Alle Ergebnisse
PROFIS
17.03.2011

1899 will in Hannover nachlegen

Doppelten Auftrieb dürfte 1899 Hoffenheim vor dem 27. Spieltag haben, wenn die Reise zu Hannover 96 führt. Der durchaus überraschende Erfolg am vergangenen Wochenende gegen Ligaprimus Borussia Dortmund ist einer davon. Der Zweite ist die positive Bilanz gegen Hannover. In fünf Spielen gab es vier Siege und ein Unentschieden.

Die Erinnerungen an das Hinspiel sollte zusätzliche Motivation sein und Selbstvertrauen schaffen. In der Rhein-Neckar-Arena besiegte Hoffenheim die Niedersachsen mit 4:0. „Wir haben in dieser Saison bereits gegen die ‚Großen' gewonnen", sagt Trainer Marco Pezzaiuoli und spielt damit auf die erfolgreichen Spiele gegen den BVB (1:1 und 1:0), das Unentschieden gegen Bayer 04 Leverkusen (2:2) sowie den erwähnten Hinrundensieg gegen Hannover an. Vielleicht ein weiteres gutes Omen für 1899.

Vorsicht vor 96-Kontern

Hannover 96 bleibt trotz der 0:4-Niederlage am vergangenen Wochenende beim 1. FC Köln Favorit. So sieht das Pezzaiuoli und merkt an: „Sie haben etwas gutzumachen, spielen insgesamt aber eine sehr gute Runde." Erfolgreich sind die Roten vor allen Dingen durch ihr Konterspiel und der Tatsache, dass sie noch kein Spiel verloren haben, in dem sie in Führung lagen. „Hannover schaltet nach Ballgewinn unheimlich schnell um und sucht sofort den schnellen Pass in die Spitze", erklärt der Coach und liefert den Matchplan hinterher: „Wir müssen kompakt stehen und sofort Druck auf den Ballführenden ausüben, um Konter gar nicht erst zuzulassen. Wie gegen den BVB müssen wir unser laufintensives Spiel wieder umsetzen."

Was in den vergangenen Wochen nicht beherzigt wurde, hat gegen Dortmund wieder gut funktioniert und soll in Hannover beibehalten werden: „Für das Selbstbewusstsein der Mannschaft war es wichtig, dass wir wieder gewonnen haben. Gegen den BVB haben wir es wieder verstanden, aggressiver zu sein und Leidenschaft zu zeigen", sagt Sejad Salihovic, dessen eigene Formkurve so wie die des gesamten Teams gegen den Tabellenführer wieder deutlich nach oben zeigte. Leidenschaft und Kampf sind nicht die Dinge, die schönen Fußball ausmachen - Erfolg bringen sie dennoch. Deshalb fordert Pezzaiuoli: „Wir können nicht nur für die Galerie spielen. Man muss die Bälle ab und zu auch mal hinten raushauen."

Ibertsberger nicht dabei

Wie jede Woche sind auch vor der Partie gegen den Tabellendritten der Liga noch zwei Trainingseinheiten zu absolvieren. Der 18-köpfige Kader, der die Reise nach Hannover antreten wird, steht noch nicht fest. Klar ist aber, dass auch Josip Simunic ab sofort wieder Chancen hat, sich für diesen zu empfehlen. „Wie alle anderen wird auch er nach seinen Trainingsleistungen bewertet", sagt Pezzaiuoli. Aufgrund seiner Schulterverletzung kommt ein Einsatz für Andreas Ibertsberger noch zu früh. Auch Tobias Weis, Manuel Gulde und Chinedu Obasi finden sich weiterhin auf der Verletztenliste wieder. Alle drei absolvierten aber wieder individuelle Einheiten mit dem Ball und Obasi nahm an Teilen des Mannschaftstrainings teil.

Daten und Fakten

Vielleicht ist es mal wieder Zeit für die gefährlichen Standards von Gylfi Sigurdsson. Bereits im Hinspiel traf der Isländer zwei Mal, ein Mal per Elfmeter. Auch seine Freistöße sind in der Liga gefürchtet. Zusammen mit Bayer Leverkusen hält Hoffenheim den Höchstwert in der Liga nach ruhenden Bällen: Beide Teams trafen acht Mal, 1899 vier Mal nach Freistößen. Die Niedersachsen dürfen sich über das zweitbeste Sturmduo der Liga freuen. Didier Ya Konan und Mohammed Abdellaoue erzielten zusammen neun Tore.

Jetzt Downloaden!
Seite Drucken nach oben