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25.04.2010

Hoffenheim spielt sich in einen Rausch - 5:1-Erfolg gegen Hamburg

1899 Hoffenheim hat in der Fußball-Bundesliga den zweiten Heimsieg der Rückrunde eingefahren. Vor 30150 Zuschauern in der ausverkauften Rhein-Neckar-Arena feierte man am Sonntag einen hochverdienten 5:1-Erfolg gegen den Hamburger SV.

Ibertsberger fehlt gelbgesperrt

Personelle Änderungen musste Chef-Trainer Ralf Rangnick auch vor dem Spiel gegen den Hamburger SV wieder vornehmen. Für den gelbgesperrten Andreas Ibertsberger rückte Christian Eichner auf die Position des Linksverteidigers. Nach einer kleinen Denkpause in Dortmund kehrte Vedad Ibisevic für Prince Tagoe in die Startelf. HSV-Trainer Bruno Labbadia verzichtete auf Ruud van Nistelrooy und Ze Roberto, die für das wichtige Halbfinale am Donnerstag beim FC Fulham geschont wurden. Paolo Guerrero musste aufgrund seiner Sperre nach dem Flaschenwurf zuschauen.

Ibisevic-Doppelpack ebnet den Weg

5000 Vuvuzelas sorgten in der Rhein-Neckar-Arena für eine ganz besondere Atmosphäre, von der sich die Mannschaft von Chef-Trainer Ralf Rangnick anstecken ließ. Die Hamburger hingegen agierten schläfrig und mit zahlreichen Unkonzentriertheiten im Spielaufbau. Joris Mathijsens kapitaler Fehler gegen Ibisevic sorgte folgerichtig für die frühe Hoffenheimer Führung. Der Bosnier machte sich in Richtung HSV-Gehäuse auf und ließ Keeper Frank Rost nicht den Hauch einer Abwehrchance - das 100. Bundesliga-Tor in der Geschichte von 1899 Hoffenheim. Es dauerte nicht lange, da durften die Zuschauer erneut zum Torjubel aufspringen. Flankenwechsel von Luiz Gustavo auf Carlos Eduardo, der legte ab für Beck. Andreas Beck mit viel Zeit und einer präzisen Hereingabe auf den Kopf von Vedad Ibisevic, der Rost erneut keinerlei Abwehrchance ließ (11.).

Obasi zum 3:0-Halbzeitstand

In der Folge nahm sich die Partie eine kleine Auszeit, Hoffenheim zog sich wieder etwas mehr in die eigene Hälfte zurück und überließ den Hamburgern das Spiel. Die beiden Spitzen Jonathan Pitroipa und Markus Berg hingen jedoch in der Luft und fand doch einmal ein Ball den Weg in die Spitze, waren Compper und Simunic zur Stelle und bereinigten die Situation. Nach rund einer halben Stunde legte Hoffenheim wieder einen Gang zu. Christian Eichner machte sich über die linke Seite auf den Weg in den Fünfmeterraum, ein schöner Pass in den Rücken der Abwehr auf Obasi, der den Ball völlig freistehend aus kurzer Distanz einschieben konnte (31.). Erst gegen Ende der ersten Hälfte versuchte der HSV etwas entgegen zu setzen und kam zu ersten Halbchancen. Trochowski sorgte mit einem tückischen Freistoß von der linken Seite auf den langen Pfosten für Gefahr - der Ball senkte sich bedrohlich in Richtung Tor, doch Daniel Haas war zur Stelle und klärte mit einer schönen Parade zur Ecke (41.).

Eduardo verletzungsbedingt raus

Zur Pause musste Rangnick wechseln. Für Carlos Eduardo, der mit Problemen an der Patellasehne in der Kabine bleiben musste, kam Boris Vukcevic in die Partie. HSV-Coach Bruno Labbadia versuchte es mit Schadensbegrenzung, ersetzte den unauffälligen Markus Berg durch David Rozehnal. Doch für Stabilität sorgte dieser Wechsel nicht. Nach einem Fehler in der HSV-Defensive kam Ibisevic aus kurzer Distanz an den Ball, scheiterte jedoch am Innenpfosten (51.). Hamburg fand nun besser in die Partie und hatte seinerseits eine gute Möglichkeit durch Petric zu verzeichnen. Josip Simunic versuchte den Ball ins Toraus gehen zu lassen, doch Trochowski hielt das Leder im Spiel, passte in die Mitte auf Petric, doch dieser traf den Ball nicht voll, so dass Haas sicher zupackte (59.).

Hoffnung des HSV im Keim erstickt

Sechs Minuten später war Daniel Haas dann doch geschlagen. Ein Sonntags-Schuss von Robert Tesche aus rund 35 Metern passte genau unter die Latte zum 1:3-Anschlusstreffer (65.) - neue Hoffnung für den HSV. Diese wurde nur sieben Minuten später wieder zunichte gemacht. Boris Vukcevic hebelte mit einem herrlichen Pass auf Obasi die gesamte HSV-Abwehr aus. Der Nigerianer ließ sich diese Chance nicht entgehen und erhöhte auf 4:1 (72.). Ibisevic setzte nur fünf Minuten später seinen Landsmann Sejad Salihovic schön ins Szene, der das Leder vorbei am heraus stürmenden Frank Rost zum 5:1-Endstand in die Maschen schob. Unrühmlicher Höhepunkt in den Schlussminuten: Der ansonsten gut leitende Schiedsrichter Manuel Gräfe zeigte dem zuvor eingewechselten Tolgay Arslan wegen einer angeblichen Tätlichkeit gegen Tobias Weis Rot - eine strittige Entscheidung.

"Wir wollten nach der starken Leistung im Spiel gegen Ball in Dortmund heute fußballerisch etwas zeigen. Der Unterschied zu manch anderem Spiel der Rückrunde war, dass wir es geschafft haben, in Führung zu gehen. Die frühen Tore haben uns sehr gut getan, das war heute zu spüren. Dadurch kam Sicherheit in den eigenen Ballbesitz. Jetzt müssen wir in den kommenden zwei Partien darauf aufbauen", zeigt sich Ralf Rangnick zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft.

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