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02.03.2011

Das alte Leid der Borussia

Es wird immer schwieriger für Borussia Mönchengladbach. Seit dem neunten Spieltag ist Gladbach ein Kellerkind. Platz 17 und 18, höher ging es für die Gladbacher nicht mehr. Das ist die einzige, traurige Konstante, die die „Fohlen“ in dieser Saison haben. Von Spieltag zu Spieltag wird der Klassenerhalt unwahrscheinlicher.

Nach dem optimalen Einstand des neuen Trainers Lucien Favre beim 2:1-Erfolg über Schalke 04 keimte in Gladbach wieder Hoffnung auf. Mit dem Sieg hatte die Elf zum VfB Stuttgart aufgeschlossen, der Abstand auf den Relegationsplatz war auf vier Zähler geschrumpft. Nur eine Woche später die erneute Ernüchterung. 1:2 verloren die Gladbacher beim VfL Wolfsburg und damit zum dritten Mal gegen einen direkten Abstiegskonkurrenten. Schon in den Wochen zuvor konnte sich die Borussia weder gegen den VfB Stuttgart (2:3) noch den FC St. Pauli (1:3) durchsetzen - beide kämpfen wie Gladbach um jeden Punkt für den Klassenerhalt. Auch das ist ein großes Manko. Die so genannten „Sechs-Punkte-Spiele" gehen verloren. Favre ist trotz der unschönen Fakten noch zuversichtlich: „Dass es schwierig wird, ist klar. Jeder kann die Tabelle lesen. Aber es kann uns gelingen, den Abstieg zu vermeiden. Es sind noch 30 Punkte zu vergeben."

Rückfall in alte Muster

Gegen Schalke, so schien es, hatte Favre schon den richtigen Schalter gefunden und das sportliche Durcheinander geordnet. Das Gleichgewicht zwischen Defensive und Offensive war endlich hergestellt. Im Spiel nach vorne überzeugten vor allem die jungen Wilden. Was Marco Reus, Patrick Herrmann, Roman Neustädter und auch Mohamadou Idrissou zeigten, erinnerte nur bedingt an eine Mannschaft, die seit Wochen auf dem letzten Tabellenplatz fest hängt. Auch in der Defensive wirkten die „Fohlen" stabiler als in den Wochen zuvor. Doch schon in der Partie in Wolfsburg ließen die Borussen die Spielfreude und Stabilität wieder vermissen. Die Anhänger sahen verunsicherte Akteure, die sich von Diego und Co. teilweise schwindelig spielen ließen. Mehr als der verwandelte Elfmeter zum 1:2 durch Filip Daems war von Gladbach nicht zu sehen. Gerade in der Defensive waren wieder haarsträubende Fehler zu erkennen: „Die Mannschaft hat nicht gut zusammen gearbeitet. Wir hatten zu viele Ballverluste", erklärte Favre. Der Wille habe seinen Spielern nicht gefehlt, sondern „Wolfsburg war einfach besser, sie haben den Ball gut laufen lassen, schnell gespielt und sie hatten in Diego einen Spieler auf dem Platz, der den Unterschied gemacht hat."

1899 erwartet keine leichte Aufgabe

Gladbach hat in dieser Saison erst einen Heimsieg gefeiert und gegen 1899 Hoffenheim im vergangenen Jahr zwei Mal verloren. Im Hinspiel behielt Hoffenheim in der Rhein-Neckar-Arena mit 3:2 die Oberhand, im Achtelfinale des DFB-Pokals zog Gladbach mit 0:2 den Kürzeren. Dennoch wird die Partie am 25. Spieltag kein Selbstläufer für die Kraichgauer. Vielmehr sollte sich das Team von Trainer Marco Pezzaiuoli auf einen harten Kampf einstellen. Denn eins steht fest: Aufgegeben haben sich die Gladbacher noch nicht. Nicht zum ersten Mal befindet sich Gladbach im Abstiegskampf und kennt sich deshalb mit dem Nervenkitzel aus.

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