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16.12.2010

In Wolfsburg: Die Spitze nicht aus dem Blickfeld verlieren

Wo beendet 1899 Hoffenheim die Vorrunde? Mit einem Sieg am 17. Spieltag beim VfL Wolfsburg würde der Kontakt zur Spitze gehalten werden, bei einer Niederlage wäre dieser vorerst weg. Die Bilanz in der Volkswagen-Arena spricht nicht gerade für Hoffenheim. Zwei Mal musste man mit 0:4 zurück in den Kraichgau reisen. Die momentane Situation der Wolfsburger und die gute Verfassung der Rangnick-Elf sollten allerdings Mut machen.

Bereits zwei Mal haben die „Wölfe" einen sicher geglaubten Sieg noch verspielt. Beim 3:4 gegen Mainz 05 führte Wolfsburg mit 3:0 und auch beim 2:3 gegen Bayer Leverkusen lag das Team von Trainer Steve McClaren mit 2:0 in Front. Bei diesen Ergebnissen werden die Eigenschaften der Wolfsburger sofort deutlich: im Angriff sind sie stark, in der Defensive offenbaren sie größere Lücken. Deshalb ist für Ralf Rangnick auch schon klar: „Die starke Offensive müssen wir ausschalten. In der Rückwärtsbewegung sind die Wolfsburger anfällig. Genau dort müssen wir sie angreifen." Auch Sejad Salihovic unterstreicht die Aussage seines Trainer: „In der Verfassung, in der der VfL ist, haben wir gute Chancen, das Spiel zu gewinnen."

Wie schon erwähnt, Wolfsburg ist nach vorne sehr stark. Mit Diego, Edin Dzeko, Josué und Grafite haben die Niedersachsen Weltklassefußballer in ihren Reihen. Nach hinten leistet sich die McClaren-Elf aber zu viele Fehler. „Wir müssen im Mittelfeld dominant sein und vor allen Dingen Dzeko aus dem Spiel nehmen", fordert Salihovic.

Augen auf in Richtung Tor

Für das eigene Spiel gilt es im letzten Vorrundenspiel vor allem, die Augen offen zu halten und wesentlich öfter zum Torabschluss zu kommen als gegen den 1. FC Nürnberg. Gegen den „Club" wurde Gylfi Sigurdsson auf der linken Seite einige Male freistehend übersehen. „Das wären beste Kontermöglichkeiten für uns gewesen", sagt Rangnick. Hätte einer seiner Mitspieler den Isländer gesehen, wäre der Ausgleich wohl nicht gefallen. Denn dieser fiel im direkten Gegenzug. Hätte, wenn und aber zählen aber nicht. Deshalb sagt Salihovic ganz richtig: „Mit Platz sechs sind wir in Sachen Chancenverwertung nicht so schlecht. Aber wir müssen wieder mehr aufs Tor schießen."

Startplatz für Jaissle?

Seine Torschussqualitäten wird Sigurdsson wahrscheinlich gegen Wolfsburg wieder von Anfang an unter Beweis stellen können. Auch Matthias Jaissle darf sich berechtigte Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf machen. Bei dem qualitativ sehr gut besetzten Wolfsburger Mittelfeld will Rangnick Luiz Gustavo auf seiner angestammten Sechser-Position auflaufen lassen. Weil Isaac Vorsah noch gesperrt ist, ist noch ein Platz in der Innenverteidigung zu vergeben. Zwar wird eventuell auch Josip Simunic wieder im Kader stehen. Ein Einsatz über 90 Minuten käme für den Kroaten aber noch zu früh. Wie schon am vergangenen Spieltag werden auch Tobias Weis und Manuel Gulde nicht zur Verfügung stehen.

Daten und Fakten

Hoffenheim sechs, Wolfsburg sechs. So viele Unentschieden stehen in dieser Saison bei beiden Mannschaften auf dem Konto. Damit sind die Teams die Remiskönige der Liga. Im direkten Duell haben die "Wölfe" die Nase vorn. Drei der vier Bundesligabegegnungen konnte Wolfsburg für sich entscheiden. Nur das erste Aufeinandertreffen entschied Hoffenheim für sich.

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