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21.01.2010

Heynckes hat Startelf bereits im Kopf

Welcher Trainer möchte derzeit nicht mit Leverkusens Cheftrainer Jupp Heynckes den Trainerstuhl tauschen. Nach der Herbstmeisterschaft ist Bayer 04 mit dem 4:2-Erfolg gegen Mainz nun auch der Rückrundenstart geglückt.

Doch was steckt hinter der Erfolgsgeschichte von Bayer Leverkusen und Jupp Heynckes? Zum einen hat es Heynckes geschafft, das größte Problem von Bayer 04 zu eliminieren - die fehlende Balance zwischen Abwehr und Angriff. Zu viele Schwächen in der Defensive machten der Werkself eine bessere Endplatzierung in den vergangenen Spielzeiten zunichte. Mit dem Transfercoup von Sami Hyppiä kehrte Stabilität in die Defensive ein. Ein cleverer Schachzug von Sportdirektor Rudi Völler, den erfahrenen Finnen vom FC Liverpool loszueisen. "Sami ist ein ganz wichtiger Spieler für uns, eine große Spielerpersönlichkeit. Er arbeitet sehr professionell und strahlt eine ungemeine Souveränität aus, die sich auf das gesamte Defensiv-Verhalten der Mannschaft auswirkt", findet Heynckes lobende Worte. An der Seite des Finnen gewann auch Teamkollege Manuel Friedrich an Sicherheit. Hinzu kommt der Lauf des Stefan Kießling. Der Knoten scheint beim 25-jährigen Angreifer endgültig geplatzt zu sein. Mit zwölf Treffern führt der gebürtige Oberfranke die Torjägerliste der Fußball-Bundesliga an. Sein Sturmpartner Eren Derdiyok bringt es immerhin auf sieben Treffer. Bayern-Leihgabe Toni Kroos blühte unter Heynckes erst so richtig auf und zählt zu den Senkrechtstartern der Bundesliga.

Am Mittwoch absolvierte die Werkself ein letztes Testspiel vor dem Auftritt bei 1899 Hoffenheim. Locker und leicht siegte Bayers B-Elf am alten Aachener Tivoli gegen die gastgebende Alemannia mit 6:1. Spielpraxis für die Nachzügler Simon Rolfes, Renato Augusto und Patrick Helmes. Letzterer präsentierte sich in Torlaune, netzte viermal ein und freute sich über einen lupenreinen Hattrick. "Es war ein guter Test für uns. Die Rückkehrer Simon Rolfes, Renato Augusto und Patrick Helmes konnten Spielpraxis sammeln und haben ein richtig gutes Spiel gemacht", so Heynckes. Aussagekraft hatte der Test jedoch nur bedingt, denn auch die Aachener traten nicht in Bestbesetzung an. Ohnehin hat Trainer Jupp Heynckes seine Startelf für Sonntag bereits im Kopf. „Die Mannschaft steht", ließ der 64-Jährige verlauten. Warum sollte Heynckes auch Anlass für einen Wechsel sehen. Es passt bei Bayer in diesen Tagen. Über das Luxusproblem Rolfes, Helmes und Renato Augusto würde sich freilich auch manch anderer Bundesligist freuen.

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