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U23
12.08.2010

U23 gewinnt 5:1 in Worms / Herdling und Jabiri mit Doppelpack

Mit einem am Ende auch in der Höhe verdienten 5:1 (2:1)-Erfolg bei Wormatia Worms hat die U23 das zweite Ausrufezeichen in der noch jungen Regionalliga-Saison gesetzt. Die Tore vor 1431 Zuschauern im Wormatia-Stadion erzielten Kai Herdling (2) und Adam Jabiri (2), hinzu kam ein Eigentor des Wormsers Tobias Klotz.

Die Besucher der Partie hatten noch gar nicht richtig Platz genommen, da zappelte die Kugel bereits im Wormser Tor. Einen langen Ball von Robin Neupert verlängerte Adam Jabiri auf Kai Herdling, der aus halblinker Position Kevin Knödler trocken überwand. Es war noch keine Minute gespielt, doch die Platzherren schien der frühe Rückstand nicht zu beeindrucken. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klotz hatte nun ihre stärkste Phase. Der gegen seinen Ex-Klub hochmotivierte Martin Gollasch traf freistehend nur den Außenpfosten (4.) und war nur sechs Minuten später der Ausgangspunkt des Ausgleichstreffers, als er mit einem Zuckerpass durch die Viererreihe Rudolf Hübner mustergültig bediente und der Jens Grahl im 1899-Gehäuse aus kurzer Distanz keine Chance ließ - 1:1. „Wir haben förmlich um den Ausgleich gebettelt, obwohl uns die Führung eigentlich hätte Sicherheit geben müssen", kritisierte U23-Cheftrainer Markus Gisdol später.

In der Folge sahen die Zuschauer eine attraktive Partie, in der die Hoffenheimer nach und nach wieder die Zügel in die Hand nahmen. Phillip Klingmann zielte knapp übers Tor (16.) und nach einer knappen halben Stunde bekam Marco Terrazzino nach schönem Herdling-Zuspiel keinen Druck hinter den Ball. Zu diesem Zeitpunkt war ordentlich Feuer unterm Dach. Als die Wormser sich zu lange über eine Freistoß-Entscheidung des Unparteiischen echauffierten, nutzte die Gisdol-Elf die Situation eiskalt aus. Die Kugel landete bei Jabiri, der im Stile eines Goalgetters zwei Gegenspieler nass machte und zum 1:2-Pausenstand vollstreckte (35.). Worms-Coach Klotz beklagte anschließend, dass er gerade seinen verletzten Kapitän Matthias Lang auswechseln wollte, der Assistent aber nicht reagiert habe. Sei's drum - die Rheinhessen, die ohne ihren angeschlagenen Heimkehrer Marco Stark sowie den noch nicht freigegebenen Neuzugang Isaac Ojigwe auskommen mussten, waren zur Pause noch nicht abgeschrieben.

Den Start in den zweiten Abschnitt verschliefen die Hoffenheimer zunächst und ermöglichten Martin Röser nach nur zehn Sekunden eine Riesengelegenheit, doch der Wormser verzog. Die Strafe folgte auf dem Fuß. Einen gefühlvollen Pass Herdlings von der linken Seite fälschte Tobias Klotz ins eigene Netz ab (49.), zunächst sah Vestergaard, der für Nyenty als einzige Änderung zum Frankfurt-Spiel in der Startelf stand, wie der Torschütze aus. Zwei Minuten später hätte Jabiri den Sack endgültig zu machen können, als er noch im Fünfmeterraum einen Gegenspieler austanzte, dann aber zu lange zögerte und nur das Außennetz traf. Glück hatten die Hoffenheimer, dass Kevin Wittke praktisch im Gegenzug mit einem Freistoß nur die Latte traf (52.). „Entscheidend wird für uns in den kommenden Wochen sein, dass wir in den ersten 60 Minuten noch besser werden", so Gisdol. „Ich hatte bis zum 4:1 nicht das Gefühl, dass Worms nicht mehr zurückkommen kann." Nach einem kurzen Leerlauf kurbelte „Hoffe zwo" wieder das Tempo an. Dominik Kaiser, der nach seiner Einwechslung sofort ins Spiel fand und gewohnt zuverlässig agierte, bediente Pascal Groß, dessen Kopfball knapp übers Tor flog (63.). Eine letzte Schrecksekunde musste Gisdol 60 Sekunden später überstehen, als ein missglückter Distanzschuss Hübners direkt vor den Füßen von Tobias Klotz landete, der aber am glänzend reagierenden Grahl scheiterte. Dann die Entscheidung: Nach einem butterweichen Herdling-Pass musste Jabiri nur noch die Rübe hinhalten - eine seiner leichtesten Übungen. Das 4:1 besiegelte das Schicksal der Hausherren, die schließlich noch das 1:5 durch Herdling hinnehmen mussten, der einen von Hübner an Kaiser verursachten Foulelfmeter sicher verwandelte. In der Schlussphase verhinderte Knödler gegen Klingmann (87.) und Christoph Hemlein (88.) ein noch größeres Debakel.

„In den ersten 20 Minuten hat sich meine Mannschaft von der für sie ungewohnten Kulisse beeindrucken lassen", gab Gisdol später zu Protokoll. „Wir haben im Spiel gegen den Ball nicht genügend investiert und verdient den Ausgleich kassiert. Ich denke, dass dieser Sieg meinen Jungs weiteres Selbstvertrauen gibt." Mit sechs Punkten und 9:1 Toren in zwei Spielen steht seine Mannschaft nun an der Spitze der Regionalliga Süd. „Ich möchte diese Momentaufnahme nicht zu hoch hängen", war auch Gisdol bewusst, dass der Wormatia einige Stammkräfte fehlten. „Von unserem Ziel, uns erstmal in der Liga zu etablieren, rücken wir nicht ab."

Wormatia Worms - 1899 Hoffenheim 1:5 (1:2)
Worms: Knödler - Böcher (46. Schittenhelm), Heidenmann, Lang (36. Amiri), Cuc - Röser, Klotz, Schröer, Hübner (81. Silveira) - Wittke, Gollasch.
Hoffenheim: Grahl - Klingmann, Vestergaard, Neupert, Szarka - P. Groß (73. N. Groß), Ludwig (57. Kaiser), Rosen, Terrazzino (46. Hemlein) - Herdling - Jabiri.
Tore: 0:1 Herdling (1.), 1:1 Hübner (10.), 1:2 Jabiri (35.), 1:3 Klotz (Eigentor), 1:4 Jabiri (67.), 1:5 Herdling (75., Strafstoß). Schiedsrichter: Vladimir Schwegler (Dortmund). Zuschauer: 1431. Karten: Gelb für Rösler / Herdling.

Daten & Fakten zum Spiel »

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