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26.08.2010

Hoffenheim gastiert beim FC St. Pauli

Premiere in der Fußball-Bundesliga: Hoffenheim gastiert beim FC St. Pauli. Diese Partie gab es in 47 Jahren Bundesliga noch nie. Nebenbei ist es auch noch das Topspiel des 2. Spieltages, das am Samstag, 18.30 Uhr am Hamburger Millerntor angepfiffen wird. Nach dem 4:1-Erfolg von 1899 gegen Bremen und dem 3:1-Sieg St. Paulis in Freiburg treffen der Tabellenführer und sein ärgster Verfolger aufeinander.

Erster trifft auf Zweiter

Wahrlich hat diese Tabellenkonstellation eine Aussagekraft wie die Hochrechnungen vor einer Bundestagswahl, doch es ist für Fans, Spieler und Medien eine nette Spielerei zu Saisonbeginn. Ralf Rangnick hingegen misst dieser Konstellation keine allzu große Bedeutung bei. „Die Tabelle hat nach dem ersten Spieltag nur sehr wenig Aussagekraft, trotzdem sind wir natürlich froh, dass wir gut gestartet sind und ohne Druck in dieses Spiel gehen können", sagt der Chef-Trainer, der den Aufsteiger als sehr spielstarke Truppe ausgemacht hat. „St. Pauli legt sehr viel Wert darauf, spielerische Akzente zu setzen und in jeder Phase der Partie ihr eigenes Spiel durchzuziehen. Das werden sie auch gegen uns versuchen. Hinzu kommt noch die Atmosphäre im Stadion, die wir noch aus den Zweitliga-Zeiten sehr gut kennen."

Nur Obasi und Jaissle fehlen in Hamburg

Rangnick hat vor dem Spiel beim FC St. Pauli keine weiteren Ausfälle zu beklagen. Im Gegenteil: Andreas Ibertsberger und Neuzugang Sebastian Rudy drängen in den Kader und stellen Rangnick vor eine schwierige Entscheidung. „Es ist momentan sehr schwer, in die Mannschaft zu kommen. Es geht nur über gute Trainingseindrücke und diese müssen möglichst besser sein, als die ihrer Mitstreiter auf dieser Position." Marvin Compper und Vedad Ibisevic absolvierten in dieser Woche nur ein reduziertes Training, da sie mit leichten Problemen zu kämpfen hatten. Compper machte das Innenband im Knie zu schaffen und Ibisevic plagte sich mit Problemen an der Wade herum. Beide konnten jedoch am Donnerstagnachmittag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen und werden wohl ihre Positionen in der Anfangsformation einnehmen. Den Weg in die Hansestadt definitiv nicht antreten werden Matthias Jaissle und Chinedu Obasi. Bei Jaissle konnte Rangnick zwar Fortschritte vermelden, doch absehbar sei eine Rückkehr für den 22-Jährigen noch nicht. Obasi hingegen verspürte in der vergangenen Woche Schmerzen bei ersten leichten Jogging-Versuchen, so dass der Nigerianer wieder eine Pause einlegen musste. In der nächsten Woche soll eine weitere Untersuchung Klarheit über den Heilungsverlauf bringen.

Einsatz von Rudy noch ungewiss

Drei Trainingseinheiten absolvierte Neuzugang Sebastian Rudy in dieser Woche mit seinen neuen Teamkollegen. Für Rangnick jedoch kein Muss den 20-Jährigen mit nach Hamburg zu nehmen. „Die ersten Tage wurden primär dazu genutzt, sich gegenseitig kennenzulernen und sich hier zurechtzufinden. Im Idealfall reicht es für ihn schon zu einem Platz im Kader. Aber es kann auch durchaus möglich sein, dass wir erst beim Spiel gegen Schalke auf ihn zurückgreifen", sagt Rangnick.

Neuzugänge nicht ausgeschlossen

Am Dienstag, 31. August um 12 Uhr schließt der Transfermarkt bis Januar seine Tore. Bis dahin werden noch so einige Spieler den Verein wechseln. Dass auch 1899 Hoffenheim noch einmal einkaufen wird, wollte Rangnick nicht ausschließen. „Wir haben einige Spieler im Auge. Wir werden sehen, ob es noch zu einer Verpflichtung kommen wird", sagt der 52-Jährige. „Wir sind vor allem im Sturm in der Breite nicht so gut besetzt, dass wir einen Ausfall verkraften können." Notkäufe wird es bei 1899 aber nicht geben, wie Rangnick noch einmal klarstellte. „Wir werden keinen Spieler holen, bei dem das Preis-Leistungsverhältnis nicht stimmt", so Rangnick, der zu den in den Medien kolportierten Ablösesummen nicht weiter Stellung nahm.

Daten und Fakten zur Partie St. Pauli gegen Hoffenheim

Hoffenheim trifft zum ersten Mal in der Bundesliga auf den FC St. Pauli. In Liga zwei gab es in der Saison 2007/08 schon einmal zwei Aufeinandertreffen. Im Dietmar-Hopp-Stadion trennte man sich 1:1, im Rückspiel siegte St. Pauli mit 3:1, was Hoffenheim allerdings nicht daran hinderte, den Sprung ins Oberhaus zu schaffen. Neuzugang Peniel Mlapa trug sich beim seinem Bundesliga-Debüt am vergangenen Wochenende sogleich in die Torschützenliste ein. Ein Platz in der Startelf sollte ihm auch in Hamburg sicher sein. Für den 19-Jährigen war das Millerntor-Stadion schon einmal ein gutes Pflaster. Zwar verlor er mit 1860 München auf dem Kiez, doch ihm gelang bei der 1:3-Niederlage sein erstes Profitor. Zum Abschluss gibt es auch noch etwas Erfreuliches aus Sicht des FC zu vermelden. Die Stanislawski-Elf steht erstmals seit neun Jahren in der Tabelle wieder vor dem Erzrivalen Hamburger SV. Zuletzt gelang dies nach dem ersten Spieltag der Saison 2001/02. Lang, lang ist's her.

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Die Pressekonferenz vor dem Spiel beim FC St. Pauli mit Chef-Trainer Ralf Rangnick gibt es in voller Länge auf achtzehn99 tv.

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