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AKADEMIE
11.09.2009

U19 verschenkt zwei Punkte / 3:3 nach 3:0

Die U19 hat beim Aufsteiger SV Waldhof Mannheim einen sicher geglaubten Sieg verschenkt und beim 3:3 (2:0) zwei Punkte am Alsenweg liegen lassen. Nach Fabio Schmidts Doppelpack vor der Pause und Sebastian Doros 3:0 unmittelbar nach Wiederanpfiff schien die Partie eigentlich gelaufen.

Die Hoffenheimer brauchten eine knappe Viertelstunde, um das Spiel in die Hand zu nehmen. In der Anfangsphase hatten die Waldhöfer noch aggressiv dagegen gehalten, doch nach und nach erspielte sich das Team von Trainer Guido Streichsbier ein klares Übergewicht im Mittelfeld. Vor allem Mirko Kirchner auf der rechten Seite brachte die Mannheimer Defensive immer wieder in Verlegenheit. Der Druck zahlte sich in der 21. Minute aus. Jonas Hofmann ließ die Kugel clever passieren und Fabio Schmidt zirkelte sie von der Strafraumgrenze zum 0:1 ins Netz. Zwar blieben die Hoffenheimer auch nach der Führung am Drücker, hatten aber Glück, dass Keeper Daniel Strähle einen Kopfball des technisch auffälligsten Waldhöfers Maurizio Vella ans Lattenkreuz lenkte (29.) und den möglichen Ausgleich verhinderte. Zwei Minuten später rollte der nächste Angriff über rechts: Kirchners Hereingabe wurde zunächst geblockt und landete schließlich vor den Füßen Schmidts, der trocken abzog und auf 2:0 erhöhte (31.). Wer nun dachte, die Waldhöfer würden die Köpfe hängen lassen, sah sich getäuscht, aber die Blau-Schwarzen scheiterten ein paar Mal aussichtsreich am gut aufgelegten Strähle.
Nach dem Wechsel dann gleich die kalte Dusche für die Platzherren, die zur Pause gleich zwei Mal gewechselt hatten. Wieder war es Kirchner, der sich auf rechts durchgesetzt hatte und flach den im Fünfmeterraum lauernden Sebastian Doro bediente, der nur noch den Fuß hinhalten musste - 0:3 (47.). Die Partie schien entschieden, doch die Hoffenheimer ließen nun die Zügel zu sehr schleifen und operierten nur noch mit langen Bällen. Die Blau-Schwarzen bissen sich regelrecht ins Spiel zurück. Erst hämmerte Marco Meyer den Ball aus kurzer Distanz aus dem Stadion (60.), zwei Minuten später wurde Jan-Michael Dreses Schuss aus aussichtsreicher Position geblockt. Der Anschlusstreffer lag förmlich in der Luft - und er fiel Sekunden später, als Waldhofs Kapitän Danny Blum - ehemaliger Junioren-Nationalspieler und vor der Saison vom FC Schalke 04 an den Alsenweg gekommen - den Ball aus dem Gewühl unter die Latte zimmerte. Das Team von Trainer Viktor Olscha hatte nun Oberwasser und wurde für seine Bemühungen schon kurze Zeit später erneut belohnt. Als Anthony Loviso Jan Gebhardt im Sechzehner umgrätschte, deutete Schiedsrichter Ferdinand Friedrich sofort auf den Punkt und der eingewechselte Markus Schmitt verwandelte sicher zum 2:3 (66.). Die Partie war nun wieder völlig offen - und spielte sich vornehmlich in der Hoffenheimer Hälfte ab. Und in der 72. Minute klingelte es erneut. Blum stieg nach einem Eckball am Höchsten und wuchtete die Kugel aus fünf Meter per Kopf zum Ausgleich ins Tor, die Waldhöfer hatten innerhalb von zehn Minuten ausgeglichen.
Das erste Lebenszeichen nach dem Leerlauf kam von Claudio Bellanave, der an der Mittelfeldlinie seinen Gegenspieler ins Leere rutschen ließ und alleine auf SVW-Schlussmann Nicolas Hartkämper zustürmte. Doch sein Schlenzer aus halbrechter Position verfehlte das Gehäuse knapp (75.). Auf der Gegenseite trudelte Amiris Schuss nur Zentimeter an Strähles Gehäuse vorbei (81). Dann war Schluss. Coach Guido Streichsbier war nach dem Schlusspfiff vom Leistungsabfall seiner Jungs sichtlich angefressen.

SV Waldhof Mannheim - 1899 Hoffenheim 3:3 (0:2)
Waldhof: Hartkämper - Huber, Karakoca, Georgakopoulos, Bornhauser - Zogaj (46. Drese), Mayer, Vella (85. Kniehl), Herm (46. Schmitt) - Gebhardt (66.Amiri), Blum.
Hoffenheim: Strähle - Loviso, Hofmann, Lensch (54. Tedesco), Szarka, Neupert, Schmidt, Kotaidis, Doro (66. Bellanave), Schäfer, Kirchner (72. Helfrich).
Tore: 0:1 Schmidt (21.), 0:2 Schmidt (31.), 0:3 Doro (47.), 1:3 Blum (62.), 2:3 Schmitt (66., Strafstoß), 3:3 Blum (73.). Zuschauer: 500. Schiedsrichter: Ferdinand Friedrich. Karten: Gelb für Lensch, Loviso.

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