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22.08.2011

Das Spielerduell: Tom Starke vs. Daniel Haas

Im Team sind sie die schärfsten Konkurrenten um den Platz im Tor. Abseits des Feldes verbinden Tom Starke und Daniel Haas gleich mehrere Gemeinsamkeiten. Beide gehören im jungen Hoffenheimer Kader zu den erfahrenen Spielern. Beide sind Familienväter, beide fahren Motorrad und beide haben dasselbe Hobby: ihre Leidenschaft für amerikanische Autos. achtzehn99 brachte die Keeper zum ersten Duell unserer neuen Titelserie zusammen.

Die Idee hinter dem Duell: Wie gut erinnern sich die beiden Autonarren an ihre Zeit in der Fahrschule? Wie sicher sind sie heute noch in Fragen der theoretischen Prüfung?

Beide erhielten also einen der klassischen Fragebögen, die jedem ehemaligen Führerscheinanwärter bekannt sein dürften. Leichte Vorteile ergaben sich da schon für Daniel Haas. Seine Führerscheinprüfung liegt nicht ganz so lange zurück. „Das war vor ziemlich genau zehn Jahren in Frankfurt. Ich habe damals bei der Eintracht in der A-Jugend gespielt und die Fahrstunden und theoretischen Stunden in meiner Freizeit absolviert.“ Bei Tom liegt dasselbe Programm bereits drei Jahre länger zurück. „Gemacht habe ich den Führerschein in Freital. Ich war damals schon ein Autoverrückter und wollte unbedingt sobald wie möglich fertig sein. Abgeholt habe ich den „Lappen“ dann auch direkt an meinem 18. Geburtstag.“ Möglich war dies nach Angaben des gebürtigen Freitalers nur aufgrund der Rücksichtnahme sowohl seines damaligen Clubs als auch der Fahrschule. „Mein damaliger Fahrlehrer war äußerst flexibel und hat mir viele Freiheiten gelassen.“

Tricks und Kniffe im Duell

Aus Gründen der Fairness erhielten beide Torhüter denselben Fragebogen. Nach den ersten einfachen Fragen, die eher der Aufwärmung dienten, kommen bereits die kniffligen. „So schwer hatte ich das gar nicht in Erinnerung“, sagt Daniel Haas während Tom Starke den Bogen an sich anzweifelt: „An die Fragen kann ich mich echt nicht erinnern. Sicher, dass die bei meiner Prüfung schon mit drin waren?“ Aber genauso wenig wie auf dem Platz zählen auch beim achtzehn99-Duell Ausreden. Abschreiben erschwert die räumliche Trennung durch den langen Tisch. „Von hier kann ich doch gar nicht lesen, was der schreibt“, sagt Tom. Daniel hingegen bleibt vollständig fokussiert, schenkt den Räumlichkeiten und den Sprüchen seines Gegners keine Beachtung. „Alles nur Tricks um mich abzulenken, das kenne ich von ihm“, murmelt der 27-Jährige, ohne die Augen vom Blatt zu nehmen. Ein Lächeln kann er sich dabei nicht verkneifen.

Konkurrenten auf und Freunde neben dem Platz

Allseits bekannt ist mittlerweile, dass Tom Starke und Daniel Haas nicht nur die Position auf dem Fußballplatz oder die gemeinsamen Interessen verbinden. Beide sind zu guten Freunden geworden, seit Starke zu Beginn der letzten Saison nach Hoffenheim wechselte. „Das war am Anfang schon ungewohnt für mich. Das ganze Torwartteam, also sowohl die Torwarttrainer als auch die drei Keeper (neben Starke und Haas damals noch Ramazan Özcan, Anm. d. R.) hatten ein sehr gutes, inniges Verhältnis“, berichtet Starke aus seiner anfänglichen Zeit in Hoffenheim. Özcan, der zu Beginn der Saison zum FC Ingolstadt wechselte, ließ es sich vor kurzem auch nicht nehmen, seine alten Kollegen im Trainingszentrum der Hoffenheimer zu besuchen. Daniel Haas erinnert sich ebenfalls an den Start 2010/11: „Klar, am Anfang ist man einem neuen direkten Konkurrenten gegenüber etwas skeptisch. Aber bei Tom und mir hat es von Anfang an gepasst. Wir liegen auf derselben Wellenlänge und haben einen ähnlich trockenen Humor.“

Klarer Sieger im Führerscheintest: Daniel Haas

Den Willen zu gewinnen beeinträchtigt die Freundschaft jedoch nicht. „Da gibt es keine Gnade“, sagt Tom Starke lachend nach Abgabe des Tests – wohl wissend, dass es mit dem Sieg heute eher schwierig werden dürfte. Er gesteht: „Ich habe kein allzu gutes Gefühl.“ Immerhin, die Selbsteinschätzung bei Hoffenheims Nummer Eins funktioniert. Den Führerscheintest entscheidet Daniel Haas mit großem Abstand für sich. Wie groß – das bleibt das Geheimnis der beiden Duellanten und der achtzehn99-Redaktion. Der Sieger zeigte sich nach der Bekanntgabe überglücklich über den Pokal und dem damit verbundenen Ruhm.

Bleibt nur noch die Frage nach dem Traumauto der beiden Autofans. Weder für Tom noch für Daniel eine schwierige Frage. Beide nennen einen Ford Mustang. Einziger Unterschied: Während der etwas ältere Starke eine klassische Variante wählt, favorisiert Haas den modernen Ami-Schlitten.

Die Traumautos der Torhüter

Tom Starke: Ford Mustang GT 350, Fastback, Baujahr 1967

Daniel Haas: Ford Mustang GT Coupé, Baujahr 2010

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