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26.11.2011

1899 kassiert Last-Minute-Ausgleich – 1:1 im Baden-Derby

1899 Hoffenheim hat den so wichtigen Befreiungsschlag im Baden-Derby gegen den SC Freiburg in letzter Sekunde verpasst. Garra Dembélé glückte in der 90. Minute der Ausgleich für die Gäste, zuvor hatte Roberto Firmino die Kraichgauer in Führung gebracht.

Holger Stanislawski hatte sein Team ordentlich durcheinandergewirbelt. Auf fünf Positionen nahm der 42-Jährige im Vergleich zur 0:2-Niederlage beim Hamburger SV vergangenen Sonntag Änderungen vor. Kapitän Andreas Beck fehlte gelbgesperrt, Edson Braafheid (Muskelquetschung) und Tobias Weis (Verhärtung in der Wade) wurden nicht rechtzeitig fit. Überraschend fand sich auch Vedad Ibisevic auf der Bank wieder, ebenso wie Sebastian Rudy. Ins Team rückten der Ex-Freiburger Daniel Williams, Isaac Vorsah, Peniel Mlapa, Chinedu Obasi und Roberto Firmino. Hoffenheim agierte im gewohnten 4-2-3-1-System und von Beginn an druckvoll.

Mlapa verpasst Führung

Nach einer ersten Halbchance durch Mlapa, hatte der U21-Nationalspieler auch die erste Großchance zur Führung. Obasi setzte sich im Kopfballduell entscheidend gegen seinen Gegenspieler durch, Mlapa stürmte dem Ball entgegen, köpfte diesen aber über die Latte (8.). Die Freiburger störten schon früh in der Hälfte der Kraichgauer. Hoffenheim präsentierte sich äußerst ballsicher, ließ jedoch in einigen Situationen das nötige Tempo vermissen, um die aufgerückte Freiburger Mannschaft zu überraschen. So hatten es die 28250 Zuschauer in der WIRSOL Rhein-Neckar-Arena auch Johannes Flum zu verdanken, dass es in der 18. Minute brenzlig wurde. Der Freiburger spielte einen ambitionierten Rückpass auf Schlussmann Oliver Baumann, der das Leder gerade noch vor dem heranstürmenden Babel wegschlagen konnte.

Firmino erzielt Führung

Hoffenheim weiter die aktivere Mannschaft und nach 24 Minuten mit der verdienten Führung. Eine kurz ausgeführte Ecke von Salihovic wurde zunächst abgewehrt, den zweiten Ball spielte Fabian Johnson über die Freiburger Abwehr hinweg auf den freistehenden Roberto Firmino, der Baumann aus kurzer Distanz keine Chance ließ. Freiburg nach dem Gegentor mutiger. Zunächst bediente Johannes Flum Teamkollege Cedric Makiadi, dessen Kopfstoß verfehlte das Gehäuse von Tom Starke knapp (29.). Zehn Minuten später versuchte es Julian Schuster den Schlussmann mit einem direkten Freistoß aufs kurze Eck zu überraschen. Starke parierte aber glänzend (38.). Kurz vor dem Pausenpfiff wurde es nochmal im Freiburger Strafraum gefährlich. Williams mustergültig auf den in die Gasse gestarteten Firmino, der machte sich alleine in Richtung Baumann auf, scheiterte jedoch am hervorragend reagierenden SC-Keeper.


Turbulenter Start in Hälfte zwei

Die zweite Hälfte begann turbulent. Zunächst scheiterte Papiss Demba Cissé völlig alleingelassen im 16er am toll reagierenden Starke (51.), ehe Chinedu Obasi im Gegenzug aus halbrechter Positionen nur das Außennetz traf (52.). Hoffe zog sich Mitte der zweiten Hälfte zu weit in die eigene Hälfte zurück, überließ dem SC das Mittelfeld und schraubte die Offensivbemühungen auf ein Minimum zurück. Zumeist war für die Breisgauer am Strafraum Endstation, ein ums andere Mal fanden die Gäste dann doch einen Weg durch den Defensivriegel, konnten aber in höchster Not noch gestoppt werden. In der 73. Minute prüfte Felix Bastians mit einem Freistoß aus 18 Metern Tom Starke, der gerade noch die Fäuste nach oben riss. Die TSG unternahm wenig, um dem Cheftrainer eine ruhige Schlussviertelstunde zu bescheren. Dennoch hatte 1899 in den Schlussminuten die Chance zur Vorentscheidung. Der eingewechselte Vedad Ibisevic tauchte frei vor Baumann auf, der Freiburger Schussmann blieb jedoch Sieger.

Hoffenheim bitter bestraft

In der 90. Minute versuchte es der SC nochmals mit einem langen Ball, plötzlich landete der Ball beim eingewechselten Dembélé, der Starke mit einem satten Schuss ins rechte untere Eck keine Abwehrchance ließ. Erneut verspielt 1899 in der Schlussphase einen sicher geglaubten Heimsieg, denn es war die letzte Aktion in einem dramatischen Derby.

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