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FRAUEN
30.08.2011

„Bin stolz, Teil dieser Mannschaft zu sein“

Pünktlich zum Saisonstart ist Christina Arend wieder zur Mannschaft gestoßen. Wegen einer Knieverletzung musste die 25-Jährige Großteile der Vorbereitung ausfallen lassen. Im Interview spricht der Neuzugang vom 1. FC Saarbrücken über ihre ersten Spielminuten, den Start von 1899 Hoffenheim in der Liga und ihre Rolle als Älteste im Team.

Wie hat es sich angefühlt, endlich mal wieder in einem Spiel gegen den Ball zu treten?

Arend: Ich hab mich natürlich sehr gefreut, endlich wieder nach vier nicht leichten Wochen mit der Mannschaft auf dem Platz zu stehen. So früh hatte ich damit nicht gerechnet.

Nach langer Pause hast Du in Niederkirchen eine halbe Stunde gespielt. Für ein Tor hat es noch nicht gereicht. Hast Du Dir für die Saison ein Ziel gesetzt, wie viele Tore Du machen möchtest?

Arend: Nein, denn meistens kommt es dann doch anders. Für mich steht die Mannschaft im Vordergrund und ich bin gekommen, um der Mannschaft weiterzuhelfen. Mit wie vielen Toren das sein wird, ist egal. Hauptsache, wir steigen als Team auf.

Du hast in den letzten Wochen viele Reha-Maßnahmen betrieben. Wie fit bist du?

Arend: Ein Einsatz in der Startelf wäre noch zu früh. Der Trainer und ich haben abgesprochen, dass ich erst mal auf der Bank sitzen werde - das ist für mich aber schon ein Erfolg. Ich konnte nach vier Wochen Reha erst kurz vor dem Saisonstart wieder ins Mannschaftstraining einsteigen. Ich muss auch die eine oder andere Extraschicht einlegen, um wieder bei 100 Prozent zu sein. Erst mal ist es wichtig, dass mein Knie schmerzfrei bleibt und sich an die Belastung wieder gewöhnt.

Mit Deiner ersten Aktion hattest Du in Niederkirchen sogar die Führung auf dem Fuß. Warst Du in dem Moment zu lässig?

Arend: Nein, das hat mit Lässigkeit nichts zu tun. Wer mich kennt, weiß, dass das nicht meine Art ist. Ich war in dieser Situation überrascht, dass der Ball überhaupt noch durchkam. Die Torfrau stand etwas zu weit vor dem Tor, aber ich habe den Ball nicht richtig getroffen. Keine Frage: Ich hätte das Tor natürlich gerne gemacht, weil es meine erste Aktion war und es noch 0:0 stand.

Die Mannschaft hat in der Vorbereitung hervorragend gearbeitet. Wie beurteilst Du den Start in die Liga nach dem Remis gegen Niederkirchen?

Arend: Wir konnten unsere gute Vorbereitung und Trainingseinheiten am Sonntag leider nicht umsetzen. Wir haben uns viel vorgenommen und uns den Start anders vorgestellt. Natürlich wollten wir mit drei Punkten wieder nach Hause fahren, was uns aber leider nicht geglückt ist. Jede Einzelne war enttäuscht und weiß, dass es für unsere Verhältnisse zu wenig war. Aber so ist Fußball. Jeder wird sich an die eigene Nase fassen und schon gegen Löchgau die Antwort auf dem Platz geben. Schaffen wir das, werden wir trotzdem eine gute Saison spielen und unser Ziel erreichen. Bis dahin wird es ein sehr langer und harter Weg. Aber ich bin sehr optimistisch und stolz, in dieser Mannschaft spielen zu dürfen.

Du bist die älteste und erfahrenste Spielerin in der Mannschaft. Wie kannst und möchtest Du dem Team und vor allen den jungen Spielerinnen weiterhelfen?

Arend: Ja, ich bin sozusagen die Mama der Mannschaft. Ich möchte natürlich meine ganze Erfahrung mitbringen und versuchen, die Mannschaft als Vorbild mitzureißen und aufzubauen, wenn es mal nicht so läuft. Da heißt es, eine gewisse Geduld an den Tag zu legen und an sich zu glauben.

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