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23.02.2010

Nachgefragt bei Christian Eichner

Die Partie gegen Borussia Mönchengladbach sorgt selbst vier Tage nach dem Spiel noch immer für Gesprächsstoff. achtzehn99.de hat bei Christian Eichner einmal nachgefragt.

Christian, 2:2 gegen Borussia Mönchengladbach. Aus deiner Sicht ein gerechtes Ergebnis?

Ich denke schon. Wir haben es versäumt in der Anfangsphase in Führung zu gehen, als wir zwei, drei gute Möglichkeiten verstreichen ließen. Nach dem Gegentreffer hat man gemerkt, dass uns einfach das Selbstvertrauen fehlt. Dass wir nach dem 0:2 noch einmal zurückgekommen sind, davor kann man nur den Hut ziehen und zeigt, dass wir als Mannschaft auf dem richtigen Weg sind.


Die Mannschaft wirkte nach dem ersten Gegentreffer leicht verunsichert. Was war dein Eindruck?

Ja, das stimmt. Wir brauchen momentan länger, um ein Negativerlebnis wegzustecken. Wenn wir die letzten Spiele gewonnen hätten, wäre es uns sicherlich leichter gefallen einen Rückstand zu verdauen.


Nach dem 0:2 kurz nach der Pause hatte man das Gefühl, die Partie sei gelaufen. Wie habt ihr es geschafft, nochmal ins Spiel zurückzufinden?

Ganz klar, es hat nicht mehr allzu viel für uns gesprochen. Aber Gladbach hat es versäumt das dritte Tor nachzulegen. Dann hast du immer noch eine Chance zurückzukommen. Eine gelungene Aktion, die zum Tor führt, reicht manchmal aus, um ein Spiel komplett zu drehen. Die Unterstützung der Fans nach dem Anschlusstreffer hat uns zusätzlich beflügelt.


Die beiden Gegentore waren umstritten. Hadert man während des Spiels noch mit den Fehlentscheidungen oder kann man das vollständig ausblenden?

Ich habe mir angewöhnt, nicht zu viel darüber nachzudenken. Das kostet nur unnötige Energie. Ich habe mir die Situationen hinterher im Fernsehen unzählige Mal angeschaut, speziell die Szene zum 0:2. Nach 15 Zeitlupen wusste ich immer noch nicht, ob es abseits oder gleiche Höhe war.


Carlos Eduardo war an beiden Toren entscheidend beteiligt. Wie wichtig ist er für die Mannschaft?

Ähnlich wie bei einem Torhüter kann Carlos uns durch seine individuelle Klasse zusätzlich Punkte bringen. Er hat die Qualität ein Spiel alleine zu entscheiden. Wenn er so spielt wie am Freitag, ist er immens wichtig für diese Mannschaft.


Und auch Vedad Ibisevic trifft wieder.

Ich freue mich riesig für ihn, wie auch die gesamte Mannschaft. Ich denke, er hat die Phase des Nichttreffens endgültig überwunden, das gibt ihm zusätzlich Auftrieb für die nächsten Spiele. Wenn wir es schaffen, ihn weiterhin gut in Szene zu setzen, war das Tor gegen Mönchengladbach nicht sein letztes.


Am Samstag geht es nach Berlin, die in Freiburg ordentlich Selbstvertrauen getankt haben. Was erwartest du für ein Spiel?

Es wird eine andere Mannschaft auf dem Platz stehen, als beim 5:1 im Hinspiel. Friedhelm Funkel hat ihnen wieder Selbstvertrauen und Zuversicht gegeben. Eine Mannschaft wie Hertha BSC Berlin hat am Tabellenende ohnehin nichts verloren. Doch sie haben, trotz des Sieges in Freiburg, die aktuelle Situation noch im Hinterkopf, daher müssen wir versuchen in Führung zu gehen, um ihnen die prekäre Situation wieder in Erinnerung zu bringen. Eines ist klar: Wenn wir sie spielen lassen, dann werden wir Probleme bekommen.

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