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19.03.2011

1899 unterliegt dem Champions-League-Anwärter

Wenn sie in Führung gehen, geben sie keine Punkte ab. Die Rede ist von Hannover 96. Auch 1899 Hoffenheim konnte den Rückstand durch Didier Ya Konan nicht aufholen und musste eine 0:2 - Niederlage bei Hannover 96 hinnehmen. Das zweite Tor für den Tabellendritten der Bundesliga erzielte Mohammed Abdellaoue.

Im Vergleich zum 1:0-Erfolg gegen Borussia Dortmund gab es in der Startelf von 1899 Hoffenheim keine Änderungen. Links verteidigte erneut Edson Braafheid. Andreas Ibertsberger musste aufgrund seiner Schulterverletzung auch in Hannover passen. Marvin Compper und Isaac Vorsah in der Innenverteidigung und Andreas Beck rechts außen komplettierten die Abwehrreihe vor Tom Starke. Im Mittelfeld wuselten Sebastian Rudy, David Alaba und Sejad Salihovic. Hinter dem Torschützen der vergangenen Woche Vedad Ibisevic sorgten Boris Vukcevic und Ryan Babel für Stimmung in der Offensive. Bei Hannover 96 rutschte Didier Ya Konan nach seiner Verletzungspause wieder in die Startelf.

Ya Konan schlägt sofort zu

Nach einer Gedenkminute für die Erdbebenopfer in Japan pfiff Schiedsrichter Marc Seemann die Partie in der AWD-Arena an. Hoffenheim kam gut ins Spiel und hätte nach vier Minuten bereits in Führung gehen können. Ibisevic zog mit rechts ab, traf aber nur das Außennetz. Keine zwei Minuten später war es wieder der Bosnier, der für Gefahr im 96-Strafraum sorgte. Nach feinem Zuspiel von Vukcevic kam Ibisevic aber einen Tick zu spät an den Ball. Hannover setzte wie erwartet auf ihr erfolgreiches Konterspiel. Selbst das Spiel zu gestalten, scheint den Niedersachsen in dieser Saison ein Fremdwort zu sein, deshalb mussten die Gäste sich dieser Aufgabe annehmen. 96 brauchte zehn Minuten bis sie sich zum ersten Mal dem Tor von Starke annäherten. Steven Cherundolo zog aus der Distanz volley ab. Hoffenheims Keeper musste nicht eingreifen. Eine Viertelstunde war gespielt, Hannover war jetzt besser im Spiel und hatte zwei gute, gefährliche Kopfballmöglichkeiten nacheinander, die beide nur knapp über das Hoffenheimer Tor flogen. Die Spieler von Trainer Mirko Slomka schlugen die Hände über dem Kopf zusammen - zu Recht, denn da war durchaus mehr drin. Nach aufregenderen ersten 15 Minuten flachte das Spiel etwas ab: Hoffenheim versuchte die 96-Defensive zu überwinden, Hannover reduzierte das eigene Spiel weiter auf Konter. Ein kleines Ausrufezeichen setzte Babel in der 27. Minute. Mit viel Zeit und Platz versuchte es der Niederländer aus der zweiten Reihe - nicht schlecht, aber am Tor vorbei. Lange Zeit passierte nichts. Dann gelang Hannover ein Angriff über die linke Seite. Manuel Schmiedebach steckte den Ball zu Ya Konan durch und der ließ es sich nehmen, sein elftes Saisontor zu erzielen: 1:0 Hannover in der 38. Minute. Kurze Zeit später fiel fast der zweite Treffer für Hannover. Starke unterschätzte eine Flanke, Lars Stindl konnte nicht davon profitieren und köpfte neben das Tor.

Frühes Tor lässt 96 jubeln

Zweite Halbzeit und für Hoffenheim wurde es sofort wieder gefährlich. Zwei gegen drei im 1899-Strafraum. Im Rutschen kam Ya Konan an den Ball, der glücklicherweise nur an der Latte und nicht im Hoffenheimer Tor landete. In der 53. Minute war es dann doch soweit und die Hausherren gingen mit 2:0 in Führung. Ganz einfach, aber effektiv spielte Hannover die Hoffenheimer Defensive aus. Ein flacher Pass von der rechten Seite in die Mitte reichte. Mohammed Abdellaoue war dankbarer Abnehmer und schob das Leder über die Linie. Der zweite Gegentreffer sorgte bei Hoffenheim für eine kleine Spielstarre. Nach vorne lief nicht viel zusammen. Die Niedersachsen blieben das bessere Team. Den ersten Torschuss von 1899 setzte Alaba in der 63. Minute. Torhüter Florian Fromlowitz konnte zwar nur nach vorne abprallen lassen, zum Abstauben war aber niemand da. 20 Minuten vor Schluss ließ Hannover etwas von ihren Offensivaktionen ab und überließ das Spielgeschehen wieder mehr den Gästen. Diese kamen weiterhin aber nur aus der zweiten Reihe zum Torabschluss. Rudy verfehlte aber genauso aus 20 Metern wie Alaba zuvor. Hoffenheim rannte an, kam aber kaum weiter als bis zum Strafraum. Und Hannover? Die zelebrierten ihren Konterfußball. Immer wieder schaltete die Mannschaft schnell um und legte die Bälle für Ya Konan auf. In der 74. Minute vergab Hannovers Nummer elf alleine vor Starke. Auf der Gegenseite schafften es die Gäste dann doch in den Hannoverschen Strafraum. Mlapa für Ibisevic, der allerdings nur die Latte traf und kurz darauf blieb ein Schuss des eingewechselten Gylfi Sigurdsson an einem Abwehrbein hängen. Gegen Ende der Partie versuchte Hoffenheim, mehr Druck aufzubauen, fand aber kein Durchkommen. Es blieb beim Sieg für Hannover, die damit den dritten Platz festigten.

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