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18.02.2010

Nächster Gegner: Mit Frontzeck an alte Zeiten anknüpfen

Michael Frontzeck hat derzeit gut lachen. Seine Borussia ist auf dem besten Wege, die Saison in der oberen Tabellenhälfte zu beenden - dem besten Saisonergebnis seit Jahren.

„Wir rechnen erst einmal nur bis Hoffenheim, und dann sehen wir weiter und schauen auf Freiburg. Rechenspiele bringen im Fußball überhaupt nichts, denn es kommt sowieso anders, als man glaubt", erklärt der 47-Jährige. Die Mannschaft habe sich selbst mit harter Arbeit in eine komfortable Situation gebracht und sei auf einem guten Weg, so der Chef-Trainer weiter. In der Tat bringen Rechenspiele im kurzlebigen Fußball-Geschäft nur wenig, einzig für die Medien ist es eine interessante Spielerei. Doch Fakt ist: Die Borussia spielt attraktiven Konterfußball, nicht umsonst wurden kürzlich erste Vergleiche mit dem Fußball, den einst Hennes Weisweiler hat spielen lassen, gezogen. Einzig die Torausbeute bereitet Frontzeck noch Sorgen. Die Innenverteidiger Dante und Brouwers erzielten mit sieben Treffern beinahe so viele, wie der Angriff um Friend, Bobadilla, Colautti und Matmour. Den Überlegungen der Journalisten, ob der Roel Brouwers nicht künftig besser weiter vorne agieren sollte, erteilte der Holländer eine Absage: „Sicher nicht, die Jungs vorne werden auch noch richtig treffen." Und der Holländer behielt recht. Beim 2:1-Erfolg über den 1. FC Nürnberg am vergangenen Wochenende trafen gleich zwei Angreifer ins Schwarze: Roberto Colautti und Rob Friend. Die Offensivabteilung, die beim Auswärtsspiel in Mainz noch zahlreiche Gelegenheiten verstreichen ließ, glänzte am vergangenen Freitag im Borussia-Park. Doch an diesem Sieg haftet nach wie vor ein fader Beigeschmack. Erst Matmours regelwidriges Einsteigen gegen Nürnbergs Schlussmann Raphael Schäfer begünstigte Rob Friends vierten Saisontreffer. 22 Sekunden war der Angreifer auf dem Feld, ehe er den Ball nach Matmours Vorarbeit über die Linie drückte. „Es war vielleicht nicht mein schönstes Tor, aber mein schnellstes", freute sich Friend über seinen Blitzstart.

An die Duelle mit 1899 Hoffenheim blickt Frontzeck indes nicht gerne zurück, der Borussia gelang in fünf Aufeinandertreffen in Liga eins und zwei noch kein Dreier. „Dass da einiges auf uns zukommt, sieht man ja schon, wenn man sich die Statistik anschaut", so Frontzeck, der Hoffenheim bei der 1:2-Niederlage in Bochum beobachtete. „Ich habe sie bei ihrem Spiel beim VfL Bochum beobachtet. Von der individuellen Klasse her haben sie nach wie vor eines der Top-Teams - auch wenn sie mit Sicherheit mit dem bisherigen Saisonverlauf nicht zufrieden sind." In der Rhein-Neckar-Arena waren die Gladbacher bislang noch nicht zu Gast, im August 2008 zogen sie damals noch im Mannheimer Carl-Benz-Stadion im ersten Bundesliga-Heimspiel von 1899 Hoffenheim mit 0:1 den Kürzeren. Mit demselben Ergebnis könnte Chef-Trainer Ralf Rangnick wohl auch in diesem Jahr gut leben.

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