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24.11.2010

Nächster Gegner: Bayer 04 auf leisen Sohlen an die Spitze

Die Fußballwelt spricht über Borussia Dortmund. Zuvor über Mainz 05, Bayer 04 Leverkusen wurde dagegen nicht mehr als die meisten Vereine der Bundesliga thematisiert. Dabei hat sich Bayer heimlich, still und leise nach oben geschoben. 27 Punkte, Platz drei – eine sehenswerte Bilanz.

Die Saison begann für die Werkself mit einer Sensation, die zu diesem Zeitpunkt noch keine war. Bayer besiegte Borussia Dortmund und schaffte, was bis zum 13. Spieltag nur einer anderen Mannschaft gelang. Sie nahmen den Tabellenführern Punkte ab. Die andere Mannschaft war 1899 Hoffenheim. Am kommenden Samstag treffen beide im direkten Duell aufeinander.

Verletzungen kompensiert, nach oben marschiert

Nach dem gelungenen Auftakt in Dortmund folgten holprige Wochen. Im eigenen Stadion wurde man vom derzeitigen Tabellenletzten Borussia Mönchengladbach mit 3:6 abgefertigt. Rückkehrer Michael Ballack verletzte sich im darauffolgenden Spiel gegen Hannover. Es folgten glanzlose Auftritte der Leverkusener und eine Sprunggelenksverletzung des besten Goalgetters der vergangenen Saison, Stefan Kießling.

Leise, ohne groß aufzufallen, ist Leverkusen in Fahrt gekommen. Nach der Niederlage gegen Gladbach verlor das Team von Trainer Jupp Heynckes nur noch einmal: am neunten Spieltag gegen Mainz 05. Die Mannschaft findet zusammen, der breite Kader scheint in der Lage zu sein, die Verletzungen von Leistungsträgern wie Ballack, Kießling oder zu Beginn der Saison auch Simon Rolfes zu kompensieren.

Qual der Wahl für Heynckes

Der breite und vor allen Dingen ausgeglichene Kader macht es möglich. Im Tor steht mit René Adler ein Mann mit Weltklasseformat, der bis zu seiner Rippenverletzung auch die unumstrittene Nummer eins in der deutschen Nationalmannschaft war. Die Viererkette organisiert in der Regel Sami Hyppiä. Mit 36 Jahren gehört der Finne zu den ältesten Stammkräften der Liga. Seine Abgeklärtheit, Ruhe und Sicherheit machen ihn aber besonders wertvoll. Im Mittelfeld, das bei den Rheinländern meist mit fünf Akteuren besetzt wird, stehen mit Ballack, Rolfes, Arturo Vidal, Sidney Sam, Tranquillo Barnetta, Lars Bender, Renato Augusto und Hanno Balitsch gleich acht Spieler zur Verfügung - die Qual der Wahl für Heynckes. Auch an vorderster Front hat der 65-jährige Fußballlehrer große Auswahl. Patrick Helmes, Kießling (derzeit in der Reha), Eren Derdiyok und Nicolai Jörgensen bewerben sich Woche für Woche um einen Platz im Sturm.

Bei dieser Kaderstärke ist Konkurrenzkampf und der ein oder andere Konflikt vorprogrammiert. Jupp Heynckes hat sein Team aber unter Kontrolle und beweist anhand des Tabellenstandes, das mit der Werkself wieder einmal zu rechnen ist.

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