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06.08.2011

Auftaktniederlage in Hannover

1899 Hoffenheim ist mit einer Niederlage in die neue Bundesligasaison gestartet. Bei Hannover 96 unterlag die Elf von Trainer Holger Stanislawski mit 1:2 (1:2). Alle Tore in der AWD-Arena fielen nach Standardsituationen. Ein Freistoß und jeweils ein Elfmeter entschieden die Partie zugunsten von Hannover.

Stanislawski favorisierte für das Auftaktspiel bei Hannover 96 ein 4-2-3-1-System mit der einzigen Spitze Peniel Mlapa. Hinter Mlapa schenkte der Hamburger Chinedu Obasi, Ryan Babel und Fabian Johnson das Vertrauen. Rudy und Salihovic sollten auf den Sechserpositionen für die nötige Stabilität im Zentrum sorgen. Die Viererkette bildeten Beck, Compper, Vorsah und Braafheid.

Drei Treffer nach Standards

Flotter Beginn in der AWD-Arena. Beide Teams hielten sich nicht lange mit dem üblichen Geplänkel zum Saisonstart auf. Stattdessen versuchte sich 96 mit eigenem Angriffsfußball, der in der abgelaufenen Spielzeit in dieser Form nicht zu erkennen war. Hoffenheim suchte mit einem kontrollierten Aufbauspiel und ständig rotierendem Positionsspiel die Lücke in der Defensive zu finden. Ein erster Versuch von Obasi aus der Distanz stellte 96-Keeper Zieler jedoch vor keine Probleme (8.). Es dauerte nur eine Viertelstunde, ehe die neue Saison auch schon die erste Kuriosität zu bieten hatte. Starke war noch mit dem Stellen seiner Mauer beschäftigt, als Schlitzohr Jan Schlaudraff die Toleranzgrenze von Schiedsrichter Kinhöfer zum ersten Mal testete und den Freistoß frühzeitig ausführte. Der Unparteiische ließ ihn gewähren und der Hannoveraner durfte sich über das erste Saisontor freuen. Kinhöfer zeigte jedoch vor dem Freistoß an, dass er selbigen mit einem Pfiff freigeben würde. Die Pfeife ertönte jedoch nicht, so dass der Ball aus Sicht der Hoffenheimer noch nicht freigegeben war – unglücklich für 1899 (15.).

Den Niedersachsen war es egal, Hoffenheim jedoch auch. Denn die prompte Antwort folgte. Nur drei Minuten später wurde Fabian Johnson im Strafraum zu Fall gebracht und Kinhöfer zeigte auf den Punkt. Sejad Salihovic verwandelte sicher zum Ausgleich (18.). Die ersten 30 Minuten hatten wahrlich einiges zu bieten. Auf der Gegenseite rempelte Braafheid seinen Gegenspieler Schlaudraff um, so dass Kinhöfer nach einigem Zögern dann doch auf den Punkte zeigte. Starke hatte die Ecke von Abdellaoue geahnt, doch der Strafstoß war zu platziert geschossen. (30.). In der 41. Minute hatte Mlapa auf der rechten Seite viel Raum und Zeit und flankte auf Johnson, der in der Mitte freistehend um wenige Zentimeter verpasste – die letzte Aktion in einem unterhaltsamen ersten Durchgang.

1899 bemüht, 96 steht tief

Unverändert kamen die Mannschaften aus den Kabinen. Der Spielfluss aus den ersten 45 Minuten war jedoch zunächst dahin. Hoffenheim zeigte sich zwar stets bemüht, doch der letzte Pass wollte in der Anfangsviertelstunde nicht gelingen. 96 zog sich mit der Führung im Rücken zurück und überließ Hoffenheim zusehends das Spiel. Es erinnerte stark an das 96 aus der letzten Saison, die überfallartig nach Ballgewinn umschalteten. Da 1899 zunächst noch nicht allzu viele Freiräume bot, plätscherte das Spiel vor sich hin. Erst in der 62. Minute gab es den nächsten Aufreger. Salihovic tankte sich am Strafraum durch und steckte schön auf Obasi durch, der frei vor Zieler auftauchte, jedoch in höchster Not vom grätschenden Pinto gestoppt werden konnte. 180 Sekunden später versuchte es Sebastian Rudy aus der Distanz und zielte nur um einige Zentimeter zu hoch.

Stanislawski wurde offensiver. Roberto Firmino ersetzte den starken und lauffreudigen Salihovic. Zuvor kam bereits Sven Schipplock für Babel. „Stani“ hielt es nun nicht mehr auf der Trainerbank. Die entscheidende Phase des Spiels war angebrochen. Hoffenheim rannte mutig an und hatte durch Obasi die nächste Chance, doch sein Schuss aus dem Gewühl heraus landete in den Armen von Zieler (68.). In der 80. Minute hatte der mitgereiste Hoffenheimer Anhang den Torschrei schon auf den Lippen, als Obasi auf Firmino legte, der Brasilianer erwischte den Ball aber nur noch mit der Fußspitze und verpasste knapp. Das war die letzte große Möglichkeit für 1899, noch den Ausgleich zu erzielen. So aber endet das erste Bundesligaspiel unter dem neuen Trainer Stanislawski ohne Punkte.

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