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23.09.2010

1899 reist zum 1. FC Köln

Nach der unglücklichen Niederlage gegen die Bayern unter der Woche, eröffnet 1899 Hoffenheim am Freitagabend, 20:30 Uhr beim 1. FC Köln den 6. Spieltag. Der FC hat mit vier Punkten aus fünf Spielen keinen optimalen Saisonstart erwischt, die Fans im Kölner Hexenkessel peitschen ihr Team aber ordentlich nach vorne.

„Die Stimmung im RheinEnergieStadion ist sehr gut", weiß auch Chef-Trainer Ralf Rangnick, der dennoch eine Kölner Elf erwartet, die wie in den vergangenen Spielen defensiv auftreten wird. Ein 4-1-4-1-System, mit dem das Team von Coach Zvonimir Soldo beim torlosen Remis gegen Bayern München erfolgreich war. „Sie stehen damit defensiv kompakter, hatten allerdings auch nie die Chance, zu gewinnen", spielt Rangnick auf das 0:0 in München an. Aufgrund der mageren Punktausbeute, die Lukas Podolski und Co. in dieser Spielzeit erreicht haben, befindet sich der Verein schon zu Beginn der Saison in einer Stresssituation. Diese möchte Hoffenheim für sich nutzen, um drei Zähler aus Köln zu entführen und den guten Start (10 Punkte) fortzusetzen. „Der FC muss punkten. Deshalb müssen wir das Spiel so gestalten, dass die Kölner wenige Chancen bekommen und wir unser Spiel aufziehen", erklärte Rangnick.

„Ein richtig gutes Gefühl"

Dominanz ist das Stichwort, mit dem die Hoffenheimer bei den „Geißböcken" zum Erfolg kommen wollen. Denn „wenn wir dominant auftreten, gelingt es uns vielleicht, die Atmosphäre im Stadion für uns zu nutzen. Je nach Spielverlauf kann so eine Stimmung auch die Gastmannschaft nutzen", ist sich Trainer Rangnick sicher. Die Fans des Gegners zum Vorteil machen, lautet also die erweiterte Taktik. Die Betonung liegt dabei auf erweitert, denn der 52-jährige Fußball-Lehrer hat bei seiner Mannschaft „ein richtig gutes Gefühl" und weiß um die Stärken seiner Schützlinge. „Klar, gibt es noch Verbesserungspunkte, aber vieles hat sich in die richtige Richtung entwickelt."

Das RheinEnergieStadion war in den zwei vergangenen Bundesliga-Jahren ein gutes Pflaster für Hoffenheim. Vier Mal trafen beide Teams bisher aufeinander. Dabei sprangen drei Siege für 1899 heraus, zwei davon feierten die Kraichgauer als Gäste der „Geißböcke" (3:1 und 4:0). Im blau-weißen Outfit ist Sebastian Rudy in seiner Karriere noch nie in Köln aufgelaufen. Für den Hoffenheimer Neuling, der gegen die Bayern zum ersten Mal von Anfang an ran durfte und dabei eine sehr ansprechende Leistung bot, zählt nur eins: „Wir werden alles tun, um drei Punkte nach Hause zu holen. Der FC steht defensiv richtig gut und ist bei Kontern gefährlich. Wir sind aber hochmotiviert und ich glaube an einen Sieg."

Keine Ausfälle, nur Starke ist fraglich

Ob „Hoffes" Nummer eins gegen Köln wieder zwischen den Pfosten steht, ist noch nicht sicher. Über die Personalie Tom Starke wird erst nach dem Abschlusstraining entschieden. Sollte die Wade dem Keeper weiterhin Probleme bereiten, wird wie schon in den Partien gegen Kaiserslautern und München Daniel Haas das Hoffenheimer Tor hüten. Bis auf Chinedu Obasi und Matthias Jaissle, die sich weiterhin im Aufbautraining befinden, sind alle Spieler fit und reisen in die Domstadt. Änderungen in der Startformation sind durchaus möglich, nachdem sich der ein oder andere Spieler in den letzten Trainingswochen an die ersten Elf herangekämpft hat.

Daten und Fakten

In sieben Pflichtspielen zwischen 1899 Hoffenheim und dem 1. FC Köln gab es immer einen Sieger. Viermal jubelte der FC, dreimal Hoffenheim - in der Bundesliga steht es allerdings 3:1 für die Rangnick-Schützlinge. Dass am Freitag Tore fallen, scheint der Statistik nach auch garantiert. Hoffenheim traf in den letzten neun Bundesliga-Partien mindestens einmal ins Schwarze - die längste Torserie der Bundesliga.

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