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24.10.2010

1899 entführt einen Punkt beim BVB

„Wir wollen mindestens einen Punkt holen“, lautete Ralf Rangnicks Ansage. Am Ende wurde es einer. Und es hätte nicht viel gefehlt und Hoffenheim wäre mit drei Zählern nach Hause gefahren. Der Ausgleich für Dortmund fiel erst in der Nachspielzeit. Mit viel Kampf und Leidenschaft und einem Treffer von Demba Ba hat es 1899 Hoffenheim geschafft, Borussia Dortmund die ersten Zähler nach sieben Siegen abzunehmen.

Die mitgereisten Hoffenheimer Fans, die ihre Mannschaft in die schwarz-gelbe Hölle begleitet hatten, mussten bei der Aufstellung auf den einen oder anderen Spieler vergeblich warten. Trainer Ralf Rangnick musste nach Ausfällen in der Defensive umstellen. Andreas Ibertsberger und Josip Simunic konnten die Reise nach Dortmund verletzungsbedingt nicht antreten. Neben Isaac Vorsah rückte Marvin Compper erneut in die Innenverteidigung. Rechts verteidigte Kapitän Andreas Beck. Eine Überraschung gab es auf der linken Abwehrseite. Der zuletzt so stark aufspielende Luiz Gustavo wurde von der 6er-Position auf die linke Seite gezogen. Vor der Viererkette bildeten Sejad Salihovic, Tobias Weis und Sebastian Rudy die Mittelfeldreihe. Nachdem Boris Vukcevic in den vergangenen Spielen als Einwechselspieler überzeugte, durfte er gegen die schwarz-gelbe Borussia mal wieder von Anfang an ran. Peniel Mlapa und Demba Ba ergänzten die Startelf.

Guter Beginn der Gäste

Den besseren Start ins Spitzenspiel erwischten die Gäste aus Baden. Nach kurzem Abtasten und einer ersten Chance der Dortmunder, bei der Kevin Großkreutz frei zum Schuss kam, aber knapp im Abseits stand, wagte sich Hoffenheim Richtung Gehäuse von Roman Weidenfeller. Den ersten Warnschuss gab Tobias Weis ab (8.). Dann folgte der starke Auftritt von Gustavo über die linke Seite. Balleroberung kurz hinter der Mittellinie, marschierte der Brasilianer in den Strafraum und passte auf Demba Ba. Dass dieser momentan einen Lauf hat, ist allseits bekannt und so bejubelte 1899 nach neun Minuten die 1:0-Führung. Doch nur eine Minute später wäre die Freude fast wieder dahin gewesen - hätten die Blauen nicht Tom Starke zwischen den Pfosten. Einen Angriff des BVB klärte Vorsah unglücklich mit dem Arm, Schiedsrichter Wolfgang Stark zeigte sofort auf den Punkt. Den ersten Elfer verwandelte Nuri Sahin ganz sicher, doch Stark pfiff die Aktion ab. Beim zweiten Versuch entschied sich der Schütze für die andere Ecke, Starke spekulierte richtig und hielt die Führung fest. Nach dem Strafstoß wurde es erstmal wieder etwas ruhiger auf dem Spielfeld. Dortmund versuchte seine viel gelobte Offensive einzusetzen, doch Sahin, Lucas Barrios und Shinji Kagawa kamen nicht richtig in Fahrt. Die Gäste legten die erste Prämisse darauf, den knappen Vorsprung zu verteidigen und setzten in der Spitze vereinzelte Stiche. Meist ging es über links, wo Gustavo mächtig Dampf machte. Ein Pass in die Mitte schloss Vukcevic mit einem Flachschuss ab, den Weidenfeller aber sicher festhielt (28.). Die letzten 15 Minuten der ersten Hälfte waren zerfahren, der BVB hatte zwar deutlich mehr Spielanteile, Hoffenheims Defensive arbeitete sehr gut, Chancen sahen die 80.720 Zuschauer deshalb so gut wie nicht.

Dauerbeschuss auf Starke

Wie erwartet kam Dortmund mit viel Dampf aus der Kabine und setzte Hoffenheim unter Druck. Die erste gute Möglichkeit in der zweiten Halbzeit hatte aber 1899. Ba sah sich nach einem langen Ball allein vor Weidenfeller. Sein Aufsetzer landete in den Armen des BVB-Keepers (48.). Direkt im Gegenzug wurde es vor dem Hoffenheimer Tor gefährlich. Kevin Großkreutz schlenzte das Leder aus aussichtsreicher Position aber nur ins Fangnetz. Der Druck des BVB hielt an, das Gehäuse von Starke war unter Dauerbeschuss, aber die Gäste machten die Räume weiterhin dicht und suchten, zwar nur noch selten, selbst den Weg nach vorne. Aus dem Spiel blieben die Borussen zumeist harmlos bis Barrios sich in der 60. Minute elegant um Compper drehte und freie Schussbahn hatte. Nur ganz knapp strich der Ball am Pfosten vorbei. Luft anhalten musste Hoffenheim vor allem bei Standardsituationen. Ein Freistoß und eine Ecke sorgten für großes Durcheinander in der Defensive von 1899 - zum Glück schnallte kein gelb-schwarzes Bein in einen der Bälle. Eine Angriffswelle nach der nächsten rollte ab sofort Richtung Gäste-Tor, Hoffenheim konnte von Glück sprechen, dass Sahin und Co. das Tor nicht trafen. Einige Male ging es im Strafraum der Badener gefährlich zu, am Ende fehlte den Borussen das Zielwasser. Das bewies in der 92. Minute dann aber doch noch Antonio da Silva. Mit einem direkt verwandelten Freistoß ließ er seine Borussia jubeln. Unglücklich für 1899, die bis dahin tapfer gekämpft hatten.

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