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14.11.2010

Niederlage im Baden-Derby in letzter Sekunde

1899 Hoffenheim verliert erneut eine Partie in der letzten Sekunde. In einem chancenarmen Spiel, das die Hoffenheimer kontrollierten, ist es Goalgetter Papiss Demba Cisse, der eine der wenigen Gelegenheiten für den SC Freiburg nutzt und mit seinem zehnten Treffer die Niederlage besiegelt.

Trainer Ralf Rangnick ließ seine Mannschaft im Gegensatz zur Niederlage beim Hamburger SV heute in einer 4-4-2 Aufstellung beginnen. Außerdem fanden sich drei neue Spieler in der Startelf. Statt Chinedu Obasi, Sejad Salihovic und Tobias Weis waren es diesmal Boris Vukcevic, Gylfi Sigurdsson und Andreas Ibertsberger. Dieser spielte auf seiner Stammposition als linker Außenverteidiger, wodurch Luiz Gustavo zurück ins defensive Mittelfeld kehren konnte.

Sigurdsson an die Latte

Eine ereignisarme Viertelstunde zu Beginn der Partie ließ die XXX Zuschauer auf mehr Highlights in der verbleibenden Zeit hoffen. Einzig Sigurdsson mit einem Distanzschuss und Jan Rosenthal per Kopfball taten sich hervor. In der 21. Minute dann der erste Aufreger: Boris Vukcevic - sein erster Saisoneinsatz von Beginn an - setzte sich auf der rechten Außenbahn durch und flankte in die Mitte. An der Strafraumgrenze erreichte der Ball Sigurdsson, der diesen per Direktannahme an die Unterkante der Latte schoss. Von dort prallte das Spielgerät zurück ins Feld. Während die Hoffenheimer Spieler noch der vergebenen Chance nachtrauerten, lief der Freiburger Konter bereits. Abgeschlossen wurde dieser von Cisse, dessen Schuss aber zwei Meter über das Tor segelte. In der 30. Minute legte sich erneut Sigurdsson die Kugel zurecht - diesmal zum indirekten Freistoß nach einem Foul an Andreas Beck. Die Hereingabe fand Boris Vukcevic, dessen Schuss von Gäste-Keeper Oliver Baumann pariert wurde.

Temposteigerung nach 30 Minuten

Die Partie nahm an Fahrt auf. 1899 erarbeitete sich mehr Raumgewinn und versuchte, die Offensive über die Flügel zu gestalten. Der SC Freiburg ließ sich zurückfallen, blieb aber über Konter und Standardsituationen stets gefährlich.

In der 43. Minute war es eine solche, die zur ersten Prüfung für den Hoffenheimer Keeper Daniel Haas führte. Den Schuss von Jan Rosenthal nach einer Freistoßflanke aus kurzer Distanz wehrte der Ersatzmann von Tom Starke jedoch ab. Trotz hohem Engagement auf beiden Seiten blieb es bis zum Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Felix Zwayer beim torlosen Zwischenstand und die Mannschaften verabschiedeten sich zunächst in die Kabine.

Unverändert in den zweiten Durchgang

Keiner der beiden Trainer wechselte zur Pause. Die erste nennenswerte Szene in der zweiten Hälfte hatte erneut der heute umtriebige Isländer. Nach einem Pass von Mlapa zielte Sigurdsson richtung Kasten. Heraus kam aber nur ein Schüsschen, mit dem Baumann keinerlei Probleme hatte.

Wie bereits zu Beginn der Partie blieben die großen Chancen auf beiden Seiten Mangelware. Viele kleine Fouls im Mittelfeld führten zu etlichen Spielunterbrechungen. Phasenweise zogen sich alle Freiburger Spieler, mit Ausnahme von Cisse, bis an den eigenen Sechzehner zurück. Diese defensive Ausrichtung stellte die Hoffenheimer Offensivabteilung vor scheinbar unlösbare Probleme. Freiburgs erster Auftritt im Strafraum in der zweiten Hälfte ereignete sich in der 63. Minute und stellte sich durch einen Steilpass dar, der jedoch keinen Abnehmer fand.

Vukcevic mit zweiter Chance - Doppelwechsel von Rangnick

In der 65. Minute war es erneut Vukcevic, der Torhüter Baumann prüfte. Seinen Schuss aus 17 Metern wehrte der Ersatztorhüter der Breisgauer jedoch ab. Für Vukcevic stellte dies die letzte Aktion dar. Gemeinsam mit Peniel Mlapa verließ er für Sejad Salihovic und Vedad Ibisevic das Feld. Ein großes Plus an Chancen konnte nicht verbucht werden. Freiburg verteidigte, Hoffenheim machte das Spiel.

Demba Ba mit größter Gelegenheit

In der 77. Minute setzte sich der bis dahin schwächer als sonst auftretende Demba Ba gegen Verteidiger Mujdza durch und stürmte alleine auf Torwart Baumann zu. Torwart Baumann blieb jedoch erneut Sieger. Die letzten zehn Minuten entpuppten sich als die aufregendsten der Partie. Nachdem Sigurdsson Baumann prüfte und der den Ball in die Mitte abwehrte, verpasste dort Ba. Im direkten Gegenzug rettete Haas vor dem eingewechselten Stefan Reisinger mit seiner besten Aktion. Der folgende Eckstoß sorgte für Verwirrung im Hoffenheimer Strafraum, die von den Gästen jedoch nicht gewinnbringend genutzt werden konnte.

Tor in der Nachspielzeit

Freiburg gelang es zunehmend, den Qualitätsunterschied der ersten Hälfte wegzumachen. Beide Tohüter bekamen Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Mit der letzten Aktion des Spiels ist es ausgerechnet der sonst so souveräne Gustavo, der den Ball gegen Reisinger verliert und den Gegentreffer so einleitet. Cisse steht richtig, bekommt den Ball, macht zwei Schritte und trifft mit seinem zehnten Saisontor. Für Hoffenheim bedeutet dies die zweite Heimniederlage der Saison. Nächsten Spieltag reist 1899 zum Fünftplatzierten Eintracht Frankfurt.

Daten & Fakten zum Spiel »

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