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06.02.2010

Hoffenheim stoppt Niederlagenserie

1899 Hoffenheim hat den so wichtigen Befreiungsschlag in der Bundesliga geschafft. Die Mannschaft von Trainer Ralf Rangnick besiegte Hannover 96 verdient mit 2:1.

Mit einer auf vier Positionen veränderten Aufstellung agierte Hoffenheim von Beginn an druckvoll und versuchte durch frühes Stören der Hannoveraner Defensive ein geordnetes Aufbauspiel der Niedersachsen zu unterbinden. Doch 96 stellte sich schnell auf das Forechecking ein und überbrückte in der Folge schneller das Mittelfeld. Neuzugang Kone zeigte sich stets gefährlich und bildete ein vielversprechendes Duo mit Jiri Stajner, der aus der Halbposition immer wieder nach vorne rückte. So auch in der 25. Minute als Stajner nach schönem Zuspiel frei vor Hildebrand auftauchte, jedoch zu überhastet am Tor vorbei schoss. Zuvor hatte Vedad Ibisevic mit einem Kopfball nach Flanke seines Landsmannes Sejad Salihovic die Führung für die in blau gekleideten Hoffenheimer knapp verpasst (18.).

Carlos Eduardo sorgt für die Wende

Für Hoffenheims Brasilianer Carlos Eduardo scheint sich Hannover 96 zum Lieblingsgegner zu entwickeln. Nach dem Siegtor im Hinspiel glückte Carlos Eduardo auch am Samstag der wichtige Führungstreffer (35.). Rückkehrer Chinedu Obasi hatte den Treffer mit einer schönen Einzelleistung mustergültig vorbereitet. Es war wie ein Befreiungsschlag. Hoffenheim drängte sogleich auf den zweiten Treffer, der nur sechs Minuten später gelang. Carlos Eduardo wurde im Strafraum regelwidrig zu Fall gebracht, Schiedsrichter Fleischer zögerte nicht lange und zeigte auf den Punkt. Knapp zwei Minuten musste Salihovic am Punkt ausharren, ehe Fleischer den Strafstoß freigab. Der Bosnier zeigte jedoch keine Nerven und verwandelte sicher (41.).

Slomka reagiert zur Pause

96-Trainer Mirko Slomka reagierte, brachte zur Pause Pinto für Rosenthal und Ghasemi-Nobakht für Rausch. Doch an der Überlegenheit von 1899 änderten die Umstellungen zunächst nichts. Hoffenheim zeigte phasenweise den Fußball aus dem Jahr 2008 mit zahlreichen Ballstaffeten. Doch Obasi, Maicosuel oder auch Ibisevic schafften es nicht, den entscheidenden dritten Treffer nachzulegen. Aus heiterem Himmel gelang 96 der Anschlusstreffer (57.). Der agile und stets anspielbereite Kone war mit einem satten Rechtsschuss aus halbrechter Position im Strafraum erfolgreich: Keine Chance für Timo Hildebrand, der ansonsten einen eher ruhigen Nachmittag erlebte. Die Kraichgauer zeigten sich jedoch keineswegs geschockt, spielten weiter munter nach vorne.

Verletzungspech bleibt Hoffenheim treu

Innerhalb von zehn Minuten musste Rangnick gleich drei Leistungsträger ersetzen. Zunächst mussten Obasi und Beck beinahe zeitgleich aus der Partie, bei Marvin Compper ging es in der 79. Minute auch nicht mehr weiter. Im Hinblick auf das DFB-Pokal-Viertelfinale bei Werder Bremen ein herber Rückschlag. Als 1899 in den Schlussminuten erneut fahrlässig mit den Torchancen umging, wäre 96 beinahe noch der Ausgleich gelungen. Ein Freistoß von Neuzugang Elson erreichte Eggimann am langen Pfosten, doch der Schweizer konnte den Ball nicht kontrollieren, so dass Hildebrand nicht mehr eingreifen musste.

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