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17.03.2010

Chinedu Obasi: Heilungsprozess macht Fortschritte

Lächelnd und immer gut gelaunt - auch in schwierigen Zeiten verbreitet Chinedu Obasi eine positive Stimmung. Nicht etwa durch aberwitzige Sprüche, nein, vielmehr durch seine positive optimistische Betrachtung der Dinge. Man könnte es dem 23-Jährigen wohl kaum verdenken, würde er sich derzeit das Lächeln eher verkneifen. Denn die Leidenszeit von Obasi im letzten Jahr war lange - zu lange für einen spielfreudigen Angreifer, der dem Hoffenheimer Offensivspiel so viel zu geben hat.

Kreativität, Schnelligkeit und Dynamik, einfach mal etwas Unmögliches versuchen, auch auf die Gefahr hin, dass der Versuch danebengeht. Obasi vermittelt Spielfreude, sorgt auf dem Rasen für besondere Momente, die ansteckend auf seine Teamkollegen wirken. Nach seiner Afrika-Cup-Rückkehr als Bronzemedaillengewinner strotze der Nigerianer nur so vor Selbstvertrauen, doch das Spiel gegen Hannover 96 war sinnbildlich für das vergangene Jahr, in dem Obasi häufig mit Verletzungen zu kämpfen hatte. Nach einer überzeugenden Vorstellung und einer Torvorlage gegen 96 landete Hannovers Innenverteidiger Haggui auf dem Sprunggelenk des Angreifers, der Nigerianer knickte um, zog sich eine Syndesmose- und Kapselverletzung im rechten Sprunggelenk zu.

Beinahe sechs Wochen sind seither vergangen. Täglich trifft man Obasi am Trainingszentrum in Zuzenhausen an - er dreht mit Reha-Trainer Christof Elser seine Runden, wird von Hoffenheims Physiotherapeuten behandelt. Für das Mannschaftstraining reicht es noch nicht, die Schmerzen bei schnellen Bewegungen sind noch zu groß. „Der Knöchel fühlt sich nicht schlecht an, es wird von Tag zu Tag besser. Bei normalen Läufen habe ich auch keine Probleme mehr", sagt Obasi, „doch bei schnellen Richtungswechseln verspüre ich noch Schmerzen." Es sei ein typischer Heilungsverlauf dieser Verletzung, die ihre Zeit in Anspruch nehme, so Elser, den die Entwicklung der letzten Tage jedoch positiv stimmt. „Chinedu hat einen Schritt nach vorne gemacht. Wir versuchen jetzt sein Sprunggelenk langsam an intensivere Belastungen heranzuführen." Eine Rückkehr ins Mannschaftstraining dürfte wohl nicht mehr allzu lange dauern.

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