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28.03.2010

Simunic-Treffer sichert Remis gegen Freiburg

1899 Hoffenheim hat sich durch ein 1:1 im badischen Derby gegen den SC Freiburg aller Abstiegssorgen entledigt. Nach zahlreichen vergebenen Chancen traf Idrissou zur zwischenzeitlichen Gästeführung, die Verteidiger Josip Simunic in den Schlussminuten egalisierte.

Cheftrainer Ralf Rangnick veränderte seine Startelf im Vergleich zum 0:0 beim 1. FC Nürnberg auf einer Position. Für Christian Eichner rückte Andreas Beck zurück in die Anfangsformation. Andreas Ibertsberger kehrte auf seine angestammte Position links in der Viererkette zurück. Chinedu Obasi gab kurz vor Spielbeginn grünes Licht für einen möglichen Einsatz, nachdem er sich eine Stunde vor Spielbeginn einem abschließenden Test unterzog. Eine ungewöhnliche Position nahm Matthias Jaissle ein. Der verletzte Innenverteidiger schaute sich das Spiel aus einer neuen Perspektive an - aus dem Fanblock der Rhein-Neckar-Arena.

Ibisevic verpasste Führungstreffer

Was Jaissle aus dem S-Block sah, konnte sich durchaus sehen lassen. Hoffenheim bestimmte im ersten Durchgang über weite Strecken das Geschehen und zeigte wie schon zuletzt in Nürnberg in der Offensive aufsteigende Form. Doch zunächst bot den 30150 Zuschauern in der wieder einmal restlos ausverkauften Rhein-Neckar-Arena das gleiche Bild wie schon eine Woche zuvor. Vedad Ibisevic erkämpfte sich gegen SC-Kapitän Heiko Butscher gekonnt das Leder und machte sich alleine auf den Weg in Richtung SC-Gehäuse, doch Simon Pouplin reagiert hervorragend und verhindert einen Rückstand (17.). In den Anfangsminuten verpasste bereits Carlos Eduardo nach schöner Vorarbeit von Sejad Salihovic die Führung (2.). Der SC nun offensiver, versuchte seinerseits Akzente zu setzen. In der 31. Minute passte Mensur Mujdaz schön in die Mitte, Compper fälschte den Ball unglücklich ab, doch Mohamadou Idrissou traf den Ball nicht voll, so dass das Tor von Hildebrand nicht Gefahr geriet.

In die Freiburger Offensivbemühungen hinein die nächste Chance für die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick. Ein präziser Pass von Simunic in den Lauf von Carlos Eduardo eröffnete 1899 eine Kontergelegenheit. Der Brasilianer legte den Ball auf Ibisevic, der aus spitzem Winkel in Richtung Tor startete, in letzter Sekunde jedoch von Freiburgs Oliver Barth am Abschluss gehindert werden konnte. Kurz vor dem Seitenwechsel noch einmal Freistoß für Hoffenheim. Eine schöne Hereingabe von Maicosuel auf den Kopf von Simunic, doch der Ball segelte knapp über das Tor (44.). Es sollte die letzte Aktion von Maicosuel gewesen sein. Der Brasilianer wurde zur Pause durch Boris Vukcevic ersetzt. Für Vedad Ibisevic war der Arbeitstag ebenso beendet. Prince Tagoe kam zur Pause für den Bosnier. „Ich habe der Mannschaft in der Kabine gesagt, dass wir mehr riskieren, mehr Mut zeigen müssen. Leider konnten wir es nicht so umsetzen, wie ich es mir gewünscht hätte", erklärte Ralf Rangnick.

Idrissou sorgte für Freiburger Jubel

Im zweiten Abschnitt suchte Hoffenheim weiterhin den Weg nach vorne. Die Breisgauer stellten sich aber keineswegs in die eigene Hälfte, sondern spielten ihrerseits nach vorne. Ein Freistoß von Julian Schuster sorgte erstmals nach dem Wechsel für Gefahr vor den Toren. Seine Freistoß-Flanke setzte unglücklich vor Hildebrand auf, doch Hoffenheims Schlussmann war auf dem Posten. Auf der Gegenseite klärte Pouplin einen Distanzschuss von Luiz Gustavo zur Ecke (49.). Nach rund einer Stunde hätten sich die Breisgauer nicht beschweren dürfen, hätte man nach einem Foul an Carlos Eduardo in Unterzahl weiterspielen müssen. Doch Schiedsrichter Helmut Fleischer entschied nicht auf Notbremse, zückte nur Gelb (59.). Fünf Minuten später dann der Schock für 1899. Ein zu kurzer Rückpass von Luiz Gustavo wurde zur Vorlage für Flum, der scheiterte zunächst an Hildebrand, den Nachschuss drückte Mohamadou Idrissou über die Linie (65.).

Simunic zeigte Torjäger-Qualitäten

Hoffenheim in der Folge geschockt, erst nach der Einwechslung von Chinedu Obasi 20 Minuten vor dem Ende baute Hoffenheim nochmals Druck auf. Doch mehr als zwei Distanzschüsse von Beck und Carlos Eduardo sprangen nicht heraus. Bis zur 80. Minute, als nach einer verunglückten Befreiungsaktion der Freiburger plötzlich Carlos Eduardo an den Ball kam, legte den Ball in den Lauf des aufgerückten Simunic, der im Stile eines Torjägers Simon Pouplin keinerlei Abwehrchance ließ. In den letzten zehn Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit jeweils einer Chance auf beiden Seiten. Der eingewechselte Daniel Caligiuri spielte einen Konter für den SC nicht zu Ende, auf der Gegenseite scheiterte Boris Vukcevic aus halbrechter Position an Pouplin. So blieb es am Ende beim Remis.

„Wir haben uns schwer getan in der ersten Hälfte. Dennoch hatten wir drei ganz dicke Chancen. Beim Gegentor waren wir zu sorglos, Luiz hat den Ball zu schwach zurückgespielt. Am Ende müssen wir mit dem Remis zufrieden sein", resümierte Rangnick und hofft, dass der Klassenverbleib wieder zu mehr Mut und Zutrauen in die eigene Leistungsfähigkeit führt.

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