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PROFIS
08.04.2010

Nächster Gegner: Soldo holt zum Rundumschlag aus

Die Saison des 1. FC Köln steht am Scheideweg – am Samstag in der Rhein-Neckar-Arena entscheidet sich, wohin der Weg der Domstädter in den kommenden Wochen gehen wird. Bei einer Niederlage kommen die Abstiegsränge bedrohlich nahe, mit einem Erfolg wäre das Thema wohl endgültig ad acta gelegt.

Vor der Partie in Sinsheim scheinen die Nerven am Geisbockheim blank zu liegen. Die unzureichende Trainingsleistung nahm Cheftrainer Zvonimir Soldo als Anlass zu einem Rundumschlag gegen seine Profis auszuholen. „Wenn hier so weitertrainiert wird, fliegt der ein oder andere aus dem Kader!" Die personelle Lage beim FC ist ohnehin angespannt. Neben den Langzeitverletzten Schorch, Pezzoni, Chihi und Wome muss Soldo die gesperrten Mohamad und Tosic ersetzen, die in der vergangenen Woche gegen Berlin des Feldes verwiesen wurden. Hinzu kommt die Formkrise des Hoffnungsträgers Lukas Podolski, der im Laufe der Saison erst zweimal ins Schwarze traf. „Man macht es sich zu einfach, wenn man vieles auf mich reduziert - sowohl im Positiven als auch im Negativen. Man kann nicht sagen: „Ach, der Poldi ist ja da. Der macht das dann schon", machte Podolski vor einigen Tagen seinem Unmut Luft.

Am vergangenen Wochenende sahen die Fans gegen Tabellenschlusslicht Hertha BSC Berlin einen uninspirierten Auftritt ihrer Mannschaft. „Ich bin enttäuscht. Uns fehlte die Konzentration. Wir machen wie in Hannover einen Schritt nach vorn und jetzt wieder zwei zurück", bilanzierte Soldo, um dann selbstbewusst hinzuzufügen: „Wir werden unsere Ziele erreichen, denn wir haben immer noch eine gute Ausgangsposition." Ohnehin zählen die Kölner nicht zu den heimstärksten Teams der Bundesliga. Erst zwei Siege durften sie gemeinsam mit ihren Fans im RheinEnergie-Stadion bejubeln. In der Fremde fühlt man sich sichtlich wohler und reiht sich mit fünf Auswärtssiegen in die Top-6 der Tabelle ein.

Sollte es für den FC am Samstag einen weiteren Auswärtssieg geben, müssen sie diesen ohne ihre Fans feiern. Denn der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat im Fall von Zuschauerausschreitungen auch gegen den 1. FC Köln hart durchgegriffen. Die Kölner müssen ihr Bundesliga-Auswärtsspiel bei 1899 Hoffenheim ohne eigene Fans bestreiten. "Wir haben diesem Urteil zugestimmt und haben damit das Worst-Case-Szenario eines Teil- oder Vollausschlusses unserer Fans bei Heimspielen vermieden", sagte FC-Manager Michael Meier.

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