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10.09.2010

Vorsah und Salihovic treffen bei 2:0-Erfolg über Schalke 04

1899 Hoffenheim verteidigt zum Auftakt des dritten Spieltags die Tabellenspitze und bleibt ohne Gegentreffer. Gegen den FC Schalke 04 setzte sich die Elf von Chef-Trainer Ralf Rangnick in der Rhein-Neckar-Arena mit 2:0 (1:0) durch. Für die Treffer sorgten Isaac Vorsah (38.) und Sejad Salihovic (90.).

1899 Hoffenheim gegen den FC Schalke 04. Die Vorzeichen für diese Partie hätten nicht unterschiedlicher sein können. Während die Kraichgauer nach zwei Auftaktsiegen gegen Werder Bremen (4:1) und dem FC St. Pauli (1:0) von ganz oben grüßen, hat S04 einen Fehlstart hingelegt. Sowohl beim 1:2 in Hamburg, als auch eine Woche später gegen Hannover 96 (1:2) blieb die Magath-Elf ohne Punkte. „Wir haben nach der Heimniederlage gegen Hannover 96 die Pflicht, punkten zu müssen", betonte Magath.

Zwölf Mal hat Felix Magath auf dem Transfermarkt zugeschlagen, hat dabei Topspieler wie Klaas-Jan Huntelaar, Raul und Jurado von Atlético Madrid in die Bundesliga geholt. Viel individuelle Klasse - ob die Stars auch harmonieren, muss sich erst noch zeigen. Genau da sieht Hoffenheims Chef-Trainer Rangnick einen Vorteil für seine Elf. „Die Ausgangsposition ist reizvoll. Schalke 04 hat sich mit bekannten, erfahrenen Spielern verstärkt, wir mit drei jungen Spielern. Unser Vorteil ist, dass das Team schon zusammengewachsen und eingespielt ist. Es wird eine schwere Aufgabe, aber wir freuen uns darauf", sagt Rangnick vor der Partie.

Startelf unverändert

Personell konnte der 52-Jährige auf die Siegerelf der ersten beiden Partien zurückgreifen. Einzige Änderung war die Hereinnahme von Neuzugang Gylfi Sigurdsson in den Kader. Marvin Compper meldete sich rechtzeitig fit und rückte auf seine angestammte Linksverteidiger-Position. Vorsah und Simunic verteidigten gegen die Weltstars Huntelaar und Raul. Im Mittelfeld bekamen Weis, Salihovic und der zuletzt starke Luiz Gustavo das Vertrauen. Das Hoffenheimer Angriffstrio Ba, Mlapa und Ibisevic stürmten ebenso von Anfang an. Einzig Matthias Jaissle und Chinedu Obasi standen dem Team nicht zur Verfügung. Bei Jaissle ist die Heilung aber zumindest so weit fortgeschritten, dass der 22-Jährige voraussichtlich in der kommenden Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen wird. Obasi wird hingegen noch einige Wochen fehlen.

Vorsah im „Torrausch"

Zu Gast in der Rhein-Neckar-Arena war Bundestrainer Joachim Löw, der zu Beginn ein Spiel mit vielen Fehlern und Unkonzentriertheiten auf beiden Seiten sah. Hoffenheim spielte in den ersten Minuten abwartend, darauf bedacht, Schalkes neue Stürmerstars Raul und Huntelaar in den Griff zu bekommen. Die erste gute Chance der Partie hatten aber die Gastgeber. Ba spitzelte den Ball zu seinem Sturmkollegen Ibisevic, der in den Strafraum zog, von seinem Gegenspieler im letzten Moment aber noch entscheidend gestört wurde. Schalke kontrollierte die Partie weiter und hatte in der 10. Minute durch Huntelaar die beste Möglichkeit, in Führung zu gehen. Nach einer flachen Hereingabe von Edu, kam der Schalker Neuling völlig freistehend zum Schuss. 1899-Keeper Tom Starke wäre machtlos gewesen, der Schuss ging aber knapp am rechten Pfosten vorbei. Die Hausherren taten sich zunächst schwer, sich entscheiden aus der eigenen Hälfte zu befreien. Trotzdem hatten sie in Person von Ibisevic und Ba die besseren Chancen und die Führung mittlerweile verdient. In eine Hereingabe von Andreas Beck rutschte Ba, dessen Abnahme aber abgefälscht wurde und übers Tor ging (19.). Sechs Minuten später zog Ibisevic aus halblinker Position volley ab, Manuel Neuer im Tor der Schalker wehrte ab, den Nachschuss von Ba hielt der Nationaltorwart sicher fest.

Eine halbe Stunde war gespielt als Joachim Löw auf der Tribüne auch vom Tabellenführer mehr Kombinationsfußball zu sehen bekam. Die „Königsblauen" nahmen das Tempo heraus, Hoffenheim wurde offensiver, riss das Spiel mehr und mehr an sich und zwang Schalke zu Fehlern. Erneut war es Ibisevic, der in nach 31 Minuten die große Chance zur Führung hatte. Im Eins-gegen-Eins scheiterte er wiederum an Neuer, der den Angriff zuvor mit einem verunglückten Abstoß eingeleitet hatte. In der 38. Minute zappelte das Leder zur verdienten Hoffenheimer Führung im Netz. Nach einer Ecke flankte Beck gefühlvoll in die Mitte, wo Isaac Vorsah am höchsten stieg und per Kopf das 1:0 erzielte - schon der zweite Saisontreffer für den Innenverteidiger, der damit zusammen mit Salihovic die mannschaftsinterne Torschützenliste anführt. Die Halbzeitführung ging völlig in Ordnung, denn nach einer guten Anfangsphase haben sich die Schalker zu weit fallen lassen und die Offensivbemühungen weitestgehend eingestellt.

Tabellenspitze verteidigt

Schalkes Trainer Magath reagierte mit einem Doppelwechsel auf die schwache Leistung seiner Elf - spielerische Veränderungen brachten diese aber nicht. Hoffenheim bestimmte weiter das Spielgeschehen und drängte nach dem Pausentee sofort auf den zweiten Treffer. Nur eine Minute nach Wiederanpfiff schob Sejad Salihovic die Kugel über die Linie, stand bei seinem Treffer aber deutlich im Abseits. Wie in den beiden ersten Saisonspielen lief der Ball in der Offensive bei Hoffenheim schnell und direkt, einzig die Chancenverwertung war mangelhaft - die Führung hätte nach 60 Minuten schon deutlich höher sein müssen. Bei den Gästen war im Spiel nach vorne der Wurm drin, in der 59. Minute hatte 1899 aber Glück, als Huntelaar Tom Starke mit einem gut platzierten Kopfball prüfte. Hoffenheims Nummer eins reagierte stark und lenkte das Leder gerade noch an die Latte. Den Hausherren gelang der zweite Treffer zunächst nicht und Schalke drückte wieder aufs Tempo. In der Defensive stand Hoffenheim aber sicher, alles, was dennoch aufs Tor kam, entschärfte Starke. In der Nachspielzeit setzte Salihovic das i-Tüpfelchen. Der eingewechselte Sebastian Rudy wurde kurz vor dem 16er zu Fall gebracht. Den fälligen Freistoß verwandelte Salihovic zum 2:0-Endstand. Clever und souverän erkämpft sich Hoffenheim im dritten Spiel den dritten „Dreier" und genießt eine weitere Woche am Platz an der Sonne.

Daten & Fakten zum Spiel »

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