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20.05.2010

Rückblick: Eine Saison mit Höhen und Tiefen

Die Saison 2009/10 war eine Spielzeit mit überzeugenden Siegen und bitteren Niederlagen, geprägt von Verletzungspech und der ein oder anderen Geschichte abseits des Rasens. achtzehn99.de lässt die zurückliegenden Monate in einer kleinen Serie noch einmal Revue passieren...

Teil 1

1899 Hoffenheim im August 2009 - ein schweres Auftaktprogramm wartete nach der Pokalhürde Oberneuland auf die Schützlinge von Chef-Trainer Ralf Rangnick. Bayern München, Bayer Leverkusen und Schalke 04 hießen die ersten drei Gegner der neuen Saison, die im Spiel gegen den Rekordmeister denkbar unglücklich begann. Neuzugang Josip Simunic köpfte gleich zu Beginn im Anschluss an einen Freistoß die Führung, doch Schiedsrichter Rafati und seine Assistenten sahen dies anders: Kein Tor - eine Fehlentscheidung wie sich später herausstellte. Eine Viertelstunde später nutzte Olic eine Unachtsamkeit zur Führung. Hoffenheim steckte nicht auf und lieferte einen großen Kampf, der am Ende mit dem Ausgleich von Obasi und einem Punkt belohnt wurde. In Leverkusen war für 1899 wie schon im Vorjahr nichts zu holen, die Niederlage in der BayArena war der Beginn einer beeindruckenden Serie mit vier Siegen und einem Remis. Der 5:1-Erfolg gegen Hertha BSC Berlin am 27. September stellte jedoch den Wendepunkt einer bis dahin erfolgreichen Saison dar. Siege und Niederlagen wechselten sich ab, der einzige Heimerfolg glückte am 24. Oktober gegen den 1. FC Nürnberg, ein Spiel auf das „Kunstschütze" Christian Eichner gerne zurückblickt. „Das Tor war doppelt schön für mich. Es war mein erstes Tor für Hoffenheim und natürlich auch sehr sehenswert", erinnert sich Eichner. „Ich dachte mir in dem Moment einfach Augen zu und durch." Aus der Fremde brachten die Rangnick-Schützlinge zumeist Punkte mit, nur zum Abschluss der Vorrunde musste man sich dem VfB Stuttgart mit 1:3 geschlagen geben. Mit Rang sieben zur Winterpause lagen die europäischen Plätze aber durchaus in Reichweite.

Doch wie schon ein Jahr zuvor schaffte es 1899 nicht, Konstanz in die Leistungen zu bringen. Themen abseits des Rasens traten in den Vordergrund. Eine Halbserie mit vielen Rückschlägen folgte, besonders in der heimischen Rhein-Neckar-Arena mussten die Fans lange auf einen Sieg warten. Frust machte sich bei Mannschaft und Fans breit. Lediglich ein Heimsieg im Jahr 2010 war zu wenig - was in der Hinrunde noch verheißungsvoll begann, mündete schließlich beinahe im Abstiegskampf. „Wir müssen uns auch mit den unteren Tabellenregionen beschäftigen", warnte Andreas Beck nach dem mageren 1:1 zuhause gegen den Sport-Club Freiburg und den zuvor schwachen Vorstellungen gegen Mainz und Bremen. Beck behielt recht. Niederlagen in Wolfsburg und gegen Köln brachten 1899 noch näher in die Regionen, die man tunlichst meiden sollte. Doch die Mannschaft zeigte Reaktion. Das Remis in Dortmund, die Siege gegen Hamburg und Frankfurt - ein versöhnliches Ende einer lehrreichen Saison mit vielen Nebenschauplätzen. „Ich habe gelernt, dass man immer konsequent weiter arbeiten muss, der Verein und die Mannschaft haben gelernt, dass man mit Demut in Zukunft besser aufgestellt ist", sagt Christian Eichner.

Teil 2: Der etwas andere Kapitän

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