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07.05.2010

Sami Khedira im Interview

Sami Khedira hatte am Donnerstag Grund zu feiern - auch er gehört zum erweiterten Kader für die Weltmeisterschaft in Südafrika. Doch die WM hat der 23-Jährige noch nicht im Kopf, der Einzug in die Europa League genießt Priorität, wie er im achtzehn99.de-Interview verrät.

Herr Khedira, Sie spielen die zweite erfolgreiche Rückrunde in Folge, haben Europa fest im Visier. Beim 3:1-Hinspielerfolg über Hoffenheim im Dezember des vergangenen Jahres waren Sie noch in akuter Abstiegsnot. Wieso kommt der VfB erst in der zweiten Saisonhälfte in Fahrt?

Diese Frage wurde zuletzt häufig gestellt, zumal wir auch in der Vorsaison nach einer schwachen Vorrunde zum Ende hin viele Punkte geholt haben. Es ist schwer zu sagen, warum das so war. Wir hätten natürlich lieber über die gesamte Spielzeit konstant gepunktet. Ich denke aber, dass wir die richtigen Lehren gezogen haben und jetzt auf einem guten Weg sind.


Welchen Anteil hat Ihr Trainer Christian Gross an diesem Aufschwung? Worin unterscheidet er sich von seinem Vorgänger Markus Babbel?

Es ist grundsätzlich nicht korrekt, verschiedene Trainer miteinander zu vergleichen. Markus Babbel hatte in Stuttgart eine sehr erfolgreiche Zeit, am Ende hat es aus verschiedenen Gründen nicht mehr gepasst. Christian Gross ist ein erfahrener Trainer und arbeitet sehr akribisch. Er gibt jedem Spieler einen genauen Plan an die Hand und stellt uns perfekt auf den jeweiligen Gegner ein.


Noch ist der Europa League Platz nicht sicher, drei Punkte und ein schlechteres Torverhältnis liegen zwischen Ihnen und dem Hamburger SV. Ein Remis würde Ihnen am Samstag also reichen. Wie geht man mit dieser Konstellation im Hinterkopf in so ein Spiel?

Es macht wenig Sinn, sich mit Rechenbeispielen aufzuhalten. Wir wollen am Samstag so kompakt auftreten wie über weite Strecken der Rückrunde. Wenn uns das gelingt, haben wir gute Chancen, unser Ziel erreichen.

Cacau hat nach langen Verhandlungen seinen Vertrag bis ins Jahr 2013 verlängert. Wie wichtig ist er für Ihre Mannschaft und sehen Sie dennoch Handlungsbedarf mit Blick auf die neue Saison?

Ich freue mich, dass sich der VfB und Cacau auf eine Vertragsverlängerung verständigt haben. Er ist ein sehr guter Stürmer und ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft, er identifiziert sich mit dem Verein und kennt das Umfeld seit vielen Jahren. Natürlich wird für die kommende Spielzeit wegen der feststehenden Abgänge noch der eine oder andere Spieler verpflichtet werden, es ist aber nicht die Aufgabe eines Spielers, sich dazu öffentlich zu äußern.


Sie stehen im Aufgebot für die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika. Wie haben Sie die Nachricht aufgenommen und mit welchen Erwartungen gehen Sie in Ihr erstes großes Turnier?

Jeder Fußballer träumt davon, bei einer Weltmeisterschaft für sein Land auflaufen zu dürfen. Dementsprechend habe ich über meine Nominierung gefreut. Wichtiger ist momentan aber das Saisonfinale in der Bundesliga mit unserem Spiel am Samstag.

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