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04.12.2010

Hoffenheim erkämpft Punkt in Unterzahl

1899 Hoffenheim hat im Derby gegen den VfB Stuttgart trotz Unterzahl einen Punkt erkämpft. Bereits in der 41. Minute musste Isaac Vorsah mit Rot vom Platz. Die Kraichgauer bleiben damit vorerst auf dem sechsten Tabellenplatz und auch im dritten Spiel infolge ungeschlagen.

Trainer Ralf Rangnick schickte bis auf eine Position dieselbe Besetzung wie in der Partie gegen Bayer Leverkusen auf den Platz. Einzig Demba kehrte für Peniel Mlapa zurück ins Team.

Flotter Beginn

Trotz der eisigen Temperaturen entwickelte sich eine flotte Partie mit Angriffsbemühungen auf beiden Seiten. Bereits nach elf Minuten zeigten sich diese auf Hoffenheimer Seite erfolgreich. Eine missglückte Abwehr per Fallrückzieher von Timo Gebhart landete bei Andreas Beck. Der Kapitän der Hoffenheimer spielte den Ball flach in die Mitte, wo Sejad Salihovic am schnellsten schaltete. Seine Direktannahme, erstmals mit dem rechten Fuß, brachte 1899 mit 1:0 in Führung. Doch weitere zehn Minuten später zeigte auch der VfB in Person von Christian Träsch, dass er dieses Spiel noch lange nicht aufgegeben hatte. Sein gleich doppelter Schussversuch im Sechzehner wurde jedoch beide Male geblockt. Der VfB Stuttgart übernahm in dieser Phase zunehmend die Kontrolle über das Mittelfeld. Ein Konter brachte die Hausherren zurück. Cacau dribbelte durch die Viererkette und legte ab auf den in Position geeilten Harnik, der unhaltbar für Daniel Haas einnetzte.

Schock vor dem Halbzeitpfiff

Kurz vor Ende der ersten Hälfte dann der Schock für 1899: Schiedsrichter Dr. Jochen Drees fehlinterpretierte ein Umgreifen von Isaac Vorsah und entschied auf Tätlichkeit und in der Folge Rot. Eine unglückliche Entscheidung, die Hoffenheim die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl agieren ließ.
Rangnick reagierte auf den Verlust eines Innenverteidigers und beorderte Luiz Gustavo eine Reihe weiter nach hinten. Seinen Platz im defensiven Mittelfeld übernahm Tobias Weis, der in der Pause für Vedad Ibisevic gekommen war.

In Unterzahl zogen sich die Hoffenheimer etwas weiter zurück und lauerten auf Konter. Der VfB übernahm den Spielaufbau, die neu formierte Viererkette stand aber gut und ließ kaum zwingende Chancen zu. Die 36.800 Zuschauer sahen im zweiten Durchgang wenig Torraumszenen und etliche Spielunterbrechungen. Sejad Salihovic, Tobias Weis, Martin Harnik und Cacau sahen jeweils den Gelben Karton.
Es blieb dank einer couragierten und fehlerfreien Abwehrarbeit in der zweiten Hälfte beim Unentschieden. 1899 Hoffenheim trifft im nächsten Spiel in der heimischen Rhein-Neckar-Arena auf den 1. FC Nürnberg.

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