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12.11.2010

Gegen Freiburg: Angriff ist die beste Verteidigung

In der Rhein-Neckar-Arena stehen stürmische Zeiten an. Dabei geht es aber nicht etwa um das Wetter. Am kommenden Sonntag ist der SC Freiburg zu Gast bei 1899 Hoffenheim und damit auch Papiss Demba Cissé – der derzeit trifft wie er will. Ihm gegenüber steht Demba Ba. Auch er ist richtig gut drauf.

Die Lösung, um Cissé in Schach zu halten, gibt es bereits. „Wir dürfen ich nicht zum Schuss kommen lassen", sagen Trainer Ralf Rangnick und Daniel Haas. Und Rangnick fügt noch hinzu: „Er ist in richtig guter Verfassung und hat nur wenig Schwächen. Deshalb müssen wir ihn in den Griff bekommen." Haas, der nach der Verletzung von Tom Starke erneut das Tor der Hoffenheimer hüten wird, zeigt sich trotz der Fähigkeiten Cissés und neun Toren unbeeindruckt und vertraut seinen Vorderleuten: „Cissé hat eine super Phase. Aber wir haben gute Abwehrspieler, die sich mit ihm auseinandersetzen können."

Mit Angriff zum Erfolg

Die Breisgauer sind voll im Soll. Mit 18 Punkten (punktgleich mit Hoffenheim) aus elf Spielen belegen sie den achten Tabellenplatz. Diese Zwischenbilanz hat die Elf von Trainer Robin Dutt aber nicht nur ihrem senegalesischen Torjäger zu verdanken. In Freiburg wird das Team als Einheit groß geschrieben. Diese erfolgsbringende Eigenschaft hat auch Rangnick bemerkt: „Die Freiburger sind sehr ausgeglichen besetzt. Sie spielen gegen den Ball auf sehr hohem Niveau. Und sie haben keinen Star im Team, der sich herausheben möchte. Gerade das macht sie stark."

Für Hoffenheim lautet die Devise gegen Freiburg: Angriff ist die beste Verteidigung. Wenn es in den vergangenen Partien etwas zu bemängeln gab, war es die Tatsache, dass die Mannschaft in dieser Saison bereits drei Mal eine 1:0-Führung verspielt hat. Gegen Bayern München, in Dortmund und zuletzt beim Hamburger SV. „Wenn wir 1:0 führen, zieht sich die Mannschaft zu sehr zurück. Wir müssen nach einer Führung weiter angreifen und nicht nur verteidigen", fordert Rangnick. Für den Angriff gibt es genug Alternativen und Demba Ba. Der Senegalese ist zwar noch nicht zu hundert Prozent fit, erklärt der Trainer. Sechs Treffer, zwei Assists und seine mannschaftsdienliche Art machen ihn aber unverzichtbar.

Gustavo ins Mittelfeld?

Nach der Niederlage in Hamburg sollen zu Hause wieder drei Punkte her. Das wünscht sich auch Daniel Haas: „Ich habe diese Saison drei Mal gespielt und nur einen Punkt geholt." Das Zeug dazu haben er und seine Vorderleute allemal. Selbst mit einigen Ausfällen, die es gegen Freiburg zu beklagen gibt. Chinedu Obasi und Manuel Gulde fallen definitiv aus, die Einsätze von Prince Tagoe und Tobias Weis sind fraglich. Es könnte also wieder Umstellungen in der Anfangself geben. Luiz Gustavo, der zuletzt die linke Abwehrseite beackert hat, steht vor einer Rückkehr ins Mittelfeld, wo „er wertvoller ist", wie Rangnick zugibt. Und im Sturm darf sich Vedad Ibisevic nach dem Ausfall von Obasi berechtigte Hoffnungen machen, von Anfang an zu spielen. Entscheidend dafür ist, welchem System Rangnick gegen die Südbadener vertraut.

Daten und Fakten zur Partie

Zu Hause eine Macht. Hoffenheim ist das heimstärkste Team der Liga. Vier von fünf Partien gewannen die Nordbadener im eigenen Stadion. Nur die Partie gegen Bayern ging unglücklich mit 1:2 verloren. Tore sind bei Spielen von Hoffenheim und Freiburg garantiert. In den vergangenen 15 Bundesliga-Spielen netzten beide Mannschaften im Oberhaus ein. Kein anderes Bundesligateam hat aktuell eine so lange Serie. Am Sonntag könnten gleich zwei 1899er ein Jubliäum feiern. Marvin Compper steht vor seinem 100. Auftritt in der Bundesliga, kommt auch Ibertsberger zum Einsatz, würde der Österreicher die 50iger-Marke im Dress der Kraichgauer knacken.


Daten & Fakten zum Spiel »

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