weiterer Leistungsträger wird den „Club“ im Sommer verlassen. Verteidiger Philipp Wollscheid war schon bei mehreren Vereinen im Gespräch und entschied sich nun dafür, ab der kommenden Saison das Trikot von Bayer 04 Leverkusen überzustreifen.

Zwei Teams mit wenig Selbstvertrauen

Bereits seit 2010 spielt der ehemalige Hoffenheimer Per Nilsson für den FCN. In dieser Saison stand der gebürtige Schwede allerdings noch keine Minute auf dem Platz – immer wieder wird Nilsson durch Verletzungen zurückgeworfen. Da die Nürnberger auf den Innenverteidiger-Positionen gut besetzt sind, ist es für den 29-Jährigen schwer, sich zurück ins Team zu kämpfen. Trotz der sportlichen Schwierigkeiten, mit denen Trainer Dieter Hecking und seine Mannschaft in dieser Saison zu kämpfen haben, werden sie von anderen Vereinen besser eingeschätzt als es der Tabellenstand vermuten lässt. So auch von Stanislawski: „Sie sind besser als ihr derzeitiger Tabellenplatz. Ich denke, dass Nürnberg in der Rückrunde noch ein paar Plätze nach oben klettern wird.“ Vielleicht darf Stanislawski seinerseits mal wieder auf einen Sieg seiner Elf in der Fremde hoffen. Denn die Bilanz von Hoffenheim gegen die Franken ist positiv. In der Liga trafen die beiden Mannschaften vier Mal aufeinander, 1899 feierte zwei Siege und trennte sich die anderen beiden Male mit einem Unentschieden. Dennoch sagt Stanislawski: „Es wird eine ganz enge Kiste. Beide Teams strotzen nach den jüngsten Ergebnissen nicht gerade vor Selbstvertrauen.“

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