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U23
27.09.2009

U23 gewinnt in der Nachspielzeit und verkürzt den Abstand auf die Spitze

Die U23 von 1899 Hoffenheim ist noch einmal mit einem blauen Auge davongekommen. Dank Kai Herdlings Elfmetertor in der Nachspielzeit bezwang das Team von Trainer Markus Gisdol den TSV Crailsheim verdient mit 2:1 (0:0) und verkürzte den Abstand zu Spitzenreiter VfL Kirchheim/Teck, der in Weinheim 2:2 spielte, auf drei Zähler.

Vor 250 Zuschauern im Dietmar-Hopp-Stadion nahmen die Hoffenheimer von Beginn an das Heft in die Hand und waren in der ersten halben Stunde klar spielbestimmend. Adam Jabiri hatte nach 15 Minuten Pech, dass er bei seiner Direktabnahme den Ball nicht richtig traf. Und als Andreas Ludwig aus 16 Metern nur knapp am TSV-Gehäuse vorbeizielte, lag das 1:0 bereits in der Luft (26.). Kurz vor der Pause war es erneut Ludwig, der die Führung auf dem Fuß hatte, aber freistehend die Kugel nicht voll erwischte (39.). Beim Stand von 0:0 ging es in die Pause, während so mancher Zuschauer bereits nervös wurde.

Nach dem Wiederanpfiff erwischten die Hoffenheimer allerdings einen optimalen Start. Es war keine Minute gespielt, da verwandelte Jabiri ein Zuspiel Ludwigs zum hochverdienten 1:0 und schloss mit seinem sechsten Saisontreffer in der internen Torjägerliste zu Kai Herdling auf, der wiederum nach einer knappen Stunde aus 18 Metern knapp scheiterte. In der Schlussphase überschlugen sich schließlich die Ereignisse. Die Crailsheimer drängten nun auf den Ausgleich und hatten zwei Mal den Torschrei bereits auf den Lippen, als der Ball knapp am langen Pfosten vorbei kullerte (67.) und als 1899-Keeper Jens Grahl nach einem 20-Meter-Schuss glänzend reagierte (73.). In der 78. Minute war es jedoch soweit: Der eingewechselte Semih Dalyanci köpfte eine Hereingabe zum 1:1 unter die Latte.

Nun war guter Rat teuer, aber als sich die Crailsheimer in der 81. Minute durch Steffen Kocholls rüdes Foul an Uwe Schlottner selbst dezimierten, blies die Gisdol-Elf in Überzahl zur Schlussoffensive. Ihre Bemühungen wurden in der 90. Minute belohnt. Herdling wurde im Sechzehner von den Beinen geholt und verwandelte den fälligen Freistoß selbst zum vielumjubelten Siegtreffer. „Der Elfmeter war berechtigt", ließ Herdling keine Zweifel aufkommen. „Natürlich war der Sieg am Ende etwas glücklich, aber wir waren über 90 Minuten die spielbestimmende Mannschaft." Gisdol sah es genauso: „Wir mussten lange zittern, haben uns aber die drei Punkte vollauf verdient. Dass das 2:1 in der Nachspielzeit fällt, ist natürlich ein bisschen glücklich für uns."

1899 Hoffenheim - TSV Crailsheim 2:1 (0:0)
Hoffenheim: Grahl - Schlottner, Herdling, Jabiri, Kaiser (52. Hemlein), Nyenty, Kienast, Neupert, Terrazzino (78. Kamavuaka), Ludwig, Rosen.
Crailsheim: Gorzawski - Kocholl, Sifayin, Kleinschrodt, Mader (83. Linder), Ruttke (52. Dalyanci), Sawatzki (73. Reiswich), Ilg, Fischer, Campagna, Kocak.
Tor: 1:0 Jabiri (46.), 1:1 Dalyanci (78.), 2:1 Herdling (90., Strafstoß). Zuschauer: 250. Schiedsrichter: Müller (Löchgau). Karten: Gelb für Kaiser / Kleinschrodt, Gorzawski, Dalyanci; Rot für Kocholl (81. wegen groben Foulspiels).

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